Sebina Weich studierte den BA Musiktheorie an der Hochschule für Musik Würzburg und absolvierte anschließend den Masterstudiengang Theorie der Alten Musik an der Schola Cantorum Basiliensis. Nach Lehrtätigkeiten und Lehrvertretungen an verschiedenen Hochschulen ist sie seit 2025 als Senior Lecturer für Musiktheorie und Gehörbildung mit Schwerpunkt Klavierpraxis an der Universität Mozarteum Salzburg tätig.
Für sie bildet der interdisziplinäre Dialog mit den benachbarten Disziplinen einen wesentlichen Bestandteil des Fachs Musiktheorie. Vor diesem Hintergrund entwickelte sie in Würzburg gemeinsam mit der Opernschule und der Musikpädagogik interaktive Opernprojekte. Das Projekt wurde im Rahmen von „100für100“ mit dem Opus Klassik ausgezeichnet und etablierte sich in den Folgejahren als fester Bestandteil des jährlichen Projektprogramms.
Als Schlagwerkerin ist sie zudem in unterschiedlichen künstlerischen Kontexten aktiv. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Brass-Band-Szene, die auch im deutschsprachigen Raum zunehmend an Sichtbarkeit und Bedeutung gewinnt. In diesem Bereich wirkt sie unter anderem bei der 3BA, dem amtierenden Deutschen Meister, mit. Darüber hinaus gilt ihr Interesse der Vokalmusik: Ihre Arbeit umfasst sowohl historisch informierte Improvisationspraxis im Stil der Renaissance als auch zeitgenössische Ansätze wie VocalPainting. Ergänzt wird ihre künstlerische Tätigkeit durch regelmäßige Engagements als Korrepetitorin.
Ihre Forschungsinteressen umfassen historisch informierte Musiktheorie (bspw. Kompositionslehren im Barock, Figurenlehre, Ästhetik von Generalpausen) sowie musiktheoretisch-didaktische Fragestellungen mit aktuellem Bezug zum Fachdiskurs (bspw. Instrumentationshören als Aufgabentypus für den Gehörbildungsunterricht).