Amélie Niermeyer wird Präsidentin der Bayerischen Theaterakademie August Everding

12.06.2026
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© Amélie Niermeyer

Die Universitätsprofessorin und langjährige Leiterin des Thomas Bernhard Instituts Amélie Niermeyer übernimmt zum 1. Oktober 2026 die Leitung der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Mit dieser Berufung steht die international renommierte Regisseurin künftig an der Spitze der größten Ausbildungsstätte für Bühnenberufe im deutschsprachigen Raum. Wir gratulieren herzlich!

Seit 2011 ist Amélie Niermeyer Professorin für Schauspiel und Regie an der Universität Mozarteum, leitet das Department Schauspiel, Regie & Applied Theatre - Thomas Bernhard Institut und hat es über anderthalb Jahrzehnte maßgeblich geprägt.

Neben ihrer Lehr- und Leitungstätigkeit in Salzburg ist sie als Regisseurin im Schauspiel- und Musiktheater an weltweit führenden Häusern präsent – darunter die Wiener Staatsoper, das Theater in der Josefstadt, die Hamburger Staatsoper sowie das Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Am Salzburger Landestheater inszenierte sie zuletzt erfolgreich Mozarts Lucio Silla und Verdis Macbeth, ihre nächste Regiearbeit, Florian Leopold Gassmanns L’amore artigiano, wird im Mai 2027 Premiere feiern.


Die Berufung an die Münchner Institution bedeutet für Amélie Niermeyer auch eine Rückkehr an eine vertraute Wirkungsstätte. Bereits zu Beginn ihrer Laufbahn als Regieassistentin am Bayerischen Staatsschauspiel lernte sie den Akademie-Gründer August Everding persönlich kennen. Zudem führte sie ihre eigene künstlerische Arbeit früh an das Prinzregententheater, wohin Anfang der 1990er-Jahre ihre Inszenierung Memmingen vom Marstall übernommen wurde.

Für ihre künftige Präsidentschaft an der Bayerischen Theaterakademie hat Amélie Niermeyer eine klare Vision formuliert und möchte die Theaterakademie künftig noch stärker international vernetzen, neue Formate zwischen Theater, Musik und digitalen Medien entwickeln und die Zusammenarbeit mit den Münchner Bühnen weiter vertiefen. Die Akademie solle ein Ort sein, „an dem mutig experimentiert wird und junge Künstlerinnen und Künstler lernen, sich mit ihrer Kunst einzumischen“, beschreibt sie ihre Vision für die Zukunft der Theaterausbildung.