Rektorat

Mag. Dr.

Eugen Banauch

MA

Vizerektor für ForschungForschungsmanagement

Eugen Banauch, Literatur- und Kulturwissenschaftler; Studien in Wien und Sussex und Forschungs- und Lehrtätigkeiten in Nordamerika, an der Hebrew University, Jerusalem, und der Universität Wien. Internationale Aufmerksamkeit fand seine Studie zum jüdischen literarischen Exil in Nordamerika (Fluid Exile). Daneben veröffentlichte er wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Arbeiten zu Bob Dylan und dessen Rezeption in Europa; sein Buch Austrobob erschien im Falter-Verlag, sein Sammelband Refractions of Bob Dylan wurde 2016 in der Begründung des Nobelpreiskomitees erwähnt.

Nach Jahren intensiver Lehr- und Forschungstätigkeit insbesondere zu Literatur und Kultur Nordamerikas verlagerte sich sein Schwerpunkt zunehmend auf Fragen der Hochschulentwicklung, der Forschungsförderung sowie auf Themen wie New Work, wissenschaftliche und künstlerische Integrität, innovative Formen akademischer Zusammenarbeit und digitaler Transformationsprozesse im Hochschulbereich.

Beim österreichischen Wissenschaftsfonds leitete er in den Jahren 2011–2015 das Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste und initiierte das Programm Elise-Richter PEEK. Seit 2019 ist Eugen Banauch an der Universität Mozarteum Salzburg tätig und leitet den Bereich Forschungsmanagement; in dieser Zeit wurde die Forschungsförderung der Universität professionalisiert und die Drittmittelquote im Forschungsbereich gesteigert. Unter seiner Mitwirkung wurden Projekte in zahlreichen Förderformaten erstmals erfolgreich eingeworben, darunter PEEK- und FWF-Einzelprojekte, ein Connecting-Minds-Projekt oder ein EFRE/FFG-Infrastrukturprojekt für das X-Reality-Lab des UMAK.

Banauch zeichnet für innovative Programme zur Förderung von Forschung und Mobilität verantwortlich, etwa die interdisziplinären und ko-kreativen Reisestipendien With Dylan on the Road, eine Art ‚Uni auf der Walz‘, und den Wissenschaftspreis Research Competition Mozarteum, der sich als wichtiger Impulsgeber für Forschungsqualität, Drittmittelerfolg und eine zukunftsorientierte Forschungskultur am Haus etabliert hat.

Als Sohn eines tuba­spielenden Schriftstellers und einer in Istanbul aufgewachsenen Pädagogin, als Enkel einer Konzertpianistin und Vater zweier Chorsängerinnen ist er in einem Umfeld verwurzelt, in dem sich Kunst, Forschung und internationale Ausrichtung selbstverständlich verbinden. Gemeinsam mit seiner Frau engagiert er sich zudem im Bereich des Paar- und Familiencoaching. Seine internationale universitäre Erfahrung – mit Stationen in Europa, den USA, Kanada und Israel – verbindet Eugen Banauch mit einer engen Verbundenheit zur Universität Mozarteum und dem Anliegen, deren internationale Ausrichtung, innovative künstlerische und wissenschaftliche Forschung sowie ihre digitale Transformation nachhaltig zu stärken.

  • Auszeichung der Stadt Wien für erfolgreiche Konferenzorganisation 2012
  • Reisestipendien der ö. Forschungsgemeinschaft 2010 und 2011
  • Stipendium der US Regierung: Study of the US Institutes (SUSIs): Contemporary US Literature. UC Berkeley, Georgetown University, University of Louisville 2008 
  • Verleihung des Ehrenbürgertitels der Stadt Louisville, Kentucky, 2008
  • Auszeichung der österreichisch-kanadischen Gesellschaft für die beste Doktorarbeit 2008
  • Faculty Enrichment Grant der kanadischen Regierung: University of British Columbia, University of Victoria 2006
  • Diverse Forschungsstipendien der Universität Wien
  • Eugen Banauch. Refractions of Bob Dylan – Cultural Appropriations of an American Icon. Manchester University Press. 2015 (peer-reviewed)
  • Eugen Banauch, Alexandra Ganser, Martin Blumenau. Austrobob - Österreichische Aneignungen von Bob Dylans Poesie und Musik. Wien: Falter-Verlag, 2014. (populärwissenschaftlich)
  • Eugen Banauch. Fluid Exile. Jewish Exile Writers in Canada. Heidelberg: Winter, 2009. (peer-reviewed)
  • Eugen Banauch, Daniel Winkler et al. Apropos Canada / À Propos du Canada. Frankfurt: Lang, 2010.
  • Eugen Banauch, Heinz Tschachler, Simone Puff. Almighty Dollar. Wien: LIT-Verlag, 2010.
  • Zahlreiche Aufsätze in Sammelbänden und Jahresschriften
  • "All I do ist protest - Der Kulturwissenschaftler und Dylanologe Eugen Banauch im Gespräch" Interview mit Julia Engelmayer, Dramaturgin des Landestheaters NÖ für das Programmheft von Times Are Changing, 2017.
  • Ö1. Leporello. Eugen Banauch zur den Neuübersetzungen von Dylans Lyrics und Tarantula. Dezember 12, 2016.
  • Interviews Ö1, ORF2, ORF.at, APA und Tencent anlässlich des Literaturnobelpreises an Bob Dylan 2016. click
  • Dossier zur künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung. Jan 30, 2014 apa.at
  • Über die österreichische und israelische Hochschullandschaft. Sept 20, 2011 derstandard.at
  • Über die "Refractions of Bob Dylan" Konferenz. Mai 12, 2011 stadtbekannt.at