Open Arts

Master

Das Salzburg Open Arts Program ist ein freies Kunststudium, das den Bereich des Inter-, Trans-, Cross-, Multi- und Undisziplinären als eigenständiges künstlerisches und theoretisches Handlungsfeld erkundet und damit den vielfältigen Realitäten der Welt begegnet. In einem fließenden Prozess des Austauschs, der respektvollen Kommunikation, der konstruktiven Auseinandersetzung und des Transfers entsteht ein Raum zwischen Disziplinen, Wissenschaften und Künsten sowie zwischen Individuum und Gemeinschaft. 

Studien- & Prüfungsmanagement
+43 676 88122 492
studienabteilung@moz.ac.at

Umfang
4 Semester / 120 ECTS-AP

Unterrichtssprache
Deutsch

Anmeldezeitraum
01.02.–28.03.2026

Aufnahmeprüfung
27.-30.04.2026 (online) sowie
01.-03.06. (vor Ort)

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Online Studieninfo-Termine

  • Mittwoch, 25.3.2026
    16:00-17:00 Uhr
    Link

Im Zentrum des Masterstudiums steht die künstlerische Praxis, die individuell von Lehrenden der gesamten Universität Mozarteum co-betreut und mentoriert wird. Das Studium richtet sich an Studierende aus allen Fachbereichen und gesellschaftlichen Hintergründen, die in ihrer künstlerischen Praxis disziplinäre Grenzen aufbrechen, diese gegenüber den Herausforderungen unserer Zeit - bezogen auf den sozialen, ökologischen und technologischen Wandel - positionieren und zukunftsorientiert nachhaltig neue Wege eröffnen wollen. 

Da das Salzburg Open Arts Program ein dezidiert inter-, trans-, multi- bzw. auch undisziplinäres Studium ist, ist die Bewerbung offen für Studierende aus allen künstlerischen und wissenschaftlichen Fachbereichen, die nach einem absolvierten Studium in ihrer künstlerischen Praxis disziplinäre Grenzen überwinden und zukunftsorientiert nachhaltige neue Wege eröffnen möchten.  

Das Studium fördert die Entwicklung einer eigenen künstlerischen Praxis über Grenzen von Disziplinen hinweg, stärkt die Fähigkeit zur kritischen Reflexion und Selbstreflexion und ermutigt dazu, neue Felder und Ausdrucksformen in der Kunst zu entdecken und zu erschließen. 

Dabei wird dem interdisziplinären experimentellen Feld von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft eine zentrale Bedeutung gegeben. Somit qualifizieren sich die Studierenden für die Entwicklung und Erschließung von Künsten und Bereichen, die sich im Zuge des gesellschaftlichen Wandels aktuell entwickeln oder noch entwickeln werden. 

Studierenden können sich mit dem Master auch auf ein künstlerisches oder ein künstlerisch-wissenschaftliches Doktorat vorbereiten.  

Das Curriculum ist kompetenzorientiert. Studierende sollten nach Absolvierung des Masterstudiums Open Arts: 

  • In der Lage sein, sich experimentell, aber auch reflektierend mit Konzepten und Methoden aus verschiedenen künstlerischen und wissenschaftlichen Disziplinen auseinanderzusetzen, diese anzuwenden, sowie in aktuelle Diskurse und Dialoge zu bringen. 

  • ein Verständnis von disziplinären und *disziplinären+ Praktiken und deren Kontextualisierung in zeitgenössischen Kunstformen entwickelt haben,  

  • mit unterschiedlichen Medien, Materialien und Technologien zur Realisierung künstlerischer Projekte/Prozesse umgehen können und diese weiterentwickeln können. 

  • *disziplinäre+ Vorhaben erfolgreich organisieren, planen und prozessual, sowie kooperativ umsetzen können. 

  • Zugänge zu Theorien und Methoden entwickelt haben und in der Lage sein, diese in die eigene Praxis zu integrieren und entsprechende Formen zu schaffen, diese zu präsentieren, zu kommunizieren und zu dokumentieren. 

