Stellungnahme zum Entwurf einer „School of Education“ des Bundesministeriums für Bildung
Das Rektorat, der Senat und die SOMA – School of Music and Arts Education der Universität Mozarteum Salzburg begrüßen grundsätzlich Bestrebungen zur Weiterentwicklung der Lehrer*innenbildung in Österreich. Der vorliegende Entwurf zur Einrichtung einer „School of Education“ wirft jedoch aus Sicht einer Kunstuniversität inhaltliche, strukturelle und bildungspolitische Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf die Professionalisierung von Lehrkräften in den künstlerischen Fächern (uniko – Pädagog*innenbildung an den Universitäten).
Kontakt
Mag. Helmut Schaumberger PhD, Vizerektor für Studium und Lehre
+43 676 88122 658 helmut.schaumberger@moz.ac.at
Univ.-Prof.in Mag.a Isabel Gabbe, Stv. Vorsitzende Senat
+43 676 88122 384 isabel.gabbe@moz.ac.at
Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Anna Maria Kalcher, Leiterin SOMA – School of Music and Arts Education der Universität Mozarteum Salzburg
+43 676 88122 362 anna_maria.kalcher@moz.ac.at
Diese basiert wesentlich auf der engen Verbindung von künstlerischer Praxis, Fachdidaktik und pädagogischer Reflexion. Diese Verzahnung ist an Kunstuniversitäten seit langem etabliert und umfasst intensive Praxisanteile, frühzeitige Schulpraxis sowie eine kontinuierliche künstlerische Entwicklung in professionellen Arbeitsumgebungen.
Eine Verlagerung oder stärkere Bündelung der Ausbildung an Pädagogischen Hochschulen wird kritisch gesehen, da dort vielfach die notwendige Infrastruktur, Ausstattung und personelle Expertise für eine gleichwertige künstlerisch-pädagogische Professionalisierung fehlen.
Die Universität Mozarteum Salzburg betont, dass künstlerische und pädagogische Kompetenzen nicht getrennt voneinander entwickelt werden können. Kunstuniversitäten bieten hierfür einen einzigartigen Rahmen, in dem Vermittlungskompetenzen direkt aus der künstlerischen Praxis entstehen und reflektiert werden.
Zudem würden für alle Universitäten neue institutionelle Parallelstrukturen bestehende Synergien gefährden, Doppelgleisigkeiten schaffen und zusätzliche administrative sowie finanzielle Belastungen verursachen, ohne einen erkennbaren Qualitätsgewinn zu bringen.
Wir plädieren daher nachdrücklich dafür, die bestehenden Strukturen an Universitäten zu stärken und weiterzuentwickeln, anstatt parallele Systeme zu etablieren.