Platform on Politics of the Past

Overview

The Platform on Politics of the Past is a forum for discussing questions relating to the historical political positioning and decisions of the Mozarteum University. The critical assessment of these issues may take the form of scholarly review (e.g. of biographies) but can equally be expressed through artistic projects that raise public awareness in the spirit of “Never Forget.” The Platform was founded in response to an artistic intervention by students of the Thomas Bernhard Institute in April 2024, in which a number of names on the Honorary Members board in the foyer of the Mozarteum University were crossed out with red paint and a petition was lodged calling for their honours to be revoked.

Statement from the Rectorate & Senate

In the years between 1960 and 1980, certain honours were awarded by the Mozarteum University Salzburg which, in hindsight, are highly problematic. These relate to people whose possible involvement in Austrian Fascism or Nazi (cultural) politics was not critically examined. 

To honour someone with an award is also to create a contemporary document. Such awards always reflect the positions, politics and networks of those who bestow them.

Through neglecting to critically question the honours that were awarded between the 1960s and 1980s until very recently, the Mozarteum University Salzburg failed to actively combat the forgetting and suppression of historical events.

The position of the senate and rectorate is that the past behaviour of the university and its office-holders, which cannot be considered in isolation from the honours which were awarded to problematic individuals, should be researched, dealt with and explained. In this way, the Mozarteum University Salzburg has chosen to acknowledge and account for its past.

At the same time, the Mozarteum University Salzburg is keen to avoid focusing on the perpetrators. Instead, the university has initiated and advanced a comprehensive process of accountability and acknowledgement of the victims of tyranny and those harmed by the organs and members of the Mozarteum.

13th January 2025

News

  • Illustration einer Trompete
    22.12.2025
    Open Call – Artistic Interventions 

    In 2024, the Platform on Politics of the Past was established at the Mozarteum University Salzburg. As a public platform, its purpose is to provide a forum for discussing questions and presenting research findings relating to the historical political positioning and decisions of the Mozarteum University. All university members are welcome to become involved and support its work.

    Open Call
  • 23.9.2025
    Mozarteum stories – dialogue with the past 

    The Platform on Politics of the Past at the Mozarteum University Salzburg deals with cultures of remembrance from the 1920s to the 1990s. The critical reflection on the university's political past, especially during the periods of Austrofascism, National Socialism and the post-war era, plays just as important a role as art projects against forgetting and for greater awareness. Researchers are currently conducing a citizen research project that invites the local community to share relevant documents and contemporary accounts.

    Press release
  • 24.4.2024

    News

Veranstaltungen

  • 27.1.2026
    02:45 pm
    Foyer Haupthaus
    DOT - Gesten der Verantwortung
    DOT – Gesten der Verantwortung ist ein künstlerisch-forschendes Projekt, das sich mit der Verkörperung institutioneller Geschichte an der Universität Mozarteum Salzburg auseinandersetzt.
    Performance
    · Free

Weitere Veranstaltungen im Kontext

  • 27.1.2026
    04:00 pm
    Kleines Studio
    Erinnerungsorte III
    Musik in der NS-Diktatur: Blick auf die Täter*innen und Opfer: Musik im Ghetto und im Konzentrationslager. Vorträge und Diskussionen
    Symposium
    · Free
  • 27.1.2026
    07:30 pm
    Kleines Studio
    Erinnerungsorte III
    Konzert mit Lesungen und Moderationen, anlässlich des Internationalen Holocaust- Gedenktages
    Concert
    · Free

Personen

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Präambel
Die Plattform Geschichtspolitiken agiert unabhängig von den leitenden Kollegialorganen der Universität Mozarteum Salzburg, steht aber mit diesen in einem konstruktiven Dialog. Die Plattform agiert departmentübergreifend und ist keinem Institut oder Department angegliedert oder zugeordnet. Für die zentralen Forschungsaktivitäten, die künstlerischen Interventionen und Vermittlungsprojekte stellt das Rektorat ein angemessenes und jährlich je nach Arbeitsplan festzulegendes Budget zur Verfügung. Mindestens einmal im Jahr werden Vertreter*innen der Plattform von der*dem Vizerektor*in für Ressourcen zu Budgetgesprächen eingeladen, bei denen der Förderbedarf im folgenden Kalenderjahr abgeklärt und der Budgetrahmen beschlossen wird.

