Erste Diplome für Studierende im Kooperationsprogramm „Emergency Exit“

13.10.2021
Medieninformation
Menschen auf der Bühne, eine Frau in rotem Kleid schwingt eine Fahne mit Aufschrift "Free SZFE" | © Fabian Schober

Ein historischer Moment: Am 12. Oktober erhielten die ersten acht ungarischen Schauspielstudierenden ihre Abschlussdiplome im Rahmen des Kooperationsprogramms „Emergency Exit“ der Freeszfe Budapest und der Universität Mozarteum Salzburg!

Rektorin Elisabeth Gutjahr sprach in ihrer Begrüßungsrede von einem „historischen Moment“ und dankte für den Mut und den Einsatz der ungarischen Kolleg*innen und Studierenden für die Demokratie. Der Senatsvorsitzende der Universität Mozarteum, Christoph Lepschy wies darauf hin, dass die „Solidarität in dieser Kooperation wechselseitig ist und wir angesichts der Gefährdung demokratischer Werte in Europa dringend solche Allianzen benötigen.

„Emergency Exit“ ist eine Kooperation zwischen der Freeszfe (ehemalige Studierende und Lehrende der Budapester Universität für Theater und Filmkunst (SZFE)) und fünf europäischen Universitäten (Universität Mozarteum Salzburg, Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg, Aleksander-Zelwerowicz-Theaterakademie Warschau, Accademia Teatro Dimitri und Filmakademie Wien (mdw)). Ziel des Programms ist es, internationale Kooperationen von Studierenden zu fördern und den Studierenden der SZFE einen Abschluss an anderen europäischen Universitäten zu ermöglichen, nachdem die Autonomie der Universität durch einen sogenannten „Modellwechsel“ zerstört wurde und ihre Entscheidungsbefugnisse von einem regierungsnahen Kuratorium übernommen wurden. Der Verein Freeszfe machte es sich daraufhin zur Aufgabe, in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Universitäten, die die bisherigen Leistungen der Studierenden anerkennen, Studierenden und Lehrenden auch nach dem Verlassen der SZFE das gemeinsame Weiterstudieren zu ermöglichen und am Ende des Studiums einen offiziellen europäischen Abschluss zu erwerben.

Die „Emergency Exit“-Initiative wurde im Juli auch mit dem Europäischen Bürgerpreis des Europäischen Parlaments ausgezeichnet. Der Preis würdigt seit 2008 Initiativen, die zur europäischen Zusammenarbeit und zur Förderung gemeinsamer Werte beitragen. Der Preis geht an Personen oder Organisationen, die das gegenseitige Verständnis und die engere Integration zwischen den Menschen in der EU fördern, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die einen stärkeren europäischen Geist schafft, und Initiativen, die die in der Charta der Grundrechte der EU enthaltenen EU-Werte  schätzen.

Am 13. Oktober findet die Kooperation zwischen Freeszfe und der Universität Mozarteum ihre Fortsetzung in einer Reihe von Workshops am Thomas Bernhard Institut, in denen Studierende aus Salzburg und Budapest miteinander arbeiten.

Mehr News

  • © Matthias Creutziger
    15.3.2026
    „Man muss mit der Musik atmen“ 

    Mit einem Antrittskonzert am 10. Oktober im Salzburger Dom gibt Christian Thielemann den Auftakt zu seiner Lehrtätigkeit als Univ.-Prof. für Orchesterdirigieren an der Universität Mozarteum Salzburg. Ein Gespräch über das Weitergeben von Erfahrung, Gelassenheit – und darüber, warum junge Musiker:innen sich Zeit lassen sollten.

    Interview
  • © Thor Brødreskift
    14.3.2026
    Der Raum dazwischen 

    Radio, Relationalität und künstlerische Forschung: Seit Oktober 2025 ist Karen Werner Univ.-Prof.in für Artistic Research am Institut für Open Arts der Universität Mozarteum Salzburg. In ihrer Arbeit mit Radio als relationalem Medium erforscht sie Präsenz, Kommunikation und Ko-Kreation und reflektiert Radio als ästhetischen und politischen Raum.

    Interview
  • © Bürger, AAI Salzburg
    11.3.2026
    Spende an den AAI Hilfsfonds 

    Im Rahmen einer gemeinsamen Advent-Andacht des Mozarteum uniChors unter der Leitung von Jörn Andresen und der Unipfarre/KHG in der Kollegienkirche haben Studierende der Universität Mozarteum ein starkes Zeichen der Solidarität gesetzt: 1.453 Euro wurden zugunsten des AAI Hilfsfonds für Drittstaatenstudierende in Notlagen gesammelt. Der Betrag wurde am 10. März 2026 offiziell an das Afro-Asiatische Institut (AAI) Salzburg übergeben.

    News