Meisterklassen, Konzerte, Operetten, zeitgenössische Komposition und vieles mehr – zwischen Salzburg, Bad Ischl und Siena: An der Universität Mozarteum steht ein spannender und hochkarätiger Akademiesommer bevor.
ARCo – Art, Research and Creation Opus, die französisch-österreichische Akademie für zeitgenössische Komposition, ist eine Kooperation der Universität Mozarteum und der Gmem Marseille. Seit 2019 erhalten ausgewählte Teilnehmer*innen im Rahmen von ARCo in direkter Arbeit mit renommierten Coaches und professionellen Ensembles intensives Coaching und unmittelbares Feedback auf ihre Werke.
Universität Mozarteum
mtiogarcia@gmail.com
elisabeth.gutjahr@moz.ac.at
Gmem Marseille
+ 33 4 96 20 60 10
Schirmherrschaft
Bundespräsident Alexander Van der Bellen
Staatspräsident Emmanuel Macron
ARCo hat es sich zum Ziel gesetzt, Begegnung und Reflexion französischer und österreichischer Kultur im Fokus zeitgenössischer Musik bzw. Komposition zu fördern, sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln. Dies geschieht einerseits über ein Studien- und Coaching-Format entlang ausgewählter Kompositionen und Konzepte, anderseits über Konzerte, Gesprächsforen, Produktionen und Social Media. Sie knüpft damit an eine Tradition franko-österreichischer Wahlverwandtschaft an wie sie von Stefan Zweig, Peter Handke, Romain Rolland, Robert Musil und vielen anderen eindrucksvoll gelebt wurde.
Zwei herausragende Institutionen werden durch die Akademie miteinander verbunden: das GMEM in Marseille in unmittelbarer Nachbarschaft zum berühmten Festival in Aix-en-Provence und die Universität Mozarteum in nächster Nähe zu den Salzburger Festspielen. Die Akademie findet abwechselnd in Marseille und Salzburg statt. Eine Kooperation mit den beiden großen Festivals wird seit 2019 sukzessiv aufgebaut. Besonders talentierte, engagierte und fortgeschrittene Studierende und Postgraduates bilden die Zielgruppe, Themen wie kulturelle Verantwortung, Innovation, künstlerische Freiheit, Individuum und Gesellschaft, Europa 4.0, bieten wesentliche Herausforderungen. Unterstützung erhält das ARCo-Projekt ebenso durch die SACEM (Society of Authors, Composers and Publishers of Music) und durch Art Mentor Foundation Lucerne und weiteren Förderern.
Rund 50 Komponist*innen, Dozent*innen, Instrumentalist*innen, Sänger*innen und Dirigierstudierende aus aller Welt erarbeiten jährlich gemeinsam mit den renommierten französischen Ensembles Les Métaboles, Ensemble Multilatérale und dem Tana Quartet eigens für diesen Anlass komponierte Werke und bringen sie unmittelbar zur Aufführung.
Diese siebte Ausgabe wird vom 1. bis 12. Juli 2026 an der Universität Mozarteum stattfinden. Sie heißt 14 junge Komponistinnen und Komponisten aus aller Welt willkommen, ebenso wie 6 Gesangsstudierende, 4 Instrumentalstudierende, 1 Streichquartett und 1 Assistenzdirigenten. Die Kompositionsstudierenden werden von Elisabeth Gutjahr, Laure M. Hiendl, Sarah Nemtsov, Eva Reiter, Yann Robin und Clemens Gadenstätter betreut. Die Gesangs- und Instrumentalstudierenden erhalten Coachings von Valérie Philippin sowie den Solisten des Ensemble Multilatérale: Pieter Jansen, Matteo Cesari, Alain Billard und Pablo Tognan.
In diesem Jahr freut sich ARCo zudem, zwei renommierte Gastkünstler zu begrüßen, deren Schaffen die Offenheit der Akademie für die verschiedenen Dimensionen künstlerischer Kreation widerspiegelt:
Jean-Baptiste Barrière – Komponist, Forscher und Pionier auf dem Gebiet der Verbindungen zwischen Kunst, Wissenschaft und Technologie – wird einen öffentlichen Vortrag über die Herausforderungen und Chancen künstlicher Intelligenz im musikalischen Schaffen halten.
Wen Deqing wird Einblicke in seine Erfahrung des Komponierens für bewegte Bilder geben und seine besondere künstlerische Herangehensweise erläutern, die durch den Dialog zwischen östlichen und westlichen Musiktraditionen geprägt ist. Die Weltpremiere seines neuen Stummfilmkonzerts zu Filmen von Buster Keaton wird einer der Höhepunkte der diesjährigen Ausgabe sein.
ARCO ist ein Festival, sehr international und mit hochkarätigen Auftragskompositionen. Es kreiert ein ganz eigenes Format, das man so kein zweites Mal findet.
— Rektorin Elisabeth Gutjahr
ARCO ist die Weiterentwicklung aus einer vom französischen Komponisten Yann Robin gegründeten Akademie für zeitgenössische Musik und der vormalig deutsch-französischen Sommerakademie OPUS XXI, die beide der Idee folgte, hocharrivierte französische Ensembles internationalen jungen Komponistinnen und Komponisten zur Seite zu stellen, zu einer gemeinsamen und professionellen Finalisierung ihrer Werke bis hin zur öffentlichen Aufführung. Durch die staatliche Förderung, die Ensembles in Frankreich für Vermittlungsarbeit, die Vergabe von Kompositionsaufträgen und für Konzerte erhalten, kann ein außerordentlich hohes Level an Professionalität finanziert werden.
ARCO findet seit 2019 statt, seit 2022 im jährlichen Wechsel in Marseille in einer ehemaligen Tabakfabrik und an der Universität Mozarteum in Salzburg. Dadurch wird eine konträre, kreative Umgebung geschaffen, die auf ganz eigenwillige Art inspiriert. Das Kernteam von ARCO konzentriert sich vorranging auf die Komposition, 2022 waren erstmals auch Vokalist*innen aus dem Mozarteum sowie ein Dirigierstudierender mit dabei.