  • künstlerische und wissenschaftliche Arbeitstechniken (in Bezug zur eigenen Praxis) beherrschen und künstlerische und wissenschaftliche Inhalte analysieren, interpretieren, schriftlich ausarbeiten und vermitteln können, 

  • in der Lage sein, die eigene künstlerische Praxis zu reflektieren, zu kommunizieren, weiterzuentwickeln und deren Relevanz vor dem Hintergrund der sozialen, ökologischen und technologischen Herausforderungen zu positionieren,  

  • ein kritisches Bewusstsein für gesellschaftliche, politische und kulturelle Kontexte entwickelt haben,   

  • sich ihrer Vermittlungs- und Übersetzer*innenrolle zwischen Theorien und Praktiken, künstlerischen und wissenschaftlichen Disziplinen bewusst sein und diese ausfüllen, 

  • angesichts sich wandelnder globaler Zusammenhänge in der Lage sein, ethisch zu denken und zu handeln, um eine nachhaltige, inklusive und diverse, demokratische Welt mitzugestalten.   

  • in der Lage sein, neue Perspektiven, Zugänge und Erkenntnisse zu formulieren,    

  • durch gezielte Vertiefung im Rahmen der (Freien) Wahlfächer eine Spezialisierung erfahren haben, die auch für die künstlerische und gesamtgesellschaftliche Weiterentwicklung von Interesse sein kann und gleichzeitig ihre individuellen Interessen im Sinne des lebenslangen Lernens über das eigene Fachgebiet hinaus weiterzuentwickeln. 

Das Studium erstreckt sich über vier Semester, in denen die Studierenden kontinuierlich an ihren Projekten arbeiten. Diese können bereits Bestandteile des Masterprojekts sein. Dabei erhalten sie individuelle Betreuung und Unterstützung.  

  • Künstlerische Praxis: Im Zentrum des Studiums steht die (individuelle) künstlerische Praxis/Projekt, die/das disziplinäre Grenzen ausloten und überschreiten soll.

  • Fokus: Hier können gezielt Inhalte und Methoden einer anderen, spezialisierten Disziplin in den Blick genommen werden, die für das eigene Projekt relevant sind. Den Studierenden steht das gesamte Angebot der Universität Mozarteum zur Verfügung. Nach Maßgabe und Angebot wird die individuelle Praxis von Lehrenden der am Mozarteum angesiedelten Departments und Institute co-betreut.

  • Forum: Hier findet der regelmäßige Austausch zwischen den Studierenden (aller Jahrgänge), den Lehrenden, Co-Betreuenden und auch externen Partner:innen statt

  • (Dis-)Positionen: In den (Ring-)Vorlesungen bieten internationale Gäste und Expert*innen im ersten und dritten Semester neue Perspektiven und Impulse.

  • Reflexionen:  Diese Seminare finden in den ersten drei Semestern statt. Es geht um die Reflexion künstlerischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen und ihrer Wirkung auf die eigene Praxis.

  • Methoden: In diesem Workshopformat werden Methoden und Techniken, insbesondere auch unkonventionelle experimentelle Ansätze praktisch und kollektiv erprobt und erarbeitet, insbesondere solche, die sich im Zuge des sozialen, ökologischen und technologischen Wandels verändern.

  • Exkursionen: Im zweiten und dritten Semester werden Exkursionen durchgeführt.  

  • Freie Wahlfächer: Die Wahlfächer können insbesondere durch eine Schwerpunktsetzung über den Fokus gewählt werden. 

Das Studium ist offen, hierarchiefrei und kollektiv gestaltet. Lehrveranstaltungen können bei Kapazitäten von externen Interessierten besucht werden und finden auf Deutsch und Englisch statt.  

Eine ausführliche Anleitung mit Screenshots finden Sie hier.
Schauen Sie sich gerne die FAQs zur Anmeldung in Muvac an, wenn Sie bei einem Schritt nicht weiterkommen.


Zur Anmeldung sind mehrere Schritte notwendig. Bewerber*innen, die bereits an einer österreichischen Universität studiert haben, beginnen mit Schritt 3.

