Univ.-Prof. für Digital Humanities in the Arts
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[Vorbehaltlich Senatsbeschluss]
Der Master Immersive Arts and Digital Narratives ist ein freies Kunststudium, das die visuellen Künste und die Möglichkeiten neuer Erzählformen vor dem Hintergrund dieser technologischen Entwicklung erkundet. Den Studierenden des Programms steht insbesondere das X-Reality Lab als Forschungslabor zur Verfügung, ein einzigartiger Raum für immersive und interaktive Kunst. Immersion heißt hier nicht passives Untergehen in digitaler Überwältigung, sondern aktives Eintauchen und künstlerisches, kritisches Erforschen technologischer Räume und ihrer doppelten Böden.
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Umfang
4 Semester / 120 ECTS-AP
Unterrichtssprache
Englisch
Anmeldezeitraum
01.02.2026-28.03.2026
Aufnahmeprüfung
11.&12.05.2026 (online)
15.-17.06.2026 (in Präsenz)
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Die rasante technologische Entwicklung verlangt nach einer künstlerisch-kritischen Auseinandersetzung. Wie und in welchen Räumen können wir nachhaltig und effektiv Erlebnisse schaffen und Geschichten in die Welt bringen, die uns berühren und bewegen?
Der viersemestrige Master Immersive Arts and Digital Narratives bietet die Möglichkeit, immersive Kunst und das Erzählen im digitalen Zeitalter umfassend zu erproben und zu erforschen. Ziel des Programms ist es, insbesondere die audiovisuellen, bildenden und darstellenden Künste durch die Einbindung technologischer Werkzeuge und Methoden neu zu erschließen. Das beinhaltet, neue Ansätze und Formen zu entwickeln und künstlerische Projekte (digitale, zeitbasierte, performative, immersive sowie interaktive oder medienübergreifende Projekte) prozessorientiert zu realisieren, kritisch zu reflektieren und in neue Kontexte zu setzen.
Das zweijährige Studium steht Künstler*innen aller künstlerischen oder wissenschaftlichen Disziplinen offen, sofern sie nach einem absolvierten Studium über eine künstlerische Praxis und über technologische Vorkenntnisse verfügen, sich mit den Möglichkeiten der technologischen Entwicklungen in den Künsten auseinandersetzen und somit neue Wege eröffnen möchten.
Das Studium orientiert sich am aktuellen Stand der Entwicklung und Erschließung der Künste sowie am Forschungsstand der beteiligten Wissenschaftsdisziplinen – insbesondere im Hinblick auf digitale Technologien und neue narrative Formen. Dabei werden technologische und gesellschaftliche Herausforderungen und Transformationsprozesse reflektiert und behandelt.
Im Studium erweitern die Studierenden ihre künstlerischen, erzählerischen, technologischen und forschenden Expertisen. Sie werden befähigt, künstlerische Ausdrucksformen, die sich mit dem technologischen Wandel dynamisch verändern, zu erproben, zu entwickeln, umzusetzen, zu reflektieren und in den künstlerischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs einzubringen.
Die Studierenden vertiefen ihre Fähigkeit, technologische künstlerische Methoden und Praktiken reflektiert in die eigene künstlerische Praxis zu integrieren. Sie entwickeln, konzeptionieren und realisieren Projekte, die digitale, zeitbasierte, performative, immersive sowie interaktive oder medienübergreifende Methoden und Praktiken vereinen können. Kollaboratives Arbeiten in künstlerischen Teams ist dabei explizit erwünscht. Zusätzlich erwerben die Studierenden die Fähigkeit, Projekte, die sich mit diesen Ausdrucksformen beschäftigen, zu präsentieren, kritisch zu reflektieren und in neue Kontexte zu setzen. Die Studierenden verfügen über ein ausgeprägtes Verständnis der Zusammenhänge von Technologie, Kunst, Kultur und deren Relevanz in gegenwärtigen und zukünftigen Gesellschaftsbereichen.
Das Studium qualifiziert für berufliche Tätigkeiten, bei welchen theoretische, technologische und künstlerische Fähigkeiten und Wissen gefragt ist. Darüber hinaus qualifiziert es für Tätigkeiten, die sich mit dem technologischen Wandel dynamisch verändern, sowie für solche, die noch entstehen werden.
Das Curriculum ist kompetenzorientiert. Nach Abschluss des Masterstudiums Immersive Arts and Digital Narratives sollten Studierende über folgende Kompetenzen verfügen:
Künstlerische Praxis und Selbstständigkeit
Konzeption, Umsetzung und Kollaboration
Narration, Dramaturgie und Inszenierung
Digitale, technologische und medienübergreifende Kompetenzen
Theoretische und forschungsbasierte Kompetenzen
Analyse- und Reflexionsfähigkeit
Kritisches und ethisches Bewusstsein
Innovation, Erkenntnisgewinn und lebenslanges Lernen
Das Studium erstreckt sich über vier Semester, in denen die Studierenden kontinuierlich an ihren Projekten, die sich mit immersiven, interaktiven Kunstformen oder den Möglichkeiten des Erzählens im Digitalen Zeitalter beschäftigen. Dabei erhalten sie individuelle Betreuung und Unterstützung.
Artistic Practice/Project: Im Zentrum des Studiums steht die (individuelle) künstlerische Praxis/Projekt, die/das die Möglichkeiten der technologischen Entwicklungen einbezieht.
