Social Justice: Red Flags Day

Do. 7.12.
Vortrag
Eintritt frei!
Sara Hassan | © Christian Lendl
Social Justice: Red Flags Day
Do. 7.12.2023

Mit der Publikation „Grauzonen gibt es nicht: Muster sexueller Belästigung mit dem Red-Flag-System erkennen” hat Sara Hassan (gemeinsam mit Juliette Sanchez-Lambert) ein Modell entwickelt, um die ersten Anzeichen von Machtmissbrauch – vor allem in Form sexueller Belästigung – zu identifizieren. Im Rahmen des Vortrags wird den Teilnehmer*innen das „Red Flag System“ anhand von konkreten Fallstudien am Ausbildungs- und Arbeitsplatz als ein multifaktorielles Prüfschema und Frühwarnsystem vorgestellt.

Social Justice: Red Flags Day
Handlungsstrategien im Umgang mit sexueller Belästigung
Strategies for Dealing with Sexual Harassmen

(im Rahmen der UN-Initiative „16 Tage gegen Gewalt an Frauen)

Das Prüfschema und Frühwarnsystem integireirt vier verschiedene Dimensionen von Machtmissbrauch: Übergriffs-Strategien von Täter*innen, begünstigende Bedingungen aus dem Umfeld, Verhaltensweisen von Zeug*innen und die Reaktionen von Betroffenen selbst. Diese Grundlagen werden im Hinblick auf den universitären Alltag und dessen begünstigende strukturelle und institutionelle Faktoren vermittelt und im Anschluss mit dem Publikum diskutiert.

Im Workshop – exklusiv für Studierende – werden Sara Hassan und Christine Peham das „Red Flag System“ vor allem in Bezug auf die ständig neu auszubalancierenden künstlerisch-pädagogischen Beziehungen von Studierenden und Lehrenden an Musik- und Kunsthochschulen reflektieren. Studierende trainieren wie Warnhinweise gelesen und kritische Dynamiken eingeordnet können und erarbeiten mit den Referent*innen Handlungsstrategien, die eine professionelle Lehr- Lernbeziehung ermöglichen.

Sara Hassan, Autor*in, Moderator*in, Speaker*in, arbeitet seit 2015 zum Thema Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung. Nach jahrelanger internationaler Tätigkeit im Bereich politische Kommunikation (u. a. im EU-Parlament) hält die Verfasser*in von „Grauzonen gibt es nicht. Muster sexueller Belästigung mit dem Red Flag Sysem erkennen“ Vorträge und Workshops. Nach einem interdisziplinären Masterstudium an der New York University als Fulbright-Austria-Stipendiat*in ist Sara Hassan europaweit als Expert*in zum Thema Machtmissbrauch tätig.

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„Red Flags Day“ ist Teil der vom Institut für Gleichstellung und Gender Studies verantworteten Veranstaltungsreihe „Social Justice“. Social Justice basiert auf den Prinzipien radikaler Intersektionalität. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe werden Debatten über aktuelle feministische Bewegungen aufgegriffen, während gleichzeitig das historische Erbe von Advanced Feminism, Gender Studies und Queer Theory genutzt wird, um Sexualität und Geschlechterverhältnisse erneut, aus ethischer Perspektive, zu thematisieren. Mit einer kritischen Haltung gegenüber allen Produktionsverhältnissen will die Reihe zum Abbau von Diskriminierung innerhalb der Universität und darüber hinaus beitragen, indem sie soziale Gerechtigkeit durch den Zugang zu demokratischer Teilhabe und die gleiche Verteilung von Wohlstand und Privilegien für alle fördert. Social Justice bietet Vorschläge, wie Gender/Queer Studies speziell in den Künsten erweitert werden können. Im Zentrum der ästhetischen Reflexion setzt die Reihe auf emanzipatorische Formveränderungen, die konstitutiv für alle gesellschaftlichen Prozesse auf der Basis von Gleichheit sind. Sie zielt auf die Sensibilisierung für Prozesse des Zuhörens, Aufführens und Erzählens sowie des Analysierens, Forschens und Differenzierens ab. Neben Personen aus der Universität Mozarteum Salzburg werden transnationale Expert*innen eingeladen, die den Diskursstandort Salzburg mit neuen Perspektiven und kritischen Positionen bereichern und sich mit ideologischen Hierarchien, Elitismus und sozialer Ausgrenzung auseinandersetzen.

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