Giulia Giammona gewinnt Preis des Körber Studios Junge Regie 2024

11.06.2024
Medieninformation
© Körber Stiftung / Fabian Hammerl

Die Studierende des Thomas Bernhard Instituts der Universität Mozarteum Giulia Giammona gewann mit ihrer Inszenierung „Penelope“ gestern am 9.6.2024 den Preis des 20. Festival Körber Studio Junge Regie. Wir gratulieren herzlich!

Foto: Preisverleihung: Körber Stiftung / Fabian Hammerl (v.l.n.r. Johannes Broemmel, Giulia Giammona, Maite Dárdano)

Die Jury zur Entscheidung: „Giulia Giammona bringt das selten gespielte Theaterstück „Penelope“ der bildenden Künstlerin Leonora Carrington auf die Bühne. Der surreale Text handelt von einer 18-Jährigen, die in einem Märchenschloss aufgewachsen ist, und ihrer Beziehung zu einem Schaukelpferd. Die Regisseurin entdeckt darin Bezüge zur Biografie der Autorin, die sie in eingestreuten Zitaten und dokumentarischen Bildern deutlich macht. Harfe, Operngesang, Akrobatik, Choreografie, visuelle Kunst – all diese Elemente verbinden Giammona und ihr interdisziplinäres Team mit großer Aufmerksamkeit für Details zu Szenen und Bildern von eindringlicher Kraft, die, dem Leitsatz Leonora Carringtons selbst folgend – „Don’t intellectualise!“ – immer wieder überraschen.“

Der mit einem Produktionskostenzuschuss von 10.000 Euro dotierte Preis der Körber-Stiftung unterstützt die Gewinnerin bei einer neuen Regiearbeit an einem Stadt- oder Staatstheater bzw. alternativ in der Freien Szene.

Das Festival gilt als wichtigste Plattform für den Regienachwuchs im deutschsprachigen Raum. Die fünfköpfige Jury diskutierte im Anschluss an die letzte Vorstellung am Sonntagabend öffentlich im Thalia in der Gaußstraße über die gezeigten Inszenierungen. Zur Jury gehörten in diesem Jahr Anna Bergmann (Regisseurin und Schauspieldirektorin Badisches Staatstheater Karlsruhe), Naemi Friedmann (Regisseurin und Teilnehmerin KSJR 2023), Tobias Herzberg (Dramaturg und Regisseur, Mitglied der Leitungsgruppe am Schauspielhaus Wien), Martin Thomas Pesl (Kritiker, Autor, Übersetzer) und Mable Preach (Regisseurin und Kuratorin). Aus persönlichen Gründen versäumte Naemi Friedman kurzfristig einen Tag des Festivals und war daher nicht mehr stimmberechtigt. An der Jurydiskussion nahm sie beratend teil. 

Giulia Giammona *1995 in München, studiert bis 2024 Schauspiel-Regie an der Universität Mozarteum Salzburg. Von 2017 bis 2019 war sie als Regieassistentin an der Bayerischen Staatsoper tätig und inszenierte dort ihre ersten Arbeiten. Weitere Inszenierungen führten sie an die Bühnen Bern, das Crossroads Festival und zu den Salzburger Festspielen. Sie interessiert sich für die Schnittstelle zwischen Schauspiel und Musiktheater, für interdisziplinäres Arbeiten und die sinnliche Dimension von Diskursen.

koerber-stiftung.de (Öffnet in neuem Tab)

Mehr News

  • © Simon Huber
    20.1.2026
    RegieRäume: Antike/Gegenwart 

    Die Regiestudierenden des Thomas Bernhard Institutes erarbeiten gemeinsam mit den Schauspielstudierenden aus drei Jahrgängen in Kooperation mit den Szenografiestudierenden in diesem Wintersemester Inszenierungen basierend auf der Auseinandersetzung mit Theatertexten aus der Antike.

    Schauspielproduktion
  • © Christian Schneider
    14.1.2026
    Internationale Nachwuchselite beim Mozartwettbewerb 

    Wenn Salzburg im Februar ganz im Geist des Genius Loci erklingt, lädt die Universität Mozarteum erneut zum Internationalen Mozartwettbewerb. In seiner mittlerweile 70-jährigen Tradition versammelt der renommierte Wettbewerb auch 2026 wieder herausragende junge Musiker*innen aus aller Welt: 24 Violinist*innen aus 17 Ländern sowie 25 Pianist*innen aus 15 Ländern stellen sich dem internationalen Vergleich auf höchstem Niveau.

    Internationaler Mozartwettbewerb
  • Illustration einer Trompete
    12.1.2026
    Startstipendien 2026 

    Die Startstipendien des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) stellen eine Anerkennung und Förderung für das Schaffen professionell tätiger Künstler:innen am Beginn ihrer Karrieren dar. Sie sollen die Arbeit an neuen Vorhaben ermöglichen, die künstlerische Entwicklung vorantreiben und den Einstieg in die österreichische und internationale Kunstszene erleichtern.

    Ausschreibung