Social Justice: Active Intolerance

Mi. 10.5.
Talk
Eintritt frei!
Active Intolerance, Installationsansicht, Ana Hoffner ex-Prvulovic* | © Martin Ly

Online-Gespräch über ökonomische Ausbeutung und gesellschaftlichen Ausschluss in Haftanstalten: Gefängnisse gelten als wichtige rechtsstaatliche Institutionen, entziehen aber den Insass*innen zahlreiche Grundrechte und fungieren als Orte des Ausschlusses für diejenigen, die in der Gesellschaft unerwünscht sind. Zugleich ermöglichen sie Betrieben, auf Kosten der Überausbeutung von Gefangenen billig zu produzieren. Produktion in Gefangenschaft etabliert sich zunehmend auch in Europa und wirft dabei Fragen über die Funktionsweise der sogenannten ‚freien Marktwirtschaft‘ auf.

Ökonomische Ausbeutung im Gefängnis steht dabei nicht zuletzt in einer Verbindung zur vergeschlechtlichten Reproduktionsarbeit und Fürsorgearbeit, die ebenfalls nur unter gezielten Ausschlussmechanismen geleistet wird.

Über diese und ähnliche Zusammenhänge diskutiert Ana Hoffner ex-Prvulovic* mit der Politikwissenschaftlerin und Aktivistin Monika Mokre. Sie sprechen über aktuelle und vergangene Versuche einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen: Wie kann die Institution Gefängnis untolerierbar werden?

Zoom-Link:
https://us02web.zoom.us/j/86223545221?pwd=VVdIaG1vNjA1M0tlR3BycHNBeWJuUT09

- - 

„Active intolerance“ ist Teil der Veranstaltungsreihe „Social Justice“. Social Justice  basiert auf den Prinzipien radikaler Intersektionalität. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe werden Debatten über aktuelle feministische Bewegungen aufgegriffen, während gleichzeitig das historische Erbe von Advanced Feminism, Gender Studies und QueerTheory genutzt wird, um Sexualität und Geschlechterverhältnisse erneut, aus ethischer Perspektive, zu thematisieren. Mit einer kritischen Haltung gegenüber allen Produktionsverhältnissen will die Reihe zum Abbau von Diskriminierung innerhalb der Universität und darüber hinaus beitragen, indem sie soziale Gerechtigkeit durch den Zugang zu demokratischer Teilhabe und die gleiche Verteilung von Wohlstand und Privilegien für alle fördert. Social Justice bietet Vorschläge, wie Gender/Queer Studies speziell in den Künsten erweitert werden können. Im Zentrum der ästhetischen Reflexion setzt die Reihe auf emanzipatorische Formveränderungen, die konstitutiv für alle gesellschaftlichen Prozesse auf der Basis von Gleichheit sind. Sie zielt auf die Sensibilisierung für Prozesse des Zuhörens, Aufführens und Erzählens sowie des Analysierens, Forschens und Differenzierensab. Neben Personen aus der Universität Mozarteum Salzburg werden transnationale Expert*innen eingeladen, die den Diskursstandort Salzburg mit neuen Perspektiven und kritischen Positionen bereichern und sich mit ideologischen Hierarchien, Elitismus und sozialer Ausgrenzung auseinandersetzen.

Mehr zu Social Justice erfahren