Neun Berufungen an der Universität Mozarteum

02.10.2026
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Mit Beginn des Wintersemesters 2026/27 erweitert die Universität Mozarteum ihr Professorium um neun international renommierte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen. Die Berufungen reichen von Violine und Klavier über Orchesterdirigieren und Musiktheorie bis hin zu Technik- und Designdidaktik.

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Mit Lisa Batiashvili, Christian Thielemann, Claudio Martínez Mehner, Vlad Stanculeasa, Gabriele Carcano, Alexej Outekhin, Itamar Golan kommen international etablierte Musikerpersönlichkeiten neu an die Universität. Marcus Aydintan und Martin Murer ergänzen das Professorium in Musiktheorie sowie Technik- und Designdidaktik. Die Berufungen verbinden langjährige internationale Bühnen- und Lehrerfahrung mit unterschiedlichen künstlerischen und wissenschaftlichen Perspektiven.

Die neuen Professor*innen im Überblick

Lisa Batiashvili – Violine

Die georgisch-stämmige deutsche Geigerin Lisa Batiashvili zählt zu den international renommiertesten Violinist*innen ihrer Generation. Sie arbeitet regelmäßig mit führenden Orchestern und Dirigent*innen zusammen und ist als Solistin und Kammermusikerin weltweit präsent. 2021 gründete sie die Lisa Batiashvili Foundation zur Förderung junger georgischer Musiker*innen. Für ihr künstlerisches und gesellschaftliches Engagement wurde sie vielfach ausgezeichnet. An der Universität Mozarteum übernimmt sie ab Oktober 2026 eine Professur für Violine.

Christian Thielemann – Orchesterdirigieren

Christian Thielemann gehört zu den international profiliertesten Dirigent*innen unserer Zeit. Seine jahrzehntelange Erfahrung an Opernhäusern und mit führenden Orchestern bildet die Grundlage für seine Lehrtätigkeit am Mozarteum. Ab Oktober 2026 wird er als Universitätsprofessor für Orchesterdirigieren unterrichten. Unterstützt wird er dabei von seinem langjährigen musikalischen Assistenten Jobst Schneiderat und dem Mozarteum-Dozenten Martin Fuchsberger.

Claudio Martínez Mehner – Klavier

Der in Bremen geborene Pianist und Pädagoge Claudio Martínez Mehner verfügt über eine internationale Karriere als Solist und Pädagoge. Seine Ausbildung führte ihn unter anderem nach Madrid, Moskau, Freiburg, Como und Baltimore, wo er bei renommierten Pianisten wie Dmitri Bashkirov, Vitalij Margulis und Leon Fleisher studierte. Als Solist konzertierte er u.a. in Europa, Nordamerika und Asien; zugleich ist er international als Klavierpädagoge gefragt. Ab Oktober 2026 übernimmt er eine Professur für Klavier an der Universität Mozarteum. Sein Ziel ist der Aufbau einer vielfältigen Klavierklasse, in der musikalische Neugier, stilistische Offenheit und persönliche Ausdruckskraft zusammenfinden.

Vlad Stanculeasa – Violine

Der rumänische Geiger Vlad Stanculeasa bringt Erfahrungen als Solist, Kammermusiker, Konzertmeister und Pädagoge nach Salzburg. Er war unter anderem Konzertmeister des Göteborger Symphonieorchesters, des Spanischen Nationalorchesters und des Basler Kammerorchesters. Derzeit ist er Konzertmeister des Rotterdam Philharmonic Orchestra. Er arbeitet regelmäßig mit internationalen Orchestern und Künstler*innen zusammen und ist Gründer und künstlerischer Leiter der NUME Academy & Festival. Ab Oktober 2026 lehrt er als Universitätsprofessor für Violine am Mozarteum.

Gabriele Carcano – Klavier

Der italienische Pianist Gabriele Carcano ist als Solist und Kammermusiker auf internationalen Bühnen tätig. Seine Ausbildung absolvierte er unter anderem in Turin und Paris; zu seinen musikalischen Mentoren zählen Aldo Ciccolini, Nicholas Angelich, Richard Goode und Alfred Brendel. Carcano gastierte in bedeutenden Konzertsälen Europas, Nordamerikas und Asiens und arbeitet regelmäßig mit renommierten Kammermusiker*innen zusammen. Seit 1. Oktober 2026 ist er Universitätsprofessor für Klavier am Mozarteum.

Marcus Aydintan – Musiktheorie

Marcus Aydintan verbindet Musiktheorie, Gehörbildung und Analyse mit Komposition und Neuer Musik. Er studierte Musiktheorie, Komposition und Musikpädagogik in Hannover und Salzburg und war vor seiner Berufung nach Salzburg an mehreren Musikhochschulen tätig, zuletzt an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten zählen die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Fragen der Methodik von Musiktheorie und Gehörbildung. Seit 1. Oktober 2026 ist er Universitätsprofessor für Musiktheorie am Mozarteum.

Alexej Outekhin – Klavier und Didaktik

Der in Riga geborene Pianist und Pädagoge Alexej Outekhin studierte an der Hochschule für Musik Würzburg und am Staatlichen Konservatorium „N. A. Rimski-Korsakow“ in St. Petersburg. Als Pianist konzertierte er in zahlreichen europäischen Städten sowie in Russland und Japan und ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe. Parallel zu seiner Konzerttätigkeit widmet er sich intensiv der Klavierpädagogik und Fachdidaktik. Er lehrte unter anderem an der Hochschule für Künste Bremen und der Hochschule für Musik Würzburg. Seit dem Wintersemester 2026/27 ist er Universitätsprofessor für Klavier und Didaktik an der Universität Mozarteum Salzburg.

Itamar Golan – Klavier und Kammermusik

Der israelische Pianist Itamar Golan ist international vor allem als gefragter Kammermusiker bekannt. Bereits als Kind begann er öffentlich aufzutreten; seine Ausbildung führte ihn schließlich an das New England Conservatory in Boston. Golan arbeitete mit zahlreichen bedeutenden Musiker*innen zusammen und ist seit vielen Jahren an internationalen Konzertpodien und Festivals präsent. Neben seiner Tätigkeit als Konzertmusiker ist er auch als Pädagoge tätig. Am Mozarteum ist er Universitätsprofessor für Klavier und Kammermusik.

Martin Murer – Technik- und Designdidaktik

Martin Murer erweitert das Professorium um eine Perspektive an der Schnittstelle von Gestaltung, Technologie und Forschung. Als Designer, Forscher und Lehrender beschäftigt er sich unter anderem mit Human-Computer Interaction, materialbasierter Gestaltung und digital-physischen Artefakten. Seine Arbeit verbindet kreative Praxis mit Fragen des Lernens und Vermittelns. Am Mozarteum übernimmt Murer eine Professur für Technik- und Designdidaktik und stärkt damit den interdisziplinären Bereich zwischen Kunst, Design, Technologie und Pädagogik.