Touch Me, If You Can
A Lecture-Performance by Rebel-IST-hah!
19:30–20:30 Uhr
Theater im KunstQuartier
Paris-Lodron-Straße 2, 5020 Salzburg
Paris-Lodron-Straße 2, 5020 Salzburg
Touch Me, If You Can
A Lecture-Performance by Rebel-IST-hah!
Idea and Concept: Rebel-IST-hah!
Dramaturgy: Foad Esfahani and Azadeh Ganjeh
Research and Text: Azadeh Ganjeh
Performed by: Azadeh Ganjeh
Berührung ist von zentraler Bedeutung für das Verständnis der Beziehung zwischen dem Selbst und der Welt. Es geht dabei nicht nur um Intimität; Berührung ist entscheidend dafür, wie Körper erscheinen, miteinander in Beziehung treten und Spuren aneinander und miteinander hinterlassen. Berührung kann Gemeinschaften definieren und ermöglichen, zugleich (re)präsentiert ihre (Un)möglichkeit auch die Politik. Sie schafft Erinnerung, Nähe und bietet Potentiale der Begegnung – doch ihre Ausübung ist nicht selbstverständlich.
Touch Me, If You Can versteht Berührung ebenso als gemeinsamen Sinn wie als ungleiche Bedingung. Was für die einen unmittelbar und zugänglich erscheint, bleibt anderen fern, reglementiert oder vorenthalten – insbesondere im öffentlichen Raum und auf der Bühne.
Das Projekt nimmt die iranische Geschichte seit 1989 als Ausgangspunkt für eine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Illiberalismus und Theater. Die Arbeit untersucht, wie Einschränkungen im Bereich des Körperkontakts Gestik, Beziehungen und Existenz neu ordnen. Was nicht dargestellt werden kann – verschwindet es, oder kehrt es in Form von Verschiebung, Zögern oder Ersatz zurück?
Zwischen Forschung und Performance bewegend, beschäftigt sich das Stück mit dem, was sich abzeichnet – zwischen Berührung, Intimität und dem Wissen, das durch den Kontakt entsteht – sowie mit den Distanzen, die wir kennenlernen, aushandeln oder in denen wir leben müssen.
- - -
Touch is central to understanding the relation between the self and the world. It is not only a matter of intimacy; it also shapes how bodies appear, relate, and leave traces on and with one another. Touch can define and build communities, while also (re)presenting politics. It produces memory, proximity, and offers one possibility for encounter—yet its practice is not promised.
Touch Me, If You Can approaches touch as both a shared sense and an uneven condition. What seems immediate and accessible for some becomes distant, regulated, or withheld for others—especially in public space and on the stage.
The project takes Iran’s post-1989 history as a point of departure for an exploration of the connection between illiberalism and theatre.
The work traces how restrictions around bodily contact reorganize gesture, relation, and existence. What cannot be enacted—does it disappear, or does it return as displacement, hesitation, or substitution?
Moving between research and performance, the piece lingers on what appears—between touch, intimacy, and the knowledge that emerges through contact—and on the distances we learn, negotiate, or are made to inhabit.
A Lecture-Performance by Rebel-IST-hah!
Idea and Concept: Rebel-IST-hah!
Dramaturgy: Foad Esfahani and Azadeh Ganjeh
Research and Text: Azadeh Ganjeh
Performed by: Azadeh Ganjeh
Berührung ist von zentraler Bedeutung für das Verständnis der Beziehung zwischen dem Selbst und der Welt. Es geht dabei nicht nur um Intimität; Berührung ist entscheidend dafür, wie Körper erscheinen, miteinander in Beziehung treten und Spuren aneinander und miteinander hinterlassen. Berührung kann Gemeinschaften definieren und ermöglichen, zugleich (re)präsentiert ihre (Un)möglichkeit auch die Politik. Sie schafft Erinnerung, Nähe und bietet Potentiale der Begegnung – doch ihre Ausübung ist nicht selbstverständlich.
Touch Me, If You Can versteht Berührung ebenso als gemeinsamen Sinn wie als ungleiche Bedingung. Was für die einen unmittelbar und zugänglich erscheint, bleibt anderen fern, reglementiert oder vorenthalten – insbesondere im öffentlichen Raum und auf der Bühne.
Das Projekt nimmt die iranische Geschichte seit 1989 als Ausgangspunkt für eine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Illiberalismus und Theater. Die Arbeit untersucht, wie Einschränkungen im Bereich des Körperkontakts Gestik, Beziehungen und Existenz neu ordnen. Was nicht dargestellt werden kann – verschwindet es, oder kehrt es in Form von Verschiebung, Zögern oder Ersatz zurück?
Zwischen Forschung und Performance bewegend, beschäftigt sich das Stück mit dem, was sich abzeichnet – zwischen Berührung, Intimität und dem Wissen, das durch den Kontakt entsteht – sowie mit den Distanzen, die wir kennenlernen, aushandeln oder in denen wir leben müssen.
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Touch is central to understanding the relation between the self and the world. It is not only a matter of intimacy; it also shapes how bodies appear, relate, and leave traces on and with one another. Touch can define and build communities, while also (re)presenting politics. It produces memory, proximity, and offers one possibility for encounter—yet its practice is not promised.
Touch Me, If You Can approaches touch as both a shared sense and an uneven condition. What seems immediate and accessible for some becomes distant, regulated, or withheld for others—especially in public space and on the stage.
The project takes Iran’s post-1989 history as a point of departure for an exploration of the connection between illiberalism and theatre.
The work traces how restrictions around bodily contact reorganize gesture, relation, and existence. What cannot be enacted—does it disappear, or does it return as displacement, hesitation, or substitution?
Moving between research and performance, the piece lingers on what appears—between touch, intimacy, and the knowledge that emerges through contact—and on the distances we learn, negotiate, or are made to inhabit.