Rage Against the Sound
Mo. 30.11.2026
Vortrag
Eintritt frei!
Zum gesellschaftlichen Umgang mit dem "kulturfeindlichen Popgetöse" in den 1950/60er Jahren: Vortrag mit Moderation & Gespräch
18:00–19:30 Uhr
Department Musikwissenschaft
Interdisziplinäres Institut für Politische Musik und Macht
Kleines Studio
Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg
Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg
„Popmusik ist schädlich“ – so lautete das gesellschaftliche Verdikt zur elektrischen Musik in den 1950/60er Jahren, die nicht den konventionellen Hörgewohnheiten entsprach und angeblich das bürgerliche Normensystem bedrohte: Bill Haleys Sound ließ Heerscharen "halbstarker" Jugendlicher "außer Rand und Band" geraten; Elvis erregte die öffentlichen Gemüter mit seinem lasziv geschwungenen "Pelvis"; die Beatles brachen nicht nur mit ihrem ungewöhnlichen Pilzkopf gesellschaftliche Tabus; und die Rolling Stones, naja, die wollten ganze Städte niederbrennen, wenn man einem Bonmot Tom Wolfes Glauben schenkt.
Doch wohnte diesen Phänomenen nicht grundsätzlich etwas bedrohliches inne, vielmehr handelte es sich um Zuschreibungen.
Am Beispiel des Rock’n’Roll und Beat thematisiert der Vortrag die Bedrohungsnarrative, mit denen die kulturellen Praktiken der Popmusik in der Gesellschaft bedacht wurden. Anhand von Soundbeispielen, Songtexten, Konzerten und textilen Moden wird untersucht, wie die Popmusikkultur der 1950/60er Jahre von unterschiedlichen Akteuren aus unterschiedlichen Gründen zu einem Sicherheitsthema erhoben wurde.
Doch wohnte diesen Phänomenen nicht grundsätzlich etwas bedrohliches inne, vielmehr handelte es sich um Zuschreibungen.
Am Beispiel des Rock’n’Roll und Beat thematisiert der Vortrag die Bedrohungsnarrative, mit denen die kulturellen Praktiken der Popmusik in der Gesellschaft bedacht wurden. Anhand von Soundbeispielen, Songtexten, Konzerten und textilen Moden wird untersucht, wie die Popmusikkultur der 1950/60er Jahre von unterschiedlichen Akteuren aus unterschiedlichen Gründen zu einem Sicherheitsthema erhoben wurde.