1. Erstellung eines Basisaccounts in MOZonline
2. in MOZonline: Ausfüllen der verpflichtenden Statistik UHstat1 (Voranmeldung zum Studium) und Notieren der Antragsnummer (wird in der Bestätigungs-E-Mail mitgeteilt)
3. Erstellen eines Bewerbungsaccounts in Muvac
4. Ausfüllen des eigenen Profils in Muvac (in jedem Fall notwendig: persönliche Daten, Angabe der Expertise passend zum Studienwunsch, im Lebenslauf: aktuelle Beschäftigung sowie eine Angabe zur bisherigen Ausbildung)

im Bewerbungszeitraum:
 
5. Aufrufen des gewünschten Studiums in Muvac (unter Durchsuchen -> Studium)
6. Ausfüllen des Bewerbungsformulars in Muvac („Jetzt bewerben“) – im Formular ist an der entsprechenden Stelle die Antragsnummer (siehe Schritt 2) oder die österreichische Matrikelnummer anzugeben

Bitte beachten Sie:
Die Bewerbung ist erst gültig, wenn Sie in Ihrer Bewerbung in Muvac auf "Bewerbung absenden" klicken und anschließend eine grüne Erfolgsmeldung von Muvac angezeigt bekommen. Die Erstellung eines Basisaccounts in MOZonline (Schritt 1) oder die Erstellung eines Profils in Muvac (Schritt 4) sind noch keine gültige Bewerbung! 
Nach erfolgreichem Absenden erhalten Sie eine E-Mail von Muvac, die bestätigt, dass Ihre Bewerbung eingegangen ist. Außerdem können Sie selbst nach dem Login in Muvac unter Menü -> Bewerbungen den Status Ihrer Bewerbung überprüfen.

Die Kommunikation während des Bewerbungsverfahrens erfolgt je nach Studium über Muvac oder E-Mails. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie während des gesamten Bewerbungsverfahrens unter der im Profil eingetragenen E-Mailadresse erreichbar sind und regelmäßig überprüfen, ob Sie in Muvac neue Nachrichten erhalten haben. Sie können in Ihrem eigenen Profil einstellen, dass Sie bei neuen Nachrichten in Muvac per E-Mail informiert werden (Kontoeinstellungen -> Benachrichtigungen).
Sollten sich Änderungen bei Ihren Kontaktdaten ergeben, so aktualisieren Sie Ihr Profil bitte selbstständig.

Das Bewerbungsverfahren zum MA Open Arts ist folgendermaßen aufgebaut:

  • Online-Anmeldung und Einreichung der Mappe vom 01. Februar 2026 bis 28. März 2026 (Anleitung siehe oben! Bei Fragen melden bei studieninfo@moz.ac.at)
  • Teil 1 der Prüfung: Online-Gespräch (ca. 10-15 Minuten) nach erfolgter Einladung zwischen 27. und 30. April 2026
  • Teil 2 der Prüfung: Workshop und Gespräch vor Ort in Salzburg nach erfolgter Einladung zwischen 01. und 03. Juni 2026. Die Einladung erfolgt ca. 2 Wochen vor dem Prüfungstermin.

Folgende Unterlagen müssen im Zuge der Online-Anmeldung vollständig hochgeladen werden: 

  • Bachelorzeugnis (oder Abschlusszeugnis eines gleichwertigen Studiums). Sofern noch kein Bachelorabschluss vorliegt, ist eine Inskriptionsbestätigung bzw. eine offizielle Bestätigung über den geplanten Abschluss hochzuladen.
  • Vollständige Fächer- und Notenübersicht (Transcript of Records) des Bachelors.
  • Bewerber*innen mit ausländischen Unterlagen müssen neben dem jeweiligen Original eine amtliche Übersetzung ihrer Dokumente in Deutsch oder Englisch beifügen.
  • Deutschnachweis (zum Zeitpunkt der Zulassung: A2).
  • Bei nicht-künstlerischen Vorstudien ist zudem der Nachweis einer künstlerischen Tätigkeit bzw. Berufspraxis bspw. in folgender Form zu erbringen: Nachweis der Berufstätigkeit durch Dienstgebende/Kurator*innen, Dokumentation der künstlerischen Tätigkeit (wie Programmhefte, Flyer, Bildmaterial, Presseartikel oder Feedback).  

