Univ.-Prof.in
Lisa Batiashvili
Die georgisch-stämmige deutsche Violinistin Lisa Batiashvili wird vom Publikum wie von Kolleginnen für ihre außergewöhnliche Virtuosität und musikalische Tiefe gleichermaßen geschätzt. Die vielfach ausgezeichnete Musikerin hat über die Jahre enge und beständige künstlerische Beziehungen zu den bedeutendsten Orchestern, Dirigenten und Solistinnen der Welt aufgebaut.
2021 erfüllte sie sich einen langgehegten Traum mit der Gründung der Lisa Batiashvili Foundation, die sich der Förderung junger, hochtalentierter georgischer Musiker*innen widmet.
Zum Saisonauftakt 2025/26 ist Batiashvili mit den Münchner Philharmonikern unter Lahav Shani auf Tournee. Es folgen Engagements mit Yannick Nézet-Séguin in Montreal und Philadelphia sowie 2026 eine Tournee mit dem Oslo Philharmonic Orchestra unter Klaus Mäkelä. Weitere Höhepunkte umfassen Projekte mit der Filarmonica della Scala, der Kammerakademie Potsdam, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, der Swedish Radio Symphony, dem Philharmonia Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra – sowie ihr Herzensprojekt City Lights mit dem Luzerner Sinfonieorchester.
Kammermusikalisch wird sie auf umfangreichen Tourneen im Klaviertrio mit Jean-Yves Thibaudet und Gautier Capuçon sowie im Duo mit Giorgi Gigashvili zu erleben sein.
Bei Deutsche Grammophon veröffentlichte Lisa Batiashvili zuletzt gemeinsam mit Yannick Nézet-Séguin und dem Philadelphia Orchestra das Album Secret Love Letters (2022). Ihr Projekt City Lights ist eine musikalische Reise durch elf Städte, die in ihrem Leben besondere persönliche oder künstlerische Bedeutung haben – mit Musik von Bach bis Morricone, von Dvořák bis Charlie Chaplin. Eine zwölfte Stadt kam 2022 mit ihrer Single Desafinado, einer Hommage an Rio de Janeiro, hinzu. Beim international renommierten Concert de Paris am französischen Nationalfeiertag 2020 spielte sie den Titeltrack City Memories, der weltweit ausgestrahlt wurde.
Ihre beeindruckende Diskographie umfasst zudem Visions of Prokofiev mit dem Chamber Orchestra of Europe unter Nézet-Séguin (ausgezeichnet mit dem Opus Klassik 2018), Einspielungen der Violinkonzerte von Tschaikowsky und Sibelius mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim, von Brahms mit der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann, sowie von Schostakowitschs 1. Violinkonzert mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Esa-Pekka Salonen.
Auf DVD erschienen ihre Konzerte mit den Berliner Philharmonikern unter Nézet-Séguin sowie Bartóks Violinkonzert Nr. 1 und Brahms Doppelkonzert (mit Gautier Capuçon und der Staatskapelle Dresden unter Thielemann).
Batiashvili wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem MIDEM Classical Award, Choc de l’année, dem Accademia Musicale Chigiana International Prize, dem Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals und dem Beethoven-Ring Bonn. 2015 wurde sie von Musical America zur Instrumentalistin des Jahres gewählt, 2017 als Gramophone Artist of the Year nominiert und 2018 mit der Ehrendoktorwürde der Sibelius-Akademie in Helsinki ausgezeichnet.
Von 2019 bis 2022 war sie Künstlerische Leiterin der Audi Sommerkonzerte Ingolstadt. 2025 erhielt sie den Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg für ihr Engagement gegen Krieg und Antisemitismus sowie für den europäischen Gedanken, ebenso wie die Auszeichnung „Pro Meritis Scientiae et Litterarum“ des Bayerischen Staatsministeriums.
Lisa Batiashvili lebt in Berlin und spielt eine Joseph Guarneri „del Gesù“ Violine aus dem Jahr 1739 – eine großzügige Leihgabe eines privaten Sammlers in Deutschland.