Lehramt Bildnerische Erziehung

Bachelor
BA
Bildende Künste & Gestaltung | © Christian Schneider

Das Lehramtsstudium im Unterrichtsfach Bildnerische Erziehung (BE) lotet das Spannungsfeld der Produktion, Rezeption und Vermittlung von Künsten, Bildern und Medien aus. Inwiefern ist Herstellen immer auch ein Weitergeben von Kenntnissen und Wissen? Warum hängen Kreieren und Betrachten untrennbar zusammen? Ziel des Studiums ist die Entwicklung eines künstlerisch-praktischen, forschenden und vermittelnden Umgangs mit Künsten, Bildern und Medien.

 

Studium & Berufsbilder

Das Lehramts­studium Sekundar­stufe (All­gemein­bildung) besteht aus einem Bachelor- und einem Masterstudium und bildet Studierende zu Lehrer*innen in den gewählten Unterrichtfächern aus. 

Die vorgesehene Studiendauer des Bachelorstudiums Lehramt Sekundarstufe (Allgemeinbildung) beträgt 8 Semester. Grundsätzlich sind zwei Unterrichtsfächer zu wählen, die durch allgemeine bildungswissenschaftliche Grundlagen, freie Wahlfächer sowie integrierte pädagogisch-praktische Studien ergänzt werden. Das Unterrichtsfach Bildnerische Erziehung kann mit jedem beliebigen Unterrichtsfach kombiniert werden.

Das Bachelorstudium Lehramt im Unterrichtsfach Bildnerische Erziehung dient der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen, pädagogisch-wissenschaftlichen, bildungswissenschaftlichen und schulpraktischen Grundausbildung als Berufsvorbildung für das Lehramt an Mittleren und Höheren Schulen.

Neben dem Lehrberuf stehen den Absolvent*innen auch außerschulische Berufsfelder offen: im Bereich der bildenden Kunst, der Kunstvermittlung, der konzeptuellen Arbeit in Kunst und Kulturinstitutionen, der freien Kinder- und Jugendarbeit, den Kunst- und Kulturwissenschaften, der wissenschaftlichen wie auch künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung oder im Rahmen der Erwachsenenbildung.
Nicht nur im Bildungssektor, im universitären Bereich oder im Feld der sozialen Arbeit, sondern auch in der Wirtschaft ist die Spezialisierung auf ästhetische und kulturelle Bildung vielversprechend, da sie viele Schnittstellen zu anderen Bereichen erschließt. Künstlerische Zugänge oder kreative Problemlöseverfahren spielen durchaus auch im Entwickeln neuer kommerzieller Produkte und Anwendungen eine Rolle.

Je nachdem, mit welchem Fach die BE kombiniert wird, kann bereits während des Studiums bewusst eine stärkere Akzentuierung der künstlerisch-praktischen, wissenschaftlich-forschenden oder der vermittelnden Interessen vorgenommen werden.

Fakten

12
Werkstätten
40
Ateliers
2
Ausstellungräume
40
Studierende

Allgemeine Studieninformationen

Das Lehramtsstudium Sekundarstufe (Allgemeinbildung) wird in Kooperation folgender Partnereinrichtungen (Entwicklungsverbund Cluster Mitte) durchgeführt:

Standort Salzburg

  • Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS)
  • Pädagogische Hochschule Salzburg (PHS)
  • Kirchliche Pädagogische Hochschule Edith Stein (KPH)
  • Universität Mozarteum Salzburg (MOZ)

Standort Linz

  • Johannes Kepler Universität Linz (JKU)
  • Pädagogische Hochschule Oberösterreich (PH OÖ)
  • Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (PHDL)
  • Kunstuniversität Linz - Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung (UFG)
  • Anton Bruckner Privatuniversität (ABPU)
  • Katholische Privat-Universität Linz (KU Linz)

Bildnerische Erziehung wird als künstlerisches Lehramtsstudium in Kombination mit einem frei wählbaren, zweiten Lehramtsfach studiert. Zusätzlich wird das Studium durch eine bildungswissenschaftliche und pädagogisch-praktische Ausbildung gerahmt. 