Darüber hinaus ist eine Mappe mit folgendem Inhalt (PDF-Dokument) hochzuladen: 

  • ein Konzept zu einem inter-, trans-, cross-, multi- oder undisziplinären Vorhaben/Projekt, das ggfs. im Laufe des Studiums weiterentwickelt, adaptiert oder realisiert werden könnte, inkl. einer kritischen Reflexion zu diesem, aus der eine Positionierung zu den Herausforderungen unserer Zeit (sozial, ökologisch, technologisch) sichtbar wird. Das Konzept soll eine Länge von 1-2 Seiten umfassen. 
  • Mit dem Vorhaben sollten bestenfalls 2 andere Departments/Institute der Universtiät Mozarteum vorgeschlagen werden, mit welchen eine hypothetische Kollaboration möglich wäre. 
  • ein Portfolio ausgewählter künstlerischer Arbeiten, dokumentiert in einer der Arbeiten/künstlerischen Praxis angemessenen Form (Links nur mit Kurzbeschreibungen) 
  • eine Erklärung mit folgendem Wortlaut: „Ich versichere, dass ich die in den Bewerbungsunterlagen vorliegenden Arbeiten selbst gefertigt und konzeptioniert habe.“
  • Motivationsschreiben (ca. eine Seite)
  • tabellarischer Lebenslauf

Die Arbeiten/Dokumente sind digitalisiert (Scans, Foto etc.) und mit einem Deckblatt (Foto, Name, PLZ, Wohnort, Geburtsdatum, Straße, Telefonnummer, Schulabschluss, Mail und einer Angabe zur bisherigen Berufsausbildung, Datum und Unterschrift) als ein zusammenhängendes PDF-Dokument hochzuladen. Es wird nur ein Upload akzeptiert.
Die maximale Dateigröße beträgt 25 MB.

Online-Gespräch, Workshop und Gespräch vor Ort 

Teil 1: Online-Gespräch

Zum ersten Teil der Zulassungsprüfung gehört ein Onlinegespräch mit der Prüfungskommission nach Einladung, bei dem sich die Bewerber*innen mit ihrem Projekt vorstellen.  

Bei erfolgreicher Begutachtung des Online-Gesprächs erfolgt eine Einladung zur Aufnahmeprüfung in Salzburg. 

Teil 2: Workshop und Gespräch vor Ort

Hier werden den Bewerber*innen Aufgaben gestellt, die sowohl individuell als auch kollektiv zu bearbeiten sind. 

Die Bewerber*innen kontextualisieren ihre Projekte/ihre Praxis unter neuen Gesichtspunkten von Open Arts (ca. 15 Minuten). Zusätzlich findet ein ca. 10-minütiges Gespräch mit der Prüfungskommission zu Motivation, Hintergrund, Vorstudien, Erwartungen und Berufsperspektiven statt. 

Prüfungsanforderungen: Die Zulassungsprüfung vor Ort besteht aus mehreren praktischen Teilen (bspw. in den Bereichen Originalität, Impulsgebung und Reflexion). Zudem werden in einem Gespräch mit der Prüfungskommission konzeptionelle Fähigkeiten, ein Bewusstsein zur künstlerischen Positionierung von Projekten und das Kontextualisierungsvermögen in Bezug auf gesellschaftliche, künstlerische und wissenschaftliche Handlungsfelder in Erfahrung gebracht. 

Abweichende Prüfungsmethode 

Es wird darauf hingewiesen, dass die Universität Mozarteum Salzburg bei Vorliegen einer Behinderung bzw. einer chronischen Erkrankung verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten bei der Zulassungsprüfung und während des Studiums anbietet.
Falls dies für Sie zutrifft und Sie eine Beratung in Anspruch nehmen möchten, dann wenden Sie sich bitte an Claudia Haitzmann: claudia.haitzmann@moz.ac.at oder +43 676 88122 337.

