ARCo: Opening Concert
Ganz im Sinne der Akademie bringt dieses Konzert verschiedene Generationen, Ästhetiken sowie vokale und instrumentale Praktiken zusammen. Unter der Leitung von Léo Warynski bündeln das Ensemble Multilatérale und Les Métaboles ihre Kräfte mit der Sopranistin Valérie Philippin, einer führenden Persönlichkeit des zeitgenössischen Gesangs, in einem Programm, das Weltpremieren und jüngere Werke verbindet.
19:00–20:30 Uhr
Solitär
Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg
Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg
Das Konzert bietet zudem die Gelegenheit, an die Arbeit mit mehreren Komponierenden aus dem ARCo-Jahrgang 2025 anzuknüpfen. Gaia Aloisi, Ege Sayar und Ihlara McIndoe präsentieren neue Werke, die eigens für diesen Anlass in Auftrag gegeben wurden, gefolgt von einer neuen Arbeit von Henry Fourès, dem Mitbegründer von ARCo. Zwischen Erinnerung und Transformation, der Erforschung der Stimme, Klangritualen und Freiräumen reflektieren die Stücke dieses Konzerts jene Vielfalt künstlerischer Ansätze, die ARCo und das Engagement für das musikalische Schaffen prägen.
Programm:
- Gaia ALOISI: Sorgiva – Weltpremiere
- Kurt SCHWITTERS: Ursonate (Auszüge)
- Ege SAYAR: Günlerin Götürdüğü – Weltpremiere
- Georges APERGHIS: Dialogue amoureux
- Ihllara MCINDOE: More richly than in earth – Weltpremiere
- Valérie PHILIPPIN: Vanité
- Ihlara MCINDOE: Threshold
- Isidore ISOU: Larmes de jeunes filles – poème clos
- Henry FOURÈS: Reisemusik-Tagebuch – Weltpremiere
Paris / Berlin; Tagebuch 1978–1982
Paris – einige Adressen: Rue de l’Odéon, Rue du Cardinal Lemoine, Boulevard de Denain
Berlin – Ost / West: Turmstraße Moabit / Goethestraße Charlottenburg / Ruschestraße Lichtenberg / Kastanienallee Hellersdorf
Manchmal kommt der Moment, in dem man seine Bibliothek ordnen muss. Zwischen zwei Bänden, halb verborgen, tauchte dabei ein kleines Notizbuch auf – ein Musikheft in ungewöhnlichem Querformat, mit dem Titel „Paris–berlin Reisemusik, Tagebuch“.
Einige Aufzeichnungen entstanden auf den Reisen zwischen Paris und dem geteilten Berlin über einen langen Zeitraum hinweg – wie ein Tagebuch, das in flüchtiger Notation musikalische Gedanken, Empfindungen, Augenblicke bewahrt: die Bewegung eines Gedankens, der sich in einem Blick verliert, in einem kurzen Traum, einem Hauch von Erinnerung. Beim Wiederlesen zeigte Sich, dass sich im Rhythmus dieser Wege, zwischen den Adressen, an denen Ich für kürzere oder längere Zeit verweilte, eine Form abzeichnete – und mit Ihr einige Ideen, die sich jenseits bloßer Erinnerung zu verdichten schienen. ein Geflecht von Reisen, Themen, Wiederkehr und Zufall – wie ein „weltumspannendes“ Stück, ein inneres Reisen im Raum einer abenteuerlichen Beweglichkeit.
Eine Koinzidenz? 7 Adressen, 7 Interpreten: Reisemusik-Tagebuch, ein Konzertstück.
Besetzung:
- Ensemble Multilatérale: Matteo Cesari (Flöten), Alain Billard (Klarinetten), Hélène Colombotti (Perkussion), Lise Baudouin (Klavier), Aurélie Saraf (Harfe), Pieter Jansen (Violine), Pablo Tognan (Violoncello), Nicolas Crosse (Kontrabass)
- Les Métaboles: Emilie Husson (Sopran), Aurélie Bouglé (Mezzosopran), Laura Muller (Alt), Alexandre Jamar (Tenor), Paul-Alexandre Dubois (Bariton), Marc Busnel (Bass)
- Solistin: Valérie Philippin (Sopran)
- Dirigent: Léo Warynski