In memoriam Matthias Herbst

07.07.2026
In memoriam

Die Universität Mozarteum nimmt Abschied von Matthias Herbst, emeritierter ordentlicher Universitätsprofessor für Bildnerische Erziehung, engagierter Pionier der Kunstpädagogik und hochgeschätzter Kollege.

O. Univ.-Prof. em. Mag.art. Matthias Herbst
21.2.1933–23.6.2026 

Der gebürtige Salzburger studierte nach der Absolvierung der Lehrerbildungsanstalt von 1955–1960 an der Akademie der bildenden Künste in Wien in der Meisterklasse von Prof. Christian Ludwig Martin sowie an der Universität Wien. Er erwarb das Diplom als Akademischer Maler und Grafiker und legte Lehramtsprüfungen in den Fächern Bildnerische Erziehung, Werkerziehung sowie Geschichte ab. Als leidenschaftlicher Pädagoge war er sowohl als Volks- und Hauptschullehrer als auch als Mittelschullehrer tätig und unterrichtete an der Bundeslehrerbildungsanstalt. Von 1968–1976 war er Professor an der Pädagogischen Akademie des Bundes in Salzburg für Bildnerische Erziehung und Werkerziehung.

1976 wurde er als Professor für Bildnerische Erziehung (Lehrkanzel) an die damalige Hochschule Mozarteum berufen. Als erster Abteilungsleiter gestaltete Matthias Herbst maßgeblich den Aufbau der Abteilung für Kunsterziehung (heute Department für Bildende Künste und Gestaltung) und legte damit das Fundament für Generationen von Kunstpädagog*innen.

Im Zuge seiner 25-jährigen Tätigkeit am Haus begleitete er weit über 190 Studierende und betreute fast einhundert wissenschaftliche Arbeiten. Es war ihm stets ein tiefes Anliegen, den wissenschaftlich-künstlerischen Nachwuchs zu fördern – so ermöglichte er im Rahmen des interuniversitären Doktoratsstudiums seinem Assistenten und seiner Assistentin de ersten Promotionen im Fach Kunstpädagogik an der Universität Mozarteum. Zuletzt wirkte er als Gutachter für die Habilitationskommission der Universität / Akademie der bildenden Künste Wien, er emeritierte mit 1. Oktober 2001.

Matthias Herbst verstand es auf einzigartige Weise, künstlerische Praxis mit pädagogischer Verantwortung zu verbinden. Sein visionärer Einsatz für die Kunstpädagogik, seine integre, hilfsbereite, für interdisziplinäre Zusammenarbeit offene Persönlichkeit und sein unermüdliches Wirken für die Studierenden werden weit über sein Schaffen hinauswirken.

Die Universität Mozarteum wird ihm stets ein dankbares und ehrendes Andenken bewahren. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm verbunden waren.

Rektorat und Senat

Universität Mozarteum Salzburg