Link zum Semesterplan

Der fachspezifische Teil des Studiums gliedert sich in drei große Bereiche, die durch das gemeinsame Interesse am künstlerisch-forschenden Umgang mit der Produktion, Rezeption und Vermittlung von Kunst, Bildern und Medien miteinander verzahnt sind: Fachdidaktik, Fachwissenschaft und Kunstpraxis.

Die Fachdidaktik umfasst Vorlesungen, Übungen, Proseminare und Seminare. Diese thematisieren das Verständnis für das Fach Bildnerische Erziehung, seine historische Entwicklung, die institutionellen Rahmenbedingungen und Richtlinien. Sie geben Reflexionsimpulse für die Tätigkeit als BE-Lehrer*in und Anregungen für die Entwicklung unterschiedlicher Zugänge und Methoden zur Vermittlung der Inhalte.

Die Fachwissenschaft bietet mit ihren Vorlesungen, Übungen, Proseminaren und Seminaren fundierte Einblicke in die zentralen Inhalte der BE: Kunst- und Architekturgeschichte, Kunst- und Bildtheorie, Medien- und Alltagsgeschichte, Umweltgestaltung und Kulturwissenschaft.

Die Kunstpraxis konzentriert sich auf die praktisch-künstlerische Auseinandersetzung. In vier Klassen: Malerei, Zeichnung und Grafik, Bildhauerei und Fotografie/Neue Medien können Studierende ein breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten und Haltungen zur Kunstproduktion kennenlernen. Durch die Durchlässigkeit der Klassen ist es möglich, nicht nur einzelne Zugänge zu perfektionieren, sondern von einer multimodalen Weise der Auseinandersetzung zu profitieren.

Um zum Bachelorstudium zugelassen zu werden, sind verschiedene Nachweise und Prüfungen notwendig:

  • allgemeine Universitätsreife (z.B. Matura, Abitur)
  • Beherrschung der deutschen Sprache (mindestens Niveau B2 - gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen GER 2001)
  • positive Teilnahme am allgemeinen Aufnahmeverfahren für das Lehramtsstudium im Cluster Mitte
  • positive Ablegung einer Zulassungsprüfung zur Feststellung der künstlerisch-pädagogischen Reife

Das Unterrichtsfach Bildnerische Erziehung ist mit einem zweiten Unterrichtsfach zu kombinieren. Die Kombination mit dem Unterrichtsfach Gestaltung: Technik.Textil an der Universität Mozarteum ist möglich und setzt den Nachweis künstlerischer Leistungen in einer eigenen Zulassungsprüfung voraus.

Das Allgemeine Aufnahmeverfahren für alle Lehramtsstudien besteht aus mehreren Schritten:

  • Registrierung und Vorerfassung (in der Regel Anfang März bis Mitte August)
  • Teilnahme am Online Self-Assessment (= Modul A)
  • Zahlung des Unkostenbeitrages
  • Anmeldung für den Elektronischen Zulassungstest (mehrere Termine zur Auswahl)
  • Teilnahme am Elektronischen Zulassungstest (= Modul B)

Bitte informieren Sie sich auf der Website des Clusters über die genauen Daten und Abläufe. 

Die Anmeldung zur künstlerischen Zulassungsprüfung erfolgt über das Anmeldeportal für Studienbewerber*innen.

Link zu den Anmeldefristen
Link zu den Prüfungsterminen

Die Anmeldung darf nur für einen Entwicklungsverbund, Mitte (Salzburg) oder West (Innsbruck), erfolgen. Eine Doppelanmeldung an beiden Standorten ist unzulässig und wird abgemeldet.

