Drei Werke für Europas erstes Remote-Orchester

10.09.2026
Medieninformation

Wer schreibt die Musik für ein Orchester, das es in dieser Form noch nie gegeben hat? Im Rahmen einer Pressekonferenz gibt die hochkarätig besetzte Jury des Projekts Europasinfonie am 30. September 2026 in der Messe Dresden die drei Gewinner*innen bekannt, die mit der Komposition neuer Werke für die Europasinfonie beauftragt werden.

Der von den Dresdner Sinfonikern gemeinsam mit ihren europäischen Partnerorchestern und Partnerchören international ausgelobte Kompositionswettbewerb ist auf große Resonanz gestoßen: Über 220 Bewerbungen aus 26 Ländern wurden eingereicht. Die Beiträge mit 2-minütigen Ausschnitten kamen u.a. aus Frankreich, Spanien, Slowenien, Litauen, der Slowakei und Deutschland. Auch zahlreiche Beiträge aus der Ukraine, Island und Zypern waren darunter.

Die Gewinner*innen des Kompositionswettbewerbs werden im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntgegeben:

30. September 2026, 9:00–10:00 Uhr
MESSE DRESDEN, Gartensaal

Begrüßung:
Markus Kluge, Geschäftsführer der MESSE DRESDEN

Im Rahmen der Pressekonferenz werden die drei ausgewählten Komponist*innen vorgestellt und kommen per Videoschaltung auch selbst zu Wort. Darüber hinaus werden der internationale Kompositionswettbewerb und die nächsten Meilensteine der Europasinfonie erläutert.

Für Pressevertreter*innen aus den europäischen Partnerländern besteht die Möglichkeit, sich live per Video zuzuschalten. Der entsprechende Zugangslink wird auf www.europasinfonie.eu bereitgestellt.

In einer Q&A-Runde können die anwesenden und zugeschalteten Journalist*innen Fragen an die Teilnehmer*innen stellen.

Im Anschluss an die Pressekonferenz besteht vor Ort zudem die Möglichkeit zu Kurzinterviews mit den Teilnehmenden.

Die Pressekonferenz findet auf Englisch statt.

Anmeldung für Pressevertreter:innen:
presse@dresdner-sinfoniker.de

Weitere Informationen:
www.europasinfonie.eu

Komponieren für ein neues musikalisches Instrument

Die Jury vergibt drei Kompositionsaufträge: Zwei Komponistinnen und Komponisten werden jeweils ein 15- bis 20-minütiges Werk für großes Sinfonieorchester komponieren, ein*e weitere*r Komponist*in erhält einen Auftrag für ein Werk für Orchester und Chor. Unter den drei ausgewählten Komponist*innen wird mindestens eine Person 35 Jahre oder jünger sein.

Die Werke werden eigens für die besonderen Bedingungen der Europasinfonie entwickelt. Im Juni 2027 werden zehn Orchester und zwei Chöre aus zwölf europäischen Ländern erstmals gleichzeitig und in Echtzeit als ein gemeinsamer Klangkörper musizieren. Die beteiligten Musiker*innen sind dabei bis zu 2.200 Kilometer voneinander entfernt. Möglich wird das gemeinsame Musizieren durch ein europaweites Hochgeschwindigkeitsnetzwerk mit extrem niedrigen Übertragungszeiten in Kooperation mit GÉANT und den nationalen Forschungs- und Bildungsnetzwerken. Die Komponist*innen stehen vor einer einzigartigen Aufgabe: Sie müssen die großen räumlichen Distanzen sowie das besondere Setting des Konzerts in Dresden in ihren Kompositionen mitdenken: Eine große Chance für vollkommen neue orchestrale Formen und überraschende künstlerische Formate.

Hochkarätig besetzte internationale Jury

Über die Vergabe der drei Kompositionsaufträge entscheidet eine hochkarätig besetzte internationale Jury unter dem Vorsitz von Andrea Molino, Komponist, Dirigent und Musikalischer Leiter der Europasinfonie. Ihr gehören herausragende Persönlichkeiten der europäischen Musiklandschaft an: Markus Rindt, Intendant der Dresdner Sinfoniker; Ülo Krigul, Komponist und Vertreter des Estonian National Symphony Orchestra; Jerzy Kornowicz, Komponist und Leiter des Warschauer Herbstfestivals, Vertreter für Sinfonia Varsovia; Elisabetta Villa, Künstlerische Leiterin des Orchestra Sinfonica di Milano; Premil Petrovic, Gründer, Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des No Borders Orchestra; Jona Schibilsky, Konzertmeisterin des Orquesta Sinfónica de Madrid; Máté Balogh, Komponist und Vertreter des Pannon Philharmonic; Titos Gouvelis, Berater des künstlerischen Leiters des Athens State Orchestra; Tom Pipeleers, Künstlerischer Leiter des Brussels Philharmonic; Heike Henning, Direktorin des Zentrums für Chorpädagogik, Forschung und Praxis am Mozarteum Salzburg, sowie die Komponistin Sylvie Bodorová, die den Tschechischen Philharmonischen Chor Brünn in der Jury vertritt.

Máté Balogh, Komponist und Jurymitglied: Ich bin wirklich gespannt auf diese neue Generation von Komponist*innen. Wie sie mit dem außergewöhnlichen Angebot umgehen werden, das dieser Wettbewerb bietet.

Das Jurytreffen am 28. und 29. September sowie die Pressekonferenz am 30. September ist ein besonderes Ereignis für die Europasinfonie: Erstmals und zugleich einmalig im gesamten Projekt kommen Vertreter*innen aller beteiligten Orchester und Chöre persönlich in Dresden zusammen. Damit wird das Jurytreffen zu einem seltenen persönlichen Moment der Begegnung und des Austauschs innerhalb eines Projekts, das zukünftig intensive musikalische Zusammenarbeit über große Entfernungen ermöglichen will.

Dresden als Zentrum eines europäischen Konzertsaals

Die Europasinfonie ist ein Bekenntnis zur europäischen Verbundenheit. Im Juni 2027 werden Musiker*innen aus zwölf europäischen Ländern gleichzeitig gemeinsam musizieren. Die 62 Streicher*innen der Dresdner Sinfoniker stehen gemeinsam mit Dirigent Andrea Molino live auf der Bühne der MESSE DRESDEN.

Von Dresden aus werden die weiteren Instrumentalgruppen und zwei Chöre aus ganz Europa in Echtzeit dazugeschaltet und zu einem gemeinsamen Klangkörper verbunden. Dieser neuartige Konzertsaal steht für den Beginn einer neuen Ära europäischen Musiklebens. 

Die Bekanntgabe der drei ausgewählten Komponistinnen und Komponisten markiert den Beginn der nächsten entscheidenden Phase des Projekts. Mit ihrer Beauftragung beginnt die konkrete künstlerische Arbeit an den Werken, die im Rahmen der Weltpremiere der Europasinfonie im Juni 2027 in der MESSE DRESDEN erstmals aufgeführt werden. 

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.

Die Dresdner Sinfoniker werden gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft,
Kultur und Tourismus, sowie von der Landeshauptstadt Dresden (Amt für Kultur und Denkmalschutz).