News

  • SolarThreads_Points | © Charles Stankievech
    3.10.2025
    Ringvorlesung Dis-Positionen 

    Die Vorlesungsreihe Dis-Positionen ist eine Lehrveranstaltung, die im Curriculum des Masters Open Arts verankert ist. Gäste, Künstler*innen, Expert*innen präsentieren hier Werke, Methoden und Positionen, die disziplinäre Grenzen ausloten oder überschreiten. Die Auseinandersetzung mit aktuellen Ansätzen, Positionierungen, Diskursen und Theorien aus Kunst, Design, Musik, Philosophie, Kunst- und Medienwissenschaft, bis hin zu ganz anderen Wissenschaften, Ökologie, Technologie und deren Zusammenspiel in *disziplinären+ Projekten bildet den Auftakt für einen Abend mit offenem Ende und Diskussionen zu Gesellschaft, Politik, Nachhaltigkeit, Technologie und Zukunft.

    News
  • MOTHER FLUCTUATION von Akira Wakita – Data Art & Science Project @ Futurelab Night 2023 im Deep Space 8K | © Markus Schneeberger
    23.5.2025
    Open Call: Artist-in-Residence Program 

    Under the title "Staging Realities" Mozarteum University invites media artists and artist collectives to apply for a funded residency to create an interactive, multi-user XR performance in the newly built X-Reality-Lab. Fully operational in winter 2025, the Lab features cutting-edge projection-based XR technology and is supported by the open-source software framework mozXR developed in cooperation with the Ars Electronica Futurelab.

    Ausschreibung
  • © Irina Gavrich
    16.12.2024
    Perspektivenwechsel 

    Paul Feigelfeld ist seit Oktober Univ.-Prof. für Digitalität und kulturelle Vermittlung am Institut für Open Arts der Universität Mozarteum. Er erforscht transkulturelle Ansätze zur Medien- und Wissensgeschichte, kritische Perspektiven auf Technologien und deren Schnittstellen zu Kunst und Design.

    Interview
  • Christopher Lindinger | © Florian Voggeneder
    31.8.2023
    Christopher Lindinger tritt Professur für Kunst & Digitalität an 

    Christopher Lindinger ist Innovationsforscher, Informatiker und Kulturmanager. Er war Mitbegründer des Futurelabs der Ars Electronica in Linz und Co-Direktor des Medienlabors der Ars Electronica, bis er 2019 zum Vizerektor an der JKU Linz bestellt wurde. Am 1. Oktober 2023 tritt er eine Professur für Kunst & Digitalität an der Universität Mozarteum an.

    News
Big Heartedness, Be My Neighbor | © Moca: Pipilotti Rist

Ich würde gerne daran glauben, dass Kunst die Welt verändern kann.

— P. Rist

Personen

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© Irina Gavrich
Paul Feigelfeld

Univ.-Prof. für Digitalität und kulturelle Vermittlung (Medienwissenschaften) / Beauftragter für gute wissenschaftliche Praxis

Senat
Lehrende*r
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Studierende

Caroline Baas wurde 1997 in Berlin geboren. Sie studierte zunächst Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien und absolvierte nach ihrem Bachelor im Jahr 2018 ein Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar. 2022 schloss sie dieses mit Auszeichnung ab.

Seitdem arbeitet sie am Burgtheater (2020–2023) und am Landestheater Niederösterreich (seit 2022) sowie vor der Kamera, zuletzt für die Serie „Das Vergessen“ (ARD/ORF). 