Notwendige Dokumente zur Online-Anmeldung

  • tabellarischer Lebenslauf mit Foto und aktuellen Kontaktdaten
  • Motivationsschreiben (circa eine DIN-A4 Seite)
  • Reifezeugnis oder (falls noch nicht vorhanden) letztes Schulzeugnis - das Reifeprüfugnszeugnis muss spätestens bei der Einschreibung im Original und Kopie vorgelegt werden
  • (Abschluss-)Zeugnisse sowie Prüfungs- und Notenauszüge (Transcript of Records) aller künstlerischer und/oder pädagogischer Vorstudien
  • ggf. Deutschnachweis

Form der Dokumente

  • Die Dokumente können als PDF im Anmeldeformular hochgeladen werden.
  • Sofern die genannten Dokumente nicht auf Deutsch oder Englisch vorliegen, muss eine offizielle Übersetzung mit eingereicht werden.

Aufbau der künstlerischen Zulassungsprüfung

Die Zulassungsprüfung im Unterrichtsfach Bildnerische Erziehung findet in Präsenz in den Räumen des KunstWerks in der Alpenstraße 75 statt und besteht aus folgenden Teilen:

  • Präsentation der Bewerbungsmappe
  • Prüfungsaufgaben vor Ort
  • Gespräch mit der Prüfungskommission zur persönlichen Motivation

Am Prüfungstag ist vor Ort zwischen 7:30 und 8:45 Uhr eine Anmeldung notwendig. Um 9:00 Uhr werden die Prüfungsaufgaben vorgestellt und der Ablauf besprochen.

Über das Ergebnis der Zulassungsprüfung informiert das Studien- und Prüfungsmanagement per E-Mail innerhalb von 2-3 Wochen nach der Zulassungsprüfung. Sollten Bewerber*innen an der Zulassungsprüfung künstlerische Eignung nicht teilnehmen können, müssen sie sich rechtzeitig wieder abmelden.

Was ist zur Zulassungsprüfung mitzubringen?

Sie benötigen Ihren Lichtbildausweis, die Bewerbungsmappe im Original oder in gedruckter Form sowie foldende Materialien:

  • Papier
  • Stifte
  • Farben
  • plastische Materialien
  • Werkzeuge
  • Kamera

Erstellen Sie 20-30 Arbeiten, mit denen Sie sich für das Unterrichtsfach Bildnerische Erziehung bewerben wollen. Es steht Ihnen frei, welche Techniken und Medien Sie dafür wählen (Zeichnung, Text, Collage, Grafik, Malerei, Fotografie usw.). Falls Sie Videos oder skulpturale Objekte vorstellen möchten, dokumentieren Sie diese bitte fotografisch und integrieren diese in Ihre Mappe.

Zu beachten ist:

  • Beschriften Sie Ihre Mappe außen mit Vorname/n NACHNAME.
  • Größere Arbeiten/Skulpturen/etc. können Sie fotografieren und in Ihre Mappe legen. Ebenso sind Skizzenblöcke gestattet.
  • Versehen Sie einzelne Blätter auf der Rückseite mit Ihrem Namen (mit Bleistift).
  • Bringen Sie Ihre Bewerbungsmappe zur Zulassungsprüfung im Original mit.
  • Die Prüfungskommission gibt Ihnen während des Prüfungstages Bescheid, wann Sie Ihre Bewerbungsmappe wieder abholen können.

Des Weiteren bieten wir (nicht verpflichtend) Mappenberatungen an. Diese können in Präsenz oder per ZOOM abgehalten werden. Kontaktadresse für Terminvereinbarungen: KunstWerk@moz.ac.at

Falls Sie einen Online-Termin vereinbaren: Digitalisieren Sie bei Bedarf vorab Ihre Arbeiten mittels Scan, Foto oder Computer und erstellen Sie ein zusammenhängendes PDF-Dokument. Am Tag der Mappenberatung erfolgt eine Videokonferenz, in der Sie Ihre Mappe als Dokument online teilen. Den entsprechenden Link erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung zur Mappenberatung.

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Sonja Prlić  | © Christian Schneider
Sonja Prlić

Univ.-Ass.in für Grafik / Bildnerische Erziehung & Senior Scientist an der IE Wissenschaft & Kunst

Lehrende*r
Romana Sammern

Lektorin / Programmkoordinatorin des Programmbereichs "Figurationen des Übergangs" von Wissenschaft & Kunst

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