Musikpädagogik Innsbruck

Übersicht
Das Department für Musikpädagogik Innsbruck ist die zentrale Ausbildungsstätte für Musikpädagog*innen in Westösterreich. Der Schwerpunkt auf künstlerisch-musikalischer Vermittlung, eine sehr persönliche Betreuung und die Beheimatung im Haus der Musik im Herzen Innsbrucks machen das Department zu einem besonderen Ort künstlerischer Erfahrungen, wissenschaftlicher Einblicke und didaktischem Know-how.
Veranstaltungen/Räume:
+43 676 88122 452
teresa.schautzer@moz.ac.at
Universitätsstraße 1
6020 Innsbruck
Das Department
Am Department für Musikpädagogik in Innsbruck werden folgende Studienrichtungen angeboten: Bachelor- und Masterstudium Lehramt Musikerziehung (ME) und Instrumentalmusikerziehung (IME), das Bachelorstudium Instrumental-(Gesangs-)Pädagogik (IGP), das Masterstudium Musizieren in Diversitätskontexten sowie das Doktoratsstudium Musikpädagogik.
Im Bereich Instrumental- & Gesangspädagogik (IGP) kooperiert das Department für Musikpädagogik mit dem Tiroler Landeskonservatorium und der Universität Innsbruck, um Studierenden eine bestmögliche Ausbildung zu garantieren.
Die ZKF-Lehrenden (Zentrales Künstlerisches Fach) finden Sie auf der Webseite des Tiroler Landeskonservatoriums.
Downloads
Lehramt in Innsbruck studieren
Du möchtest Musik-Lehrer*in für Sekundarstufe in Tirol/Vorarlberg oder Südtirol werden? Dann bewirb dich am Department Musikpädagogik Innsbruck für das Kooperations-Studium im Verbund West!
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Zulassung: Lehramt
Anmeldezeitraum
1.2.–28.3.2025
Zulassungsprüfungen
Sommersemester jeden Jahres
zu den Terminen
- Reifezeugnis einer allgemein- oder berufsbildenden höheren Schule oder eine gleichzusetzende Qualifikation
- Beherrschung der deutschen Sprache (mindestens Niveau B2 – gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen GER 2001) - mehr dazu unter Sprachkenntnisse
- Allgemeines Aufnahmeverfahren vor Zulassung zu Lehramtsstudien: https://www.lb-west.tsn.at
- Du spielst ein Programm mittleren Schwierigkeitsgrades auf deinem Hauptfach (Prüfungsdauer ca. 10 Minuten).
Hier findest du Informationen zu den möglichen Instrumenten - Du präsentierst dich am Klavier und mit Gesang (wenn das nicht deine Hauptfächer sind).
- Du zeigst deine klavierpraktischen und rhythmischen Fertigkeiten und die Sensibilität deines musikalischen Gehörs.
- Du zeigst deine Kenntnis in Allgemeiner Musiklehre in einer schriftlichen Klausur.
- Du studierst ein kurzes Lied/Stück mit einer Gruppe von 8 bis 15 Personen ein (ca. 15 Minuten) und reflektierst diese Einstudierung anschließend mit der Prüfungskommission.
- Für die Gruppenarbeit reichst du im Sekretariat des Department Musikpädagogik Innsbruck bis spätestens 31. Mai das Notenmaterial und ein schriftliches Konzept von einer A4 Seite ein (Zielsetzung, methodisches Vorgehen, Besetzung/ Instrumente).
Im Leitfaden kannst Du nachlesen, welche Anforderungen du im Hauptfach im Detail erfüllen musst (ab Seite 21)
Im Unterrichtsfach Instrumentalmusikerziehung (IME), das nur in Kombination mit dem Unterrichtsfach Musikerziehung möglich ist, gibst Du bei der Zulassungsprüfung (ZLP) ein Erstes und ein Zweites Künstlerisches Hauptfach (KHF) aus unterschiedlichen Bereichen an.
- Hier kannst Du die Bereiche nachlesen (Seite 7)
Für IME gilt folgendes bei der ZLP:
- Im Ersten Künstlerischen Hauptfach (1. KHF) spielst du ein Programm höheren Schwierigkeitsgrades (Vorspielzeit 10-15 Minuten).
- Im Zweiten Künstlerischen Hauptfach (2. KHF) spielst du ein Programm mittleren Schwierigkeitsgrades (Vorspielzeit ca. 10 Minuten).
Zur Prüfungsvorbereitung findet jedes Jahr ein Wochenendtermin statt, der von der ÖH organisiert wird, und bei dem Du Dir in den verschiedenen Bereichen ein Feedback einholen kannst. Im Jahr 2025 findet der Termin am 1.3.2025 statt.
Bitte melde Dich zur Teilnahme hier an kueko-ibk@moz.ac.at
Zusätzlich gibt es eine Probezulassungsprüfung, bei der Du nach Absprache auch von Hauptfachlehrenden beraten werden kannst. Im Jahr 2025 ist der Termin am 25.03.2025.
Bitte melde Dich zur Teilnahme hier an: andrea.staudacher@moz.ac.at (zum Anmeldeformular)
Studien
News

Am 24. und 25. April 2025 trafen sich die Fachdidaktiker*innen des Bereichs Musikpädagogik der österreichischen Universitäten, Privatuniversitäten und Hochschulen zur jährlichen Konferenz – diesmal an der Universität Mozarteum in Innsbruck. Zwei Tage lang wurde diskutiert, präsentiert, hinterfragt und gestritten: über Qualität in der Ausbildung, neue Formate, neue Curricula und ganz konkrete Alltagssorgen.
Den Auftakt bildete ein beeindruckendes Konzert des Kinderchors der Volksschule Steinach unter der Leitung von Stefan Auer, das den thematischen Boden für die folgenden Gespräche bereitete: Wie kann Musikpädagogik Hoffnung stiften und Bildung gestalten? In der anschließenden „Hoffnungs-Werkstatt“ arbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen an Zukunftsbildern – und auch aktuellen Baustellen, wozu sie gemeinschaftlich über Lösungsstrategien nachdachten.
In der Gruppenarbeitsphase der Universitäten wurde besonders intensiv der Übergang vom Studium in die Berufspraxis diskutiert. Einig war man sich: Studierende brauchen neben einer guten theoretischen Fundierung vor allem auch eine realistische, unterstützende Vorbereitung auf das Schulleben; im Idealfall in Form einer Begleitung über das Studium hinaus. Aber wer soll diese Begleitung leisten? Universitäten stehen hier vor organisatorischen und personellen Herausforderungen. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass einige Standorte bereits viele Ideen und einzelne Bausteine entwickelt haben, die den Studierenden den Übergang in die Praxis erleichtern. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Studienqualität: Wie kann sichergestellt werden, dass die Ausbildung nicht an den Bedürfnissen der Praxis vorbeigeht? Die Forderung nach einer besseren Abstimmung zwischen künstlerischer Eignung und pädagogischem Potenzial wurde laut, worauf im Idealfall bereits in der Eignungsprüfung geachtet wird. In diesem Zuge wurde angeregt, nicht nur künstlerische, sondern v.a. auch musikpädagogische Begabungen der Studierenden gezielter zu fördern. “Musikpädagogik” als eigentliches Hauptfach sowie die Bildung einer pädagogisch-ethischen Grundhaltung wurden von allen Beteiligten als wesentliche Ziele des Musikstudiums betont.
Die Gruppe der Vertreter*innen der Hochschulen beschäftigte sich parallel dazu insbesondere mit der Bildung und Praxis der Primarpädagog*innen, hier wurden ebenfalls aktuelle Entwicklungen, Projekte und Lehrwerke zur Unterstützung der zumeist nur wenig fachlich ausgebildeten Kolleg*innen vorgestellt. Bei einem gemeinsamen Abendessen wurden die Gespräche des Tages in lockerer Atmosphäre vertieft.
Am zweiten Tag standen Projektpräsentationen im Vordergrund, die weitere Ideen für die Umsetzung von innovativen Konzepten lieferten. Die anschließende offene Diskussionsrunde drehte sich um die provokante Grundsatzfrage „(Wofür) braucht es uns als Konferenz der Fachdidaktiker*innen?“. In der Abschlussrunde wurde deutlich: Die Tagung soll ein Ort für Austausch, Positionsbestimmung und Zukunftsentwicklung sein. Diskutiert wurde dabei auch, die Außendarstellung sichtbarer zu gestalten und stärker als Lobby für einen qualitätsvollen Musikunterricht einzutreten.
Für die nächste Tagung – die für Ende Februar 2026 terminiert ist – wünschten sich viele einen thematischen Fokus und mehr Raum für vertiefte Arbeit. Klar ist: Die Herausforderungen des Musikunterrichts an allgemeinbildenden Schulen bleiben.
Am 2. und 3. Mai 2025 hatten Studierende am Mozarteum Innsbruck die Gelegenheit, Workshops mit dem Titel "Rassismus- und diskriminierungskritisch unterrichten: Reflexion und Praxis für die Musikpädagogik" bei Chantal Bamgbala und Evan Parks vom Verein D!SRUPT zu besuchen. Durch wertvolle Inputs der Referent*innen und praktische Übungen wurden die Teilnehmenden für verschiedene Arten der Diskriminierung, aber v.a. für eine rassismuskritische Haltung im Musikunterricht sensibilisiert. Besonders eindrucksvoll waren die Gruppenarbeiten und interaktiven Übungen, die zum Austausch anregten und eine Reflexion der eigenen Positionen anregten. Die Workshops wurden im Rahmen der Kooperation zwischen dem Department 11 und dem IGGS, insbesondere der Lehrveranstaltung „Gewaltschutz und Prävention”, angeboten.
Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Teilnehmenden von Chantal Bamgbala durch einen spannenden Vortrag, der mit persönlichen Erlebnissen der Referent*innen angereichert war, an die Thematik herangeführt, konnten Fragen stellen und Wünsche einbringen. Die Referent*innen gaben einen aufschlussreichen Überblick über verschiedene Formen von Rassismus, bspw. strukturell, individuell, internalisiert oder historisch. Evan Parks ging insbesondere auf musikgeschichtliche Aspekte ein: Er zeigte auf, wie Musikstile, die maßgeblich von Schwarzen Musiker*innen entwickelt, geprägt und vorangetrieben wurden, von weißen Musiker*innen vereinnahmt und kommerzialisiert wurden, wodurch wiederum die von weißen Personen dominierte Musikindustrie profitierte.
Am zweiten Workshoptag stand die praktische Arbeit im Vordergrund. In Gruppenarbeiten waren die Teilnehmenden dazu aufgefordert, verschiedene Perspektiven einzunehmen und sich zu kontroversen Aussagen zu positionieren. Ein Quiz zu Zahlen und Fakten historischer Diskriminierung vermittelte den Studierenden eindrucksvolle und oft erschreckende Zahlen, die die Allgegenwart und die tief verwurzelten Strukturen von Diskriminierung verdeutlichten. Besonders der Privilege-Walk, der auf der eindrucksvollen Kulisse der Terrasse des Hauses der Musik durchgeführt wurde, hinterließ Spuren. Bereichert durch viele neue Eindrücke verabschiedeten sich die Studierenden mit Applaus bei den Referent*innen.
Veranstaltungen
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27.5.202518:30 UhrVorlesungssaal - Haus der Musik InnsbruckVortragsabend (Marion Spingler)Konzert· Eintritt frei!
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28.5.202518:00 UhrVorlesungssaal - Haus der Musik InnsbruckMOZ-Fest Innsbruck: Summer EditionDie ÖH lädt zum MOZ-Fest (Summer Edition) ein. Unterstützt werden sie von den Lehramt-Erstis.Festveranstaltung· Eintritt frei!
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4.6.202520:00 UhrVorlesungssaal - Haus der Musik InnsbruckSofa Lounge KonzertStudierende präsentieren ihre vorbereiteten Stücke, im Fokus steht das gemeinsame Musizieren und der musikalische Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden.Konzert· Eintritt frei!
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17.6.202520:00 UhrVorlesungssaal - Haus der Musik Innsbruckvoice & pianoDie Studierenden von Reinhard Blum präsentieren Stücke, welche sie innerhalb des Semesters erarbeitet haben. Dabei steht das selbstbegleitete Singen, am Klavier, im Vordergrund.Konzert· Eintritt frei!
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30.6.202518:00 UhrVorlesungssaal - Haus der Musik InnsbruckDämmershoppen (ÖH)Zum gemeinsamen Semesterausklang findet das Dämmershoppen, organisiert von der ÖH, statt.Konzert· Eintritt frei!

Musik lieben, verstehen und lehren.
— Department für Musikpädagogik Innsbruck
Bibliothek
Bibliothek am Haus der Musik Innsbruck
Kontakt für Anfragen: ulb-hdmi@uibk.ac.at
Öffnungszeiten: Mo-Do von 9.00–17.00 Uhr, Fr von 9.00–15.00 Uhr
Leitfaden zur Nutzung der Bibliothek