Aufgaben
Die Plattform Geschichtspolitiken der Universität Mozarteum Salzburg beschäftigt sich mit Fragen zum Umgang mit Vergangenheitspolitik und Erinnerungskulturen von den 1920er bis in die 1990er Jahre. Die wissenschaftliche Aufarbeitung der politischen Vergangenheit der Universität, besonders in der Zeit des Austrofaschismus, des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit, spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie Kunstprojekte gegen das Vergessen und für mehr Bewusstsein. Mit einem open call, der sich an alle Universitätsangehörigen richtet, werden temporäre künstlerische Thematisierungen, die sich mit der Rolle der Institution und den am Haus handelnden Personen im Kontext faschistischer und nationalsozialistischer Systeme/Ideologeme, mit den Kontinuitäten und den lange wirkenden „Hinterlassenschaften“ einer politischen Verharmlosung kritisch-künstlerisch auseinandersetzen, initiiert und unterstützt. Die Suche nach Dokumenten und Erinnerungen von Zeitzeug*innen wird über ein Citizen-Science-Projekt vorangetrieben. Neben den forschenden Tätigkeiten sind die Dokumentation und Dissemination von zentraler Bedeutung – hierzu werden Kooperationen im pädagogisch-didaktischen Bereich wie im künstlerisch-forschenden Bereich mit den Departments der Universität Mozarteum angestrebt. Darüber hinaus werden unterschiedliche Veranstaltungsformate entwickelt, mit und in denen die Forschungsergebnisse in einen breiten Dialog mit der Öffentlichkeit gebracht werden können.

Leitung
Die Plattform Geschichtspolitiken wird kollektiv von der Kerngruppe geleitet, eine leitende Koordinierung ist nicht vorgesehen, alle Beschlüsse sind mit einfacher Mehrheit zu verabschieden.

Mitglieder des Forums Plattform Geschichtspolitiken in der sogenannten Kerngruppe sind (in alphabetischer Reihenfolge): Hildegard Fraueneder, Julia Hinterberger, Christoph Lepschy, Elisabeth Nutzenberger, Susanne Prucher, Sandra Steindl, Yvonne Wasserloos.

Grundsätzlich steht die Mitarbeit allen interessierten Angehörigen der Universität offen, über die Aufnahme in die Kerngruppe entscheiden deren Mitglieder mit 2/3 Mehrheit.

Administrativ wird die Arbeit der Plattform seitens Elisabeth Nutzenberger, Mitarbeiterin im Kunst-ARCHIV-Raum der Universität Mozarteum, unterstützt.

Sitzungen
Die Festlegungen von Sitzungen erfolgen kollektiv in der Kerngruppe und nach Maßgabe der jeweils anstehenden Aufgaben. 


Befangenheit
Ein Mitglied der Kerngruppe gilt als befangen, wenn eine Angelegenheit behandelt wird, die die persönlichen Verhältnisse dieses Mitglieds oder die eines nahen Angehörigen dieses Mitglieds betrifft. Im Falle der Befangenheit nimmt die Person an der Diskussion nicht teil und verlässt für die Dauer der Verhandlung über diesen Gegenstand die Sitzung. Diese Person kann jedoch als Auskunftsperson eingeladen werden. 


Protokoll 
Über jede Sitzung ist ein Protokoll zu führen, das als bestätigt gilt, wenn bis zu einem von der*dem Protokollführer*in festgesetzten Termin keine Änderungs- und Ergänzungswünsche mehr eingebracht werden und die abgestimmten Änderungen und Ergänzungen eingearbeitet sind.
Das Protokoll hat jedenfalls zu enthalten:
‐ Ort, Datum, Beginn und Ende der Sitzung
‐ die Namen der Anwesenden, wobei “anwesend“ bedeutet: physisch anwesend oder präsent bei einer video-/telefonisch abgewickelten Sitzung/Zuschaltung 
‐ die Namen der Abwesenden
‐ Berichte/Beschlüsse in vollem Wortlaut samt Abstimmungsergebnissen 
‐ Beiträge, deren Aufnahme in das Protokoll verlangt werden.
Sämtliche Schriftstücke, die aus Anlass der Sitzung zur Kenntnis gebracht wurden, sind mit dem Protokoll abzulegen.
Das Protokoll ist ehest möglich zu erstellen und nach Zustimmung ordnungsgemäß abzulegen (Kanzlei, Teams-Ordner).


Auskunftspersonen und Expert*innen 
Zur Beratung können Auskunftspersonen und Expert*innen beigezogen werden.


Amtsverschwiegenheit Die Sitzungsteilnehmer*innen sind im Sinne des § 48 UG zur Amtsverschwiegenheit verpflichtet.