Mobilität von morgen! Künstlerisches Intervenieren im öffentlichen Raum

27.01.2026
News
© Hubert Auer

Am 3. und 17. Dezember 2025 fanden die beiden Workshops „Unter dem Pflaster liegt der Strand“ mit Stephanie Müller und Klaus Erik Dietl (Mediendienst, Leistungshölle, München) sowie „WALDWERDEN“ mit Theresa Schütz (Wien) statt. Eingeladen waren die 3. Klasse des BG Seekirchen und die Lebenshilfe, um sich kreativ dem Thema der städtischen Mobilität auseinanderzusetzen.

Co-CreART - Creating Change


Mobilität von morgen! Künstlerisches Intervenieren im öffentlichen Raum

Im Workshop von Stephanie Müller und Klaus Erika Dietl stand ein XXL-Zebrastreifen – eine bewegliche „Klaviatur der Stadt“ – als zentrales Symbol im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erkundeten die Stadt mit allen Sinnen und mithilfe ihrer Vorstellungskraft aus einer subjektiven Perspektive: Was liegt unter dem Asphalt und welche Gefühle wecken bestimmte Orte? Der XXL-Zebrastreifen wurde als tragbares Modul für eine öffentliche Bühne konzipiert, wobei jeder Streifen individuell und künstlerisch gestaltet wurde. So entstanden „Pflasterstreifen“, die die Wunden der Stadt sichtbar machen, heilen und neue Möglichkeiten für die Zukunft aufzeigen.

Für den Workshop WALDWERDEN! von Theresa Schütz diente das Zitat „Das Wort für Welt ist Wald“ (nach Ursula K. Le Guin) als Ausgangspunkt, um Straßen nicht nur als Verkehrsfläche, sondern als sozialen Raum für gutes Klima, sinnliche Erfahrungen und gemeinsames Miteinander zu denken. Die Teilnehmenden begaben sich auf eine performative Spurensuche nach imaginären „Wald-Städten“ und entwickelten – inspiriert durch das Musikstück Sketch for Summer und künstlerische Beispiele – eigene Waldfühler: Spürinstrumente, die Atmosphären wie Blätterdach, Waldboden oder Vogelstimmen über verschiedene Sinne erfahrbar machen.

Das Highlight der Workshops fand im Stadtraum statt: Der „Klavier-Zebrastreifen“ wurde auf dem Asphalt ausgerollt und zeigte neue Formen gemeinsamer Raumnutzung. Gleichzeitig bewegte sich eine zweite Gruppe unter einem großen Tuch als „Waldkörper“ mit Waldfühlern durch die Straßen und machte alternative Arten des Stadterlebens erfahrbar. So entstanden Straßen als Orte geteilter Erlebnisse, voller Sinneserfahrungen und kreativer Zukunftsvisionen – ein Publikum von Passant:innen nahm die künstlerischen Interventionen neugierig wahr.

Die Ergebnisse der Workshops fließen in die Ausstellung „Social Streets! Straßen und Plätze für Alle“ ein, die am 20. April 2026 im Foyer der Universität Mozarteum (Mirabellplatz 1) eröffnen wird.