Regiearbeiten zum Schwerpunkt Antike

Fr. 16.1.2026—Sa. 17.1.2026
Schauspiel
Eintritt frei!
Regiearbeiten zum Schwerpunkt Antike
Fr. 16.1.2026—Sa. 17.1.2026

Die Regiestudierenden des Thomas Bernhard Institutes erarbeiteten in diesem Wintersemester Werkstattinszenierungen basierend auf der Auseinandersetzung mit Theatertexten aus der Antike. Öffentlich gezeigt werden die Produktionen „Nie wieder Frieden – Trilogie über das Mitmachen“ in der Regie von Victor Osterloh und „Medeamaschine“ in der Regie von Jakob Schulte.

Öffentliche Veranstaltungen 

Schauspiel
16.1.2026 - 16.1.2026

Nie wieder Frieden – Trilogie über das Mitmachen

In Zeiten wie diesen – Krisen-, Kriegs- und Kummerjahren – sammelt sich das Volk um die eine Kerze in der unendlichen Dunkelheit der Ungewissheit: die gemeinsamen Werte. Die hohen und höchsten Güter, die es auch mit dem Leben zu schützen gilt. So ernst ist es ihm mit den Werten, dass auch mal der Unterschied von Zusammenhalt und Gewalt ins Unscharfe blendet. Aber nicht weiter darüber nachdenken: Vollen Muts in die Schlacht für die gute Sache. Da kommt kein Widerspruch auf. Und wenn doch…
Schauspiel
16.1.2026 - 16.1.2026

Medeamaschine

Drei Medeafiguren stehen vor Gericht. Drei Zeiten, drei Verbrechen, ein Körper aus Mythos und Erinnerung. Und hinter ihnen tausend weitere. Während die Sitzung sich durch die Jahrhunderte bis in die Antike hin zieht, rücken die Figuren immer näher. Doch je schärfer wir sehen, desto schwerer fällt das Urteil.

Universitätsinterne Zeigen

Philoktet
nach Heiner Müller

16. Januar 2026, 12:00 Uhr
17. Januar 2026, 17:45 Uhr

Theatrum – Thomas Bernhard Institut
Paris-Lodron-Str.
9
Studio 2, 1. OG

Regie: Kevin Hummel
Bühne & Ausstattung: Amelia Riedel
Mit: Neoptolemos  – Theo Thun / Philoktet – Ghaith Alsaid / Odysseus – Julian Plattner 

Wir sterben für den Staat, töten für den Frieden! Das Wir wird zur Disziplin, ein Feind zur Notwendigkeit, Mensch zum Mittel. Wer kämpft hier für was? Und wer wird verwertet, damit Staat überlebt? Philoktet ist Modell, nicht Historie. Gegenwart, nicht Vergangenheit. 

Content Warnung: Mord, Tod, Suizid, Darstellung von Gewalt.

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Kassandra
nach Lesja Ukrajinka
übersetzt von Irena Katchaniuk-Spiech

16. Januar 2026, 13:00 Uhr 
17. Januar 2026, 16:30 Uhr

Theatrum – Thomas Bernhard Institut
Paris-Lodron-Str.
9
Probebühne 2, 3. OG

Regie: Sophia Nimak
Kostüm- & Bühnenbild: Maxie Franz
Assistenz: Lotta Fleig
Mit: Kassandra – Ruit Habart / Polyxena