Digital Forum: Hier findet der regelmäßige Austausch zwischen den Studierenden (aller Jahrgänge), den Lehrenden und Betreuenden statt.
ThinkLab: In den Vorlesungen liegt der Fokus auf der Vertiefung der Kenntnisse in Medientheorie und Mediengeschichte, Artificial Intelligence und Creative Technologies und Ethik und Ästhetik des Digitalen. Die Seminare 1-3 haben die Schwerpunkte Stories/Structures/Systems, Text/Context und Image/Space/Time.
Immersive and Digital Arts Lab: Die beiden Workshopformate werden über drei Semester besucht.
Im praktischen Workshop Digital Arts and Narratives 1-3 beschäftigen sich die Studierenden mit technologischen Methoden und Praktiken, Verfahren und Prozesslogiken, die für die Entwicklung neuer narrativer Formen und neuer narrativer Strukturen von Bedeutung sind. Der Fokus liegt auf den Möglichkeiten der Bilderzeugung, des Worldbuilding bis hin zur audiovisuellen, zeitbasierten Komposition. Im praktischen Workshop Interaktive and immersive Arts 1-3 vertiefen die Studierenden ihre Kenntnisse im Bereich immersiver und interaktiver Vorhaben. Die verschiedenen Möglichkeiten von Interaktion und Immersion bis hin zur räumlichen Inszenierung unter Einbeziehung realer und virtueller Räume sowie menschlicher und nichtmenschlicher Akteur*innen stehen hier im Mittelpunkt.
Excursion: Im zweiten und dritten Semester werden Exkursionen durchgeführt, darunter Besuche internationaler Festivals, die sich mit immersiven Künsten oder neuen Erzählformen beschäftigen.
Freie Wahlfächer: Den Studierenden steht hierfür das Angebot der Universität Mozarteum zur Verfügung. Angebote andere Universitäten sind gegebenenfalls anrechenbar.
Das Studium ist offen, hierarchiefrei und kollektiv gestaltet. Lehrveranstaltugnen können bei ausreichender Kapazität von externen Interessierten besucht werden und finden auf Englisch statt.
Das Bewerbungsverfahren zum MA Immersive Arts and Digital Narratives ist folgendermaßen aufgebaut:
Folgende Unterlagen müssen im Zuge der Online-Anmeldung vollständig hochgeladen werden:
Darüber hinaus ist eine Mappe mit folgendem Inhalt (PDF-Dokument) hochzuladen:
Die Arbeiten/Dokumente sind digitalisiert (Scans, Foto etc.) und mit einem Deckblatt (Foto, Name, PLZ, Wohnort, Geburtsdatum, Straße, Telefonnummer, Schulabschluss, Mail und einer Angabe zur bisherigen Berufsausbildung, Datum und Unterschrift) als ein zusammenhängendes PDF-Dokument hochzuladen. Es wird nur ein Upload akzeptiert.
Die maximale Dateigröße beträgt 25 MB.
Online-Gespräch, Workshop und Gespräch vor Ort
Teil 1: Online-Gespräch
Zum ersten Teil der Zulassungsprüfung gehört ein Online-Gespräch mit der Prüfungskommission nach Einladung, bei dem sich die Bewerber*innen mit ihrem Projekt vorstellen.
Bei erfolgreicher Begutachtung des Online-Gesprächs erfolgt eine Einladung zur Aufnahmeprüfung in Salzburg.
Teil 2: Workshop und Gespräch vor Ort
Die Bewerber*innen legen eine mündliche Prüfung in der Dauer von ca. 20 Minuten ab, bestehend aus zwei Teilen (Mappe und Interview). Im Rahmen dieser Überprüfung ist das künstlerische, technologische und wissenschaftliche (reflektierende) Potential zur Bewältigung des Masterstudiums nachzuweisen.
Zusätzlich werden den Bewerber*innen Aufgaben gestellt, die sowohl individuell als auch kollektiv zu bearbeiten sind.
Mappe: Die Bewerber*innen stellen ein Konzept/Projekt aus ihrer Bewerbungsmappe vor und positionieren sich und ihre Praxis im Kontext von Immersive Arts and Digital Narratives. Die Dauer der Prüfung beträgt ca. 15 Minuten. Zusätzlich werden Aufgaben bearbeitet und ggf. Gruppenworkshops durchgeführt.
Interview: Gespräch in der Dauer von ca. 5-10 Minuten mit der Prüfungskommission zu Motivation, Hintergrund, Vorstudien, Erwartungen bzw. Berufsperspektiven.
Workshop/Aufgaben: Die für den Praxisteil eingeladenen Bewerber*innen bekommen zudem vor Ort u.a. eine Aufgabe, die sie als Prototyp unter Verwendung ihrer (individuellen) künstlerischen, technologischen, digitalen, medialen Methoden skizzieren und präsentieren. (Die eingesetzte Technologie kann von interaktiven Tools bis hin zum Worldbuildung oder der Interaktion mit nicht-menschlichen Akteur*innen reichen.)
Abweichende Prüfungsmethode
Es wird darauf hingewiesen, dass die Universität Mozarteum Salzburg bei Vorliegen einer Behinderung bzw. einer chronischen Erkrankung verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten bei der Zulassungsprüfung und während des Studiums anbietet.
Falls dies für Sie zutrifft und Sie eine Beratung in Anspruch nehmen möchten, dann wenden Sie sich bitte an Claudia Haitzmann: claudia.haitzmann@moz.ac.at oder +43 676 88122 337.