Suite!
Mit Werken von Marion Bauer, John Rutter, Sylvaine Ilchmann sowie Susan Spain-Dunk spannt dieses Konzert einen klanglichen Bogen von spätromantisch-expressionistischer Intensität über neoklassische Volksliedbearbeitungen bis zu zeitgenössischer Klangfindung und lässt hörbar werden, wie Komponist*innen des 20. und 21. Jahrhunderts die traditionsreiche Formidee der Suite mit großer Originalität, poetischer Tiefe und stilistischer Vielfalt immer wieder neu gestalten.
19:00–21:00 Uhr
Institut für Gleichstellung & Gender Studies
Solitär
Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg
Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg
Der britische Komponist und Dirigent John Rutter (*1945) führt die Tradition der Suite in Form einer programmatisch lose verbundene Satzfolge fort: Alte englische und schottische Volkslieder zu höchst unterschiedlichen Alltagsthemen verwandelt er in seiner Suite für Streicher (1973) in vier kontrastierende Stücke mit klarem, elegantem und transparentem Kontrapunkt im Stil der neoklassischen englischen Pastorale und unverkennbar britischem Charm zu einer Reise durch die britische Musik- und Kulturgeschichte.
Die US-amerikanische Komponistin, Lehrerin, Musikkritikerin und -schriftstellerin Marion Bauer (1882–1955) legte mit ihrem Concertino für Oboe, Klarinette und Streicher (1939/1942) ein spätromantisch geprägtes, harmonisch intensives Werk vor. Seine dreisätzige Anlage – vom nostalgischen, metrisch flexiblen Allegretto über das melancholisch-grüblerische Andantino bis zum gigue-artig hüpfenden, dramatisch endenden Allegro giocoso – entfaltet eine instrumentale Folge von großer Bandbreite an Ausdrucksformen, Stimmungen und Farben.
Die deutsche Komponistin Sylvaine Ilchmann (*1989) erweitert mit der Uraufführung ihrer Auftragskomposition Tanz im Winde der Zeit (2026) das Programm um eine zeitgenössische Perspektive: Eine aus dem Wind hervorgehende musikalische Keimzelle durchläuft sechs unterschiedliche Lebensphasen und musikalische Zustände, bevor sie sich am Ende wieder im Wind auflöst. Die Reihung der kontrastierenden Abschnitte greift dabei die Idee der Suite auf und wird zum Sinnbild eines ganzen Lebensbogens.
Den Abschluss bildet die fünfsätzige Suite für Streichorchester in h-Moll (1920) der englischen Komponistin, Geigerin/Bratschistin und Dirigentin Susan Spain-Dunk (1880–1962), ein kompaktes Werk in der Tradition der britischen spätromantischen Orchestermusik, dem bereits eine deutliche Hinwendung zum Expressionismus eigen ist. Die farbenreiche und ausgesprochen idiomatische Behandlung des Streicherapparats verleiht den einzelnen Sätzen ihr jeweils eigenes Profil. Zugleich fügt sich die wechselnde Abfolge unterschiedlicher Charaktere und Stimmungen zu einem elegant ausbalancierten musikalischen Ganzen.
Mitwirkende:
Oboe: Hanami Sakurai
Klarinette: Maria Letizia Salerno Ballotta
Orchesterprojekt 26
Musikalische Leitung: Wolfgang Danzmayr & Alexandra Helldorff
Moderation: Iris Mangeng
Programm:
Susan Spain-Dunk (1880–1962): Suite in B minor for String Orchestra
(1920; Bearbeitung von Peter Cigleris)
I. Prelude
II. Interlude
III. Romance
IV. Scherzo
V. Finale
John Rutter (*1945): Suite for Strings (1973)
I. A-Roving
II. I Have a Bonnet Trimmed with Blue
III. O Waly, Waly
IV. Dashing Away with the Smoothing Iron
- - - Pause - - -
Sylvaine Ilchmann (*1989): Tanz im Winde der Zeit (UA 2026)
Marion (Eugénie) Bauer (1882–1955): Concertino for Oboe, Clarinet & Strings, op. 32b (1939/42)
I. Allegretto
II. Andantino
III. Allegro giocoso
Eine Veranstaltung des Instituts für Gleichstellung und Gender Studies in Kooperation mit dem Verein Orchesterprojekt und der IGNM – Internationale Gesellschaft für Neue Musik.
Die US-amerikanische Komponistin, Lehrerin, Musikkritikerin und -schriftstellerin Marion Bauer (1882–1955) legte mit ihrem Concertino für Oboe, Klarinette und Streicher (1939/1942) ein spätromantisch geprägtes, harmonisch intensives Werk vor. Seine dreisätzige Anlage – vom nostalgischen, metrisch flexiblen Allegretto über das melancholisch-grüblerische Andantino bis zum gigue-artig hüpfenden, dramatisch endenden Allegro giocoso – entfaltet eine instrumentale Folge von großer Bandbreite an Ausdrucksformen, Stimmungen und Farben.
Die deutsche Komponistin Sylvaine Ilchmann (*1989) erweitert mit der Uraufführung ihrer Auftragskomposition Tanz im Winde der Zeit (2026) das Programm um eine zeitgenössische Perspektive: Eine aus dem Wind hervorgehende musikalische Keimzelle durchläuft sechs unterschiedliche Lebensphasen und musikalische Zustände, bevor sie sich am Ende wieder im Wind auflöst. Die Reihung der kontrastierenden Abschnitte greift dabei die Idee der Suite auf und wird zum Sinnbild eines ganzen Lebensbogens.
Den Abschluss bildet die fünfsätzige Suite für Streichorchester in h-Moll (1920) der englischen Komponistin, Geigerin/Bratschistin und Dirigentin Susan Spain-Dunk (1880–1962), ein kompaktes Werk in der Tradition der britischen spätromantischen Orchestermusik, dem bereits eine deutliche Hinwendung zum Expressionismus eigen ist. Die farbenreiche und ausgesprochen idiomatische Behandlung des Streicherapparats verleiht den einzelnen Sätzen ihr jeweils eigenes Profil. Zugleich fügt sich die wechselnde Abfolge unterschiedlicher Charaktere und Stimmungen zu einem elegant ausbalancierten musikalischen Ganzen.
Mitwirkende:
Oboe: Hanami Sakurai
Klarinette: Maria Letizia Salerno Ballotta
Orchesterprojekt 26
Musikalische Leitung: Wolfgang Danzmayr & Alexandra Helldorff
Moderation: Iris Mangeng
Programm:
Susan Spain-Dunk (1880–1962): Suite in B minor for String Orchestra
(1920; Bearbeitung von Peter Cigleris)
I. Prelude
II. Interlude
III. Romance
IV. Scherzo
V. Finale
John Rutter (*1945): Suite for Strings (1973)
I. A-Roving
II. I Have a Bonnet Trimmed with Blue
III. O Waly, Waly
IV. Dashing Away with the Smoothing Iron
- - - Pause - - -
Sylvaine Ilchmann (*1989): Tanz im Winde der Zeit (UA 2026)
Marion (Eugénie) Bauer (1882–1955): Concertino for Oboe, Clarinet & Strings, op. 32b (1939/42)
I. Allegretto
II. Andantino
III. Allegro giocoso
Eine Veranstaltung des Instituts für Gleichstellung und Gender Studies in Kooperation mit dem Verein Orchesterprojekt und der IGNM – Internationale Gesellschaft für Neue Musik.