Johann Strauss (Sohn): Die Fledermaus

Sa. 5.12.2026—Do. 10.12.2026
Oper
Johann Strauss (Sohn): Die Fledermaus
Sa. 5.12.2026—Do. 10.12.2026
Gabriel von Eisenstein, ein von seinen Renten lebender Großbürger, am Vorabend einer achttägigen Haftstrafe: Anfällig für erotische Abenteuer gerät er in eine Falle, denn der von ihm einst – im Zuge eines nächtlichen Besäufnisses – düpierte Dr. Falke, („die Fledermaus“), hat noch eine Rechnung zu begleichen.
Komische Operette in drei Akten (1874)
Libretto von Karl Haffner und Richard Genée
nach Henri Meilhacs und Ludovic Halévys "Le Réveillon"
Reduzierte Fassung von Ronald Kornfeil (2023)
für Soli, Chor und Kammerorchester

"Die Fledermaus" lockt Gabriel von Eisenstein zum exklusiven und berüchtigten Ball des maßlos reichen, aber seelisch erkrankten russischen Prinzen Orlowsky. Als weitere Winkelzüge des Racheplans werden – ohne voneinander zu wissen – Eisensteins Ehefrau Rosalinde sowie deren Stubenmädchen Adele zu Orlowskys verrufener Lustbarkeit geschleust, der zur Bühne vielfältiger Verwicklungen wird. In Katerstimmung findet sich die abstruse Festgesellschaft zu früher Morgenstunde im Gefängnis wieder, wo Alfred, der irrtümlich an Eisensteins Stelle inhaftierte Liebhaber Rosalindes, weiterhin seiner tenoralen Bestimmung nachkommt: Er hatte sich als Eisenstein ausgegeben, um Rosalinde nicht zu kompromittieren. Die Entlarvung und Düpierung der Protagonisten von Dr. Falkes Intrigenspiel wird mit Champagner begossen.

Johann Strauss (Sohn) komponierte die Operette "Die Fledermaus" auf ein Libretto von Karl Haffner und Richard Genée nach dem Lustspiel "Le Réveillon" von Henri Meilhac und Ludovic Halévy (1872), das wiederum auf Roderich Benedix’ Schauspiel "Das Gefängnis" (1851) beruht. Als einzige Vertreterin des „leichten“ Genres der Operette ist das meisterhaft komponierte und orchestrierte Werk fester Bestandteil des Repertoires der großen Opernhäuser der Welt. In seiner Anlage als Intrigen- und Täuschungsspiel einer sinnentleert-feiersüchtigen Gesellschaft lässt das 1877 im Theater an der Wien uraufgeführte Werk die abgründige Morbidität des Wiener Fin de Siècle bereits erahnen.

Musikalische Leitung: Gernot Sahler
Szenische Leitung: Alexander von Pfeil
Bühne & Kostüm: Laura Trilsam
Dramaturgie: Nikolaus Stenitzer

Eine Veranstaltung des Departments für Oper und Musiktheater in Kooperation mit dem Department für Gesang und dem Department für Szenografie