Im Master Open Arts beschäftigt sie sich mit dem Spieltrieb, hybriden Theater-Games und arbeitet an interaktiven Formaten und Objekten. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind unter anderem Kommunikation, Desinformation, Deepfakes und Gruppendynamiken

Pilar James Borower wurde 1998 in Wien geboren. Nach einem kurzen Ausflug in die Philosophie an der Universität Wien studierte sie Schauspiel am Max Reinhardt Seminar, welches sie mit dem Diplom abschloss. Sie spielte unter anderem am Burgtheater Wien, am Volkstheater Wien und am Volkstheater München. Sie lebt und arbeitet in Wien und Salzburg als freischaffende Malerin und Schauspielerin. Sie stellte ihre Werke bereits in verschiedenen Wiener Off-Spaces aus, darunter in der Garage Grande und zuletzt im Funkhaus Wien.

Seit 2025 studiert sie im Master Open Arts und arbeitet vor allem an der Schnittstelle von Malerei, Film und Performance. Sie beschäftigt sich mit Leerstellen, Auslassungen und fragmentarischen Bildräumen ebenso wie mit den Grenzbereichen von Körper und (Um-)Welt, die sie immer wieder neu auslotet. Sie fokussiert sich auf das Dazwischen, in dem Bedeutung offenbleiben kann.

Im Rahmen des Masters entwickelt und realisiert sie einen Body-Horror-Film über körperliche Verschiebungen und verbindet dabei malerische, performative, dokumentarische genauso wie absurde Ebenen.

Roberto Carlos Gonzalez Bautista ist ein aus Mexiko stammender Grafikdesigner, der an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und visueller Kommunikation arbeitet.

Sein Portfolio umfasst Identitätsentwicklung, Illustration und multimediale Gestaltung. Sein Interesse gilt vor allem transkulturellen Narrativen und gemeinschaftsorientierten Perspektiven. Er entwickelt audio-visuelle Systeme, die kulturelles Erbe würdigen und zugleich zeitgenössische Ausdrucksformen einbeziehen und kooperiert gerne mit Künstler*innen, kulturellen Institutionen und Organisationen, die gemeinsam nach authentischen Lösungen suchen.

Seine Forschungsinteressen umfassen Themen wie Erinnerung, Wandel, Transformation, Hybridisierung, Identität, Technologie, Träume sowie zeitgenössische und archaische Mythologien und Poesie. Er arbeitet mit unterschiedlichen Methoden und realisiert seine Arbeiten in analogen sowie virtuellen Räumen.

Sophias Forschungspraxis bewegt sich an den Schnittstellen von Materialität und Virtualität und nimmt insbesondere die prozesshaften, relationalen sowie kulturell situierten Bedingungen von Wissensproduktion in den Blick. Wissen erscheint in dieser Perspektive nicht als statische Entität, sondern als dynamisches Gefüge, das sich in kontinuierlichen Aushandlungsprozessen zwischen Körpern, Technologien und symbolischen Ordnungen formiert.

Ein zentrales Interesse gilt der Körperlichkeit als epistemischem Medium sowie der performativen Störung etablierter Ordnungen. Der Körper wird dabei nicht nur als Träger von Erfahrung, sondern als aktiver Ort der Wissensgenerierung verstanden, an dem sich hegemoniale Strukturen verschieben und alternative Formen des Erkennens artikulieren lassen. In diesem Kontext untersucht sie, wie durch gezielte Irritationen und Interventionen normative Wissensregime destabilisiert und neue Erkenntnispotenziale freigesetzt werden können.

Ihre künstlerisch-wissenschaftliche Praxis ist bisher geprägt von experimentellen, transdisziplinären - bisweilen bewusst „undisziplinierten“ - Performances und Fotografien, die die Verschränkung von Kunst und Wissenschaft produktiv machen. Diese Arbeiten operieren im Spannungsfeld von Theorie und Praxis und eröffnen Zugänge zu neuem Wissen, indem sie den Körper als Erfahrungsraum ins Zentrum rücken. Hier wird Wissensproduktion als ein situierter, verkörperter und nicht-hegemonialer Prozess begriffen, der sich jenseits disziplinärer Grenzziehungen entfaltet und alternative epistemische Horizonte erschließt. Sophia ist in der Berliner Medienwissenschaft verankert und schließt derzeit ihr Masterstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin ab. 

Renée Kraemer, 1997 in Hamburg geboren, ist eine interdisziplinär arbeitende Künstlerin mit Wurzeln im Theaterbereich, wo sie als Kostüm- und Bühnenbildnerin tätig ist. Nach ihrem Studium an der Hochschule Hannover - University of Applied Sciences and Arts – sammelte sie über zwei Jahre Berufserfahrung im Bereich Ausstattung am Schauspielhaus Zürich.

Angetrieben von einem starken Interesse an künstlerischen Gestaltungsprozessen sowie Forschung und Entwicklung setzt sie ihr Studium am Institut für Open Arts fort, um ihre Expertise im interdisziplinären und transdisziplinären Bereich zu erweitern.

In ihrer künstlerischen Forschung und Arbeit verknüpft sie verschiedene Aspekte des Alltags unter Berücksichtigung des kapitalistischen Systems, das alle Lebensbereiche durchdringt. Durch die Kombination konkreter Lebens- und Stadträumen mit Bildern der Popkultur, mit denen sich viele identifizieren können, sowie durch den Vergleich mit utopischen und dystopischen Aspekten realer und fiktiver Welten, widmet sie sich derzeit vor allem der Kapitalismuskritik mit den Methoden des Comics.

Iván-Manuel ist ein chilenischer Komponist und Multimedia-Künstler mit einem Abschluss in Musik und einem Masterabschluss in Komposition. Seine künstlerische Tätigkeit hat bereits verschiedene Teile der Welt erreicht, darunter Korea, die Schweiz, Spanien, Italien, Österreich, Deutschland, die Vereinigten Staaten, Argentinien, Peru und Chile.

Ivan-Manuél Tapia Brunos Arbeit umfasst ein breites Spektrum an Genres, darunter Kammermusik, sinfonische und chorische Musik sowie elektroakustische Musik, ebenso wie Performance und Installation. Seine Arbeit speist sich aus vielfältigen Einflüssen, insbesondere aus der Spektralmusik des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts, aus jüngeren Ansätzen der Klangskulptur sowie aus philosophischen Perspektiven des Posthumanismus. Derzeit erforscht er die Möglichkeiten des Multimedialen als Student im Postgraduate Certificate in Composition sowie im Masterstudiengang Open Arts am Mozarteum Salzburg.

Ivan-Manuél Tapia Brunos Masterprojekt Glitched Archive konzentriert sich auf die Erforschung des Archivs als kreatives Werkzeug sowie des Glitchs als ästhetisches und poetisches Mittel. Letzteres wird als eine disruptive Kraft verstanden, die durch die Störung der ästhetischen Dimension und die Legitimierung des „Fehlers“ systematische Hierarchien infrage stellt. Archivmaterialien werden mit fiktionalen Elementen verwoben, um die Grenzen der Repräsentation zu verschieben und die Unterscheidung zwischen Realität und Fiktion zu problematisieren.

Als zentrales Ergebnis dieser Forschung konzipiert Tapia Bruno ein Musiktheater- und Multimediawerk (ca. 60 Minuten, ca. 20 Musiker:innen) mit einem Libretto von Felipe Pizarro, dessen Handlung um ein fiktives Institut für Semiotik einer ebenso fiktiven chilenischen Universität kreist, welches aktuell in Salzburg residiert und zur Figur Walter Raufs forscht.

Dieses Forschungsteam erstellt ein Archiv aus chilenischen, deutschen und österreichischen Dokumenten, die als Grundlage für die Untersuchung der verschiedenen Schichten der Figur dienen: SS-Obersturmbannführer, illegaler Migrant, Berater der DINA (chilenische Geheimpolizei) und handwerklicher Unternehmer. Ziel ist es, freizulegen, was unter den unterschiedlichen Repräsentationen liegt, die diese Figur geprägt haben.

Durch multimediale Installationen, Performances, musikalische Nummern und verschiedene Materialisierungen des Librettos positioniert sich das Werk in einem Zwischenbereich von Drama und Theatralität und nutzt dabei die Ausdrucksmöglichkeiten sowohl künstlerischer Dispositive als auch historischer Dokumente.