Musikkulturen (in) der Besatzungszeit
Do. 10.12.2026—Fr. 11.12.2026
Tagung
Eintritt frei!
Wie entwickelte sich das Musikleben in Österreich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs? Welche Veränderungen gingen mit der alliierten Besatzung einher und welche Strukturen, Traditionen und personellen Netzwerke bestanden fort? Welche Vorstellungen von Österreich und seinen kulturellen Identitäten wurden weitergeführt, verändert oder neu ausgehandelt?
13:00–17:00 Uhr
Institut für Europäische Regionalmusikforschung
Department Musikwissenschaft
Konzertsaal Frohnburg
Hellbrunner Allee 53, 5020 Salzburg
Hellbrunner Allee 53, 5020 Salzburg
Diesen und weiteren Fragen widmet sich die Tagung „Musikkulturen (in) der österreichischen Besatzungszeit“, die am 10. und 11. Dezember 2026 vom neu gegründeten Institut für Europäische Regionalmusikforschung (IERM) der Universität Mozarteum Salzburg veranstaltet wird.
Das thematische Spektrum reicht von den Salzburger Festspielen und der Ausbildungsstätte sowie der Stiftung Mozarteum über Volksmusik, Operette und Jazz bis hin zur Rolle des Rundfunks, zur Kulturpolitik der Besatzungsmächte und zum Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Berücksichtigt werden sowohl überregional wirksame Entwicklungen als auch lokale und regionale Ausprägungen.
Die Tagung verbindet Zugänge aus Wissenschaft und kultureller Praxis und eröffnet neue Perspektiven auf die musikkulturelle Nachkriegsgeschichte Österreichs. Dabei rücken die Wechselwirkungen zwischen Musikleben und den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontinuitäten und Brüchen dieser Zeit in den Mittelpunkt.
Programm
Donnerstag, 10. Dezember 2026
13.00–13.30 Uhr
Ankommen, Begrüßung, Eröffnung
13.30–15.00 Uhr
Johannes Hofinger: To Whom It May Concern. Politische Entscheidungsträger*innen in der Besatzungszeit
Julia Hinterberger: Ein „Hort österreichischer Musik“? Das Mozarteum nach 1945
Alexander Pinwinkler: Zwischen institutionellem „Rückbruch“ und dem erneuerten Anspruch auf die zentrale Rolle in der „Mozartpflege“ – Die Internationale Stiftung Mozarteum 1945 bis 1956
Kaffeepause
15.30–17:00 Uhr
Sandra Hupfauf: 1953: Lieder ‚trotz‘ und ‚für‘ die amerikanischen Besatzer. Beispiele aus zwei Forschungsprojekten aus Tirol
Andrea Sommerauer: Der „Tiroler Sängerkrieg“ Kontinuitäten und Brüche bei Männergesangsvereinen nach der NS-Herrschaft
Manuela Rathmayer: Sichtbar, hörbar, erlebbar: Der digitale Zeitreiseführer „Schund und Sünde“ durch das Innsbrucker Nachtleben der Zwischenkriegszeit als Modell universitären Wissenstransfers
Kaffeepause
17.30–18:30
Michael Greger: Zwischen „Österreicher-Machen“ und germanischen Ritualen.Der Volkskundler Richard Wolfram (1901-1995) als Volksmusik- und Volkstanzvermittler der Besatzungszeit in Salzburg – und anderswo – 1947 bis 1950
Wolfgang Dreier-Andres: Persistenzen musikalischer Folklorismus-Konzepte im Salzburg der Nachkriegszeit als Gegenpol zu musikkulturellen Neuverortungen im ländlichen Raum
- - -
Freitag, 11. Dezember 2026
9:00–11:00 Uhr
Hieronymus Bitschnau: „Das war schon immer so!“ – Wie alt sind die Salzburger Vereinstrachten wirklich?
Sandra Klammer: Alles Operette? Der Spielplan des Salzburger Landestheaters in der Besatzungszeit
Sarah Haslinger: „Das erste Lebenszeichen der wiedererstandenen Festspiele“. Die Salzburger Festspiele 1945/46 zwischen Neubeginn und Kontinuität
Thomas Hochradner: Schieflagen. Zur Problematik des Musikfestes der IGNM 1952 in Salzburg
Kaffeepause
11:30–13:00
Fritz Trümpi: Provenienzforschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Elias Berner, Birgit Haberpeuntner: Das „Musikland Österreich“ im Radio, 1945–1955
Andreas Felber, ev. Dietmar Petschl: Jazz in Österreich nach 1945
Gemeinsames Mittagessen in der Frohnburg
14:00–16:00
Linda Cimardi: The Musical Scene in American-Occupied Vienna through Gerhard Kubik’s Eyes and Ears
Thomas Wozonig: „… muß meine Frau die Familie über Wasser halten.“ Das Ehepaar Thea und Karl Böhm in der Grazer Nachkriegszeit (1945–1947)
Regina Thumser-Wöhs: Die Formierung des Nachruhms. Franz Lehár und seine politische Entlastung nach 1945
Abschlussdiskussion, geleitet von Thomas Nußbaumer
Das thematische Spektrum reicht von den Salzburger Festspielen und der Ausbildungsstätte sowie der Stiftung Mozarteum über Volksmusik, Operette und Jazz bis hin zur Rolle des Rundfunks, zur Kulturpolitik der Besatzungsmächte und zum Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Berücksichtigt werden sowohl überregional wirksame Entwicklungen als auch lokale und regionale Ausprägungen.
Die Tagung verbindet Zugänge aus Wissenschaft und kultureller Praxis und eröffnet neue Perspektiven auf die musikkulturelle Nachkriegsgeschichte Österreichs. Dabei rücken die Wechselwirkungen zwischen Musikleben und den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontinuitäten und Brüchen dieser Zeit in den Mittelpunkt.
Programm
Donnerstag, 10. Dezember 2026
13.00–13.30 Uhr
Ankommen, Begrüßung, Eröffnung
13.30–15.00 Uhr
Johannes Hofinger: To Whom It May Concern. Politische Entscheidungsträger*innen in der Besatzungszeit
Julia Hinterberger: Ein „Hort österreichischer Musik“? Das Mozarteum nach 1945
Alexander Pinwinkler: Zwischen institutionellem „Rückbruch“ und dem erneuerten Anspruch auf die zentrale Rolle in der „Mozartpflege“ – Die Internationale Stiftung Mozarteum 1945 bis 1956
Kaffeepause
15.30–17:00 Uhr
Sandra Hupfauf: 1953: Lieder ‚trotz‘ und ‚für‘ die amerikanischen Besatzer. Beispiele aus zwei Forschungsprojekten aus Tirol
Andrea Sommerauer: Der „Tiroler Sängerkrieg“ Kontinuitäten und Brüche bei Männergesangsvereinen nach der NS-Herrschaft
Manuela Rathmayer: Sichtbar, hörbar, erlebbar: Der digitale Zeitreiseführer „Schund und Sünde“ durch das Innsbrucker Nachtleben der Zwischenkriegszeit als Modell universitären Wissenstransfers
Kaffeepause
17.30–18:30
Michael Greger: Zwischen „Österreicher-Machen“ und germanischen Ritualen.Der Volkskundler Richard Wolfram (1901-1995) als Volksmusik- und Volkstanzvermittler der Besatzungszeit in Salzburg – und anderswo – 1947 bis 1950
Wolfgang Dreier-Andres: Persistenzen musikalischer Folklorismus-Konzepte im Salzburg der Nachkriegszeit als Gegenpol zu musikkulturellen Neuverortungen im ländlichen Raum
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Freitag, 11. Dezember 2026
9:00–11:00 Uhr
Hieronymus Bitschnau: „Das war schon immer so!“ – Wie alt sind die Salzburger Vereinstrachten wirklich?
Sandra Klammer: Alles Operette? Der Spielplan des Salzburger Landestheaters in der Besatzungszeit
Sarah Haslinger: „Das erste Lebenszeichen der wiedererstandenen Festspiele“. Die Salzburger Festspiele 1945/46 zwischen Neubeginn und Kontinuität
Thomas Hochradner: Schieflagen. Zur Problematik des Musikfestes der IGNM 1952 in Salzburg
Kaffeepause
11:30–13:00
Fritz Trümpi: Provenienzforschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Elias Berner, Birgit Haberpeuntner: Das „Musikland Österreich“ im Radio, 1945–1955
Andreas Felber, ev. Dietmar Petschl: Jazz in Österreich nach 1945
Gemeinsames Mittagessen in der Frohnburg
14:00–16:00
Linda Cimardi: The Musical Scene in American-Occupied Vienna through Gerhard Kubik’s Eyes and Ears
Thomas Wozonig: „… muß meine Frau die Familie über Wasser halten.“ Das Ehepaar Thea und Karl Böhm in der Grazer Nachkriegszeit (1945–1947)
Regina Thumser-Wöhs: Die Formierung des Nachruhms. Franz Lehár und seine politische Entlastung nach 1945
Abschlussdiskussion, geleitet von Thomas Nußbaumer