Der Riss ist ein halb fiktionales, halb dokumentarisches Stück, welches den Fragen nach Entmenschlichung und territorialer Gewalt nachgeht und gleichzeitig nach den Auswirkungen von einem ganz konkreten politischen Ereignis fragt: Was für ein Spiel spielte sich 2018 im österreichischen Ort Spielfeld ab? Welche Regeln galten und wer ging als Gewinner vom Feld?
Ein zentrales Element der Inszenierung ist die Beschreibung des Virus, das die Kontrolle über den Körper der Infizierten übernimmt, ihre physischen und psychischen Strukturen zersetzt und in ein eigenes Netzwerk integriert: „Das Virus nutzt die Infrastruktur des Körpers, um mit den anderen gleichartigen Viren Kontakt aufzunehmen, die überall im Organismus verteilt sind. […] Die Aufgaben des zerstörten Immunsystems übernimmt das Virus schließlich selbst. Ab diesem Punkt bleibt von der befallenen Person nicht mehr viel übrig. Sie ist ein Zombie geworden.“
Sound: Fabian Schober
Dokumentarische Kuration: Nina Dalbazi
Mentorenschaft: Martin Valdés Stauder & Tina Lanik