Em. O.Univ.-Prof.in
Helmi Vent
Helmi Vent (*1945 in Hamburg) wurde 1983 als O.Univ. Prof.in für „Experimentelles RaumKlangKörper-Theater“ an die Universität Mozarteum berufen und emeritierte 2013. Zu ihren Hauptarbeitsgebieten gehören Kunst & Kultur; Lab Inter Arts- & Transkulturelle Projekte in Verbindung mit angewandten Human- und Lebenswissenschaften; Experimentelles Musik- und Bewegungs/Tanz-Theater; AV-gestützte, künstebasierte Forschung. 1983 gründete Helmi Vent die „TanzMusikTheater-Werkstatt“ und leitete ab 2008 das daraus hervorgegangene „Institut LIA – Lab Inter Arts“, eine Experimentier-, Performance- und Seminar-Werkstatt. In seinem universitätsübergreifenden sowie videodokumentierten kunstpraxis- und theorieverbindenden Gesamtkonzept war das „LIA“ ein Novum an Universitäten der Künste im deutschsprachigen Raum (s.u. „Initiativen“). 2013 wurde Helmi Vent für ihr „Lab Inter Arts“ mit dem „Ars docendi Staatspreis für exzellente Lehre an den öffentlichen Universitäten Österreichs“ in der Kategorie „Innovative Lehrkonzepte“ durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Wien, ausgezeichnet.
Gastaktivitäten (Vorträge mit LIA-Filmscreenings, Seminare, Projekte, Performances) führten und führen Helmi Vent bis dato an Universitäten, Bildungs- und Kultureinrichtungen auf verschiedene Kontinente, https://www.helmi-vent.com/de/. Daneben brachten und bringen ihr Studienreisen zu traditionellen Lebensgemeinschaften in West-, Zentral- und Süd-West-Afrika, Madagaskar, Sierra Nevada-Region der USA, Nord-Australien, Neuseeland und Zentralasien bereichernde und prägende Einblicke von Arten und Weisen eines In-der-Welt-Seins. Zu den Einblicken gesellen sich Fragen und neue Aufspürversuche von elementaren, menschenverbindenden Schnittstellen in einer unendlichen Gestaltungsvielfalt von Lebens-, Ausdrucks- und Kommunikationsformen.
(Stand 2025)
- Gründung und Leitung der Experimentierwerkstatt „LIA – Lab Inter Arts“, 1983, eine Pioniereinrichtung an Universitäten der Künste im deutschsprachigen Raum. Vorläufer-Werkstätten des Lab Inter Arts am Mozarteum: TanzMusik-Werkstatt (1983 – 1992 fächerübergreifend); TanzMusikTheater-Werkstatt (1993 – 2008 abteilungs- und universitätsübergreifend); Institut LIA – Lab Inter Arts (2008 – 2013 universitätsübergreifend und interkontinental).
- Einrichtung und curriculare Konzipierung des neuen Lehrveranstaltungstyps „Fächerübergreifende Projekte“ (1993), später „Interdisziplinäre Projekte" (1998) im Rahmen „Freie Wahlfächer“, offen für Studierende aller Departments der Universität Mozarteum (seit 2006 mit vernetzter ECTS-Inskription) und der Fakultäten der Universität Salzburg https://www.helmi-vent.com/de/projekte-filme/projekte-uebersicht.html.
- Leitung und kontinuierliche Durchführung von Lab Inter Arts-Projekten (1983 – 2016) im Rahmen des kunstuniversitären Formats „Entwicklung und Erschließung der Künste“ (prozess- und teilnehmerorientierte, in der Regel zweisemestrige Projektentwicklung; öffentliche Projektpräsentationen [Performance und/oder AV-Screening-Format]; internationale Gastspiele; Kooperationen mit Universitäten und Kultureinrichtungen sowie diversen Gastkünstler*innen).
- Leitung und Durchführung interkultureller Lab Inter Arts-Joint-Projects: Accra, Ghana/Afrika 1989; Casamance, Senegal/Westafrika 1992; Kapstadt/Südafrika 1997; Grand Erg,Tunesien/Nordafrika 2004; Ulanbaator/Mongolei 2006; Panjim, Goa/Indien 2009; Kumasi, Ghana/Afrika 2009; Mumbai/Indien 2009 und 2010; Neu-Delhi/Indien 2011; Manado/Indonesien 2012 und 2013, u.a..
- Konzeption und erstmalige Einrichtung des AV-Medienbereichs an der Universität Mozarteum in Verbindung mit diversen Umbaumaßnahmen, finanziert vom Bundesministerium für Wissenschaft & Forschung, Wien, im Rahmen des Berufungsverfahrens von H. Vent (Konzeptvorlage 1983 mit der prospektivischen Zielvorgabe AV-gestützter Analyse, Evaluation und Publikation von künsteübergreifenden Lehr- und Lernprozessen.
- Aufbau und inhaltliche Betreuung des LIA-Filmarchivs, editionsästhetisch und dokumentationstechnisch laufend aktualisiert durch eine Fachkraft. Erste Projekt-Archivalie des Filmarchivs: „Bitte, nehmen Sie Platz“ (1983-85). Derzeitiges Datenvolumen des Gesamtarchivs: 55 TB (Stand 2025) https://www.helmi-vent.com/de/filme-uebersicht.html.
- Entwicklung und AV-dokumentierte Erschließung des interdisziplinären Performance-Genres RaumKlangKörper-Theater (ab 1996), ein Novum an Kunstuniversitäten im deutschsprachigen Raum, Beispiel: https://www.helmi-vent.com/de/projekte-filme/auf-weiter-flur.html. Weitere neue Schwerpunkte: „Experimentelles Instrumental- und Vokaltheater“; „Experimentelles Musik- und Tanztheater“.
- Einrichtung der Lehrveranstaltung „Ästhetische Theorien“, eine erstmalige Vernetzungsplattform von Inter Arts-Praxis und Theorie im Sinne ästhetischer Konzepte in den Künsten (durchgeführt ab 2002; als „Freies Wahlfach“ inskribierbar ab 2004).
- Durchführung und Betreuung von künstebasierten, AV-dokumentations-gestützten Forschungsprojekten in Verbindung mit angewandten Human- und Kulturwissenschaften. Bezugsprojekte: „Kunst ist, wenn ...“, Salzburg, München, Köln, Athen (1987, 2024); „Wo bist du, Adam?“ Salzburg, Enschede/NL (1989); „Willst zu meinen Liedern deine Leier drehn?“ Salzburg, Melbourne/AUS, Kapstadt/ZAF (1995-97); „Saiten im Gespräch“, Ulanbaator/Mongolei (2006).
- Erstmalige Kooperation zwischen dem Institut Lab Inter Arts (LIA), Universität Mozarteum, und dem Studiengang MultiMediaArt (MMA) der Fachhochschule Salzburg, inoffiziell ab 2007, offiziell ab WS 2010-11 mit dem Interdisziplinären Projekt „Multi-Stage-Theater“ in Verbindung mit der Vorlesung „Von Dada bis dato“, WS 2011-12.
- Leitung und Schnittkonzeption aller Filmproduktionen – von prozessualen Projektentwicklungen bis zu finalen Performances. Öffentliche Präsentationen ab 1983 mit Hilfe von Medienpartnern, ab 1992 erstmalig mit Mozarteum-Equipment im Performance-Projekt „Tischreden“.
- Laufende Neukontextualisierungen von Archivalien in Form von themenorientierten Film-Modulen im Zusammenhang internationaler Austausch-, Kooperations-, Vortrags-, Vermittlungs- und ästhetischer Forschungstätigkeiten (bis dato).