be fifty - BE50: 50 Jahre Bildende Künste & Gestaltung
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Departements für Bildende Künste & Gestaltung des Mozarteums gibt die Ausstellung Einblicke in die vielfältigen Wechselwirkungen und Verbindungslinien zwischen dem Departement und der Kunst(szene) der Stadt Salzburg.
Inge-Morath-Platz 31, 5020 Salzburg
Vernissage: 27.11. um 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Di, Do, Fr von 14:00-18:00 Uhr / Mi 14:00-19:00 Uhr / Sa 11:00-15:00 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 23.1.2027
Kuratiert von Hildegard Fraueneder, Erik Hable und Anna-Maria Stadler
Programm
- 27.11.2026, 19:00 Uhr: Eröffnung mit Grußworte von Constanze Wimmer und Lesung von Luka Leben
- 28.11.2026, 15:00 Uhr: Podium Kunst + Schule
- 22.01.2027, 18:00 Uhr: Artist-Talk mit Isabella Heigl, Moderation: Karolina Radenković, ab 20 Uhr Konzert
1976 als Abteilung für Kunsterziehung gegründet, später als Abteilung für Bildende Künste, Kunst- und Werkpädagogik weitergeführt und 2018 in Departement für Bildende Künste & Gestaltung umbenannt, bildet das Departement eine zentrale Schnittstelle in der Salzburger Kunstlandschaft. Seit Jahrzehnten besteht ein produktives Wechselverhältnis: Die Kunstszene wirkt personell, infrastrukturell und durch kontinuierliche Impulse in das Departement, während dieses seinerseits die künstlerische Praxis in Salzburg kontinuierlich bereichert.
Trotz der seit Jahrzehnten räumlich dezentralen Position des Departements in der Alpenstraße, ist dieses ein Ort, der die künstlerische Szene der Stadt maßgeblich mitprägt. Als „analoge Plattform zur Vernetzung Kunstinteressierter“, als „50-jährige aktive Kunst-Konstante“, als ein „Biotop, welches auf den Standort und die lokale Szene einen wesentlichen Einfluss“ hat, beschreiben frühere und gegenwärtige Lehrende und Studierende das Departement. Als einen Ort an dem „Bestehendes heraus[ge]fordert oder verstärkt“ wird, „Vertrauen in die Möglichkeiten künstlerischer Methoden und Sprachen“ entsteht und wo dem „was geschieht, wenn man einer alltäglichen oder einer künstlerischen Handlung genügend Zeit und Genauigkeit widmet“ Platz gegeben wird.
Die Wirkungsgeschichte zeigt sich durch die Bereicherung des künstlerisch-kulturellen Lebens der Stadt, indem „zahlreiche Alumni und Alumnae tagtäglich als Lehrende und/oder Künstler:innen [beweisen], dass diese Stadt enorm von deren Kreativität, Agilität und Zeitgenossenschaft profitiert.“ Als Künstler:innen ebenso wie als Kunsterzieher:innen und Kunstvermittler:innen arbeiten Absolvent:innen des Departements an den Nahtstellen von Bildender Kunst, Pädagogik und (Mit-)Gestaltung.
Für eine Stadt, die sich wesentlich über Kultur definiert wie Salzburg, bewirkt eine vitale künstlerisch-studentische Szene ständige Durchmischung und erprobte Neuanfänge: „In einer Stadt mit vielen etablierten und prägenden Kulturinstitutionen hat sich die studentische Kunst- und Kulturszene ihre eigenen Räume geschaffen, Nischen erobert und zugleich zu den großen gesellschaftlichen und kulturellen Fragen Stellung bezogen“.
Die Ausstellung gewährt mit künstlerischen Arbeiten aus den Sammlungen von Stadt und Land Salzburg, mit zahlreichen Installationen und Aktionen im öffentlichen Raum der Stadt sowie mit einem Überblick zu künstlerischen Initiativen, Kollektiven, Vereinsgründungen und Zeitschriften, die aus dem Umfeld Studierender und Lehrender des Departments in den vergangenen Jahrzehnten entstanden und gegründet wurden, exemplarische Einblicke in das künstlerische Wirken in der Stadt Salzburg.