Der Liebste aller Komponisten

Mi. 27.5.2026
Vortrag
Mozart:Forum
Eintritt frei!
© Leeve Draack

Mozart und Rheinberger. Vortrag von Birger Petersen im Rahmen des Mozart:Forum 2026

Birger Petersen, Johannes Gutenburg-Universität Mainz, Vortrag
Yvonne Wasserloos, Moderation

„Mozart ist mir der Liebste aller Komponisten, ohne anderen Größen zu nahe zu treten“, schreibt Rheinberger in seinen späten Briefen an Henriette Hecker: Bereits in jungen Jahren wird die Musik Wolfgang Amadé Mozarts für Josef Gabriel Rheinberger (1839–1901) zur Orientierung. Einerseits wird diese Prägung von außen an Rheinberger herangetragen – deutlich erkennbar nicht zuletzt an der Inszenierung des jungen Vaduzers als „junger Mozart“ –, andererseits wächst schnell die Überzeugung Rheinbergers, dass Mozart der für ihn wichtigste Vertreter der musikalischen Vergangenheit ist. Diese Einstellung geht einher mit dem Umstand,
dass die Musik Mozarts, Haydns und Beethovens im Feldkircher wie im Münchner Musikleben eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Der Beitrag widmet sich den Spuren, die die großen Vorbilder Rheinbergers in dessen Schaffen hinterlassen haben. Dabei fällt der Blick in erster Linie auf dessen Kompositionen für Klavier und Orgel, aber auch und vor allem die so vielfältige wie unbekannte Kammermusik Rheinbergers.

Birger Petersen studierte Musiktheorie und Komposition an der Musikhochschule Lübeck sowie Musikwissenschaft, Theologie und Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel (Promotion 2001 über die Melodielehre Johann Matthesons). Nach Lehrtätigkeiten in Lübeck, Bremen, Herford, Greifswald und Osnabrück war Birger Petersen an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in der Abteilung Komposition und Musiktheorie tätig, seit 2004 als hauptamtlicher Dozent und seit 2008 als Professor.
Von 2008 bis 2011 leitete er als Sprecher das Institut für Musik. 2011 wurde er auf eine Professur für Musiktheorie an die Hochschule für Musik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen.