Präambel
Die Plattform Geschichtspolitiken agiert unabhängig von den leitenden Kollegialorganen der Universität Mozarteum Salzburg, steht aber mit diesen in einem konstruktiven Dialog. Die Plattform agiert departmentübergreifend und ist keinem Institut oder Department angegliedert oder zugeordnet. Für die zentralen Forschungsaktivitäten, die künstlerischen Interventionen und Vermittlungsprojekte stellt das Rektorat ein angemessenes und jährlich je nach Arbeitsplan festzulegendes Budget zur Verfügung. Mindestens einmal im Jahr werden Vertreter*innen der Plattform von der*dem Vizerektor*in für Ressourcen zu Budgetgesprächen eingeladen, bei denen der Förderbedarf im folgenden Kalenderjahr abgeklärt und der Budgetrahmen beschlossen wird.
Aufgaben
Die Plattform Geschichtspolitiken der Universität Mozarteum Salzburg beschäftigt sich mit Fragen zum Umgang mit Vergangenheitspolitik und Erinnerungskulturen von den 1920er bis in die 1990er Jahre. Die wissenschaftliche Aufarbeitung der politischen Vergangenheit der Universität, besonders in der Zeit des Austrofaschismus, des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit, spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie Kunstprojekte gegen das Vergessen und für mehr Bewusstsein. Mit einem open call, der sich an alle Universitätsangehörigen richtet, werden temporäre künstlerische Thematisierungen, die sich mit der Rolle der Institution und den am Haus handelnden Personen im Kontext faschistischer und nationalsozialistischer Systeme/Ideologeme, mit den Kontinuitäten und den lange wirkenden „Hinterlassenschaften“ einer politischen Verharmlosung kritisch-künstlerisch auseinandersetzen, initiiert und unterstützt. Die Suche nach Dokumenten und Erinnerungen von Zeitzeug*innen wird über ein Citizen-Science-Projekt vorangetrieben. Neben den forschenden Tätigkeiten sind die Dokumentation und Dissemination von zentraler Bedeutung – hierzu werden Kooperationen im pädagogisch-didaktischen Bereich wie im künstlerisch-forschenden Bereich mit den Departments der Universität Mozarteum angestrebt. Darüber hinaus werden unterschiedliche Veranstaltungsformate entwickelt, mit und in denen die Forschungsergebnisse in einen breiten Dialog mit der Öffentlichkeit gebracht werden können.
Leitung
Die Plattform Geschichtspolitiken wird kollektiv von der Kerngruppe geleitet, eine leitende Koordinierung ist nicht vorgesehen, alle Beschlüsse sind mit einfacher Mehrheit zu verabschieden.
Mitglieder des Forums Plattform Geschichtspolitiken in der sogenannten Kerngruppe sind (in alphabetischer Reihenfolge): Hildegard Fraueneder, Julia Hinterberger, Christoph Lepschy, Elisabeth Nutzenberger, Susanne Prucher, Sandra Steindl, Yvonne Wasserloos.
Grundsätzlich steht die Mitarbeit allen interessierten Angehörigen der Universität offen, über die Aufnahme in die Kerngruppe entscheiden deren Mitglieder mit 2/3 Mehrheit.
Administrativ wird die Arbeit der Plattform seitens Elisabeth Nutzenberger, Mitarbeiterin im Kunst-ARCHIV-Raum der Universität Mozarteum, unterstützt.
Sitzungen
Die Festlegungen von Sitzungen erfolgen kollektiv in der Kerngruppe und nach Maßgabe der jeweils anstehenden Aufgaben.
Befangenheit
Ein Mitglied der Kerngruppe gilt als befangen, wenn eine Angelegenheit behandelt wird, die die persönlichen Verhältnisse dieses Mitglieds oder die eines nahen Angehörigen dieses Mitglieds betrifft. Im Falle der Befangenheit nimmt die Person an der Diskussion nicht teil und verlässt für die Dauer der Verhandlung über diesen Gegenstand die Sitzung. Diese Person kann jedoch als Auskunftsperson eingeladen werden.
Protokoll
Über jede Sitzung ist ein Protokoll zu führen, das als bestätigt gilt, wenn bis zu einem von der*dem Protokollführer*in festgesetzten Termin keine Änderungs- und Ergänzungswünsche mehr eingebracht werden und die abgestimmten Änderungen und Ergänzungen eingearbeitet sind.
Das Protokoll hat jedenfalls zu enthalten:
‐ Ort, Datum, Beginn und Ende der Sitzung
‐ die Namen der Anwesenden, wobei “anwesend“ bedeutet: physisch anwesend oder präsent bei einer video-/telefonisch abgewickelten Sitzung/Zuschaltung
‐ die Namen der Abwesenden
‐ Berichte/Beschlüsse in vollem Wortlaut samt Abstimmungsergebnissen
‐ Beiträge, deren Aufnahme in das Protokoll verlangt werden.
Sämtliche Schriftstücke, die aus Anlass der Sitzung zur Kenntnis gebracht wurden, sind mit dem Protokoll abzulegen.
Das Protokoll ist ehest möglich zu erstellen und nach Zustimmung ordnungsgemäß abzulegen (Kanzlei, Teams-Ordner).
Auskunftspersonen und Expert*innen
Zur Beratung können Auskunftspersonen und Expert*innen beigezogen werden.
Amtsverschwiegenheit Die Sitzungsteilnehmer*innen sind im Sinne des § 48 UG zur Amtsverschwiegenheit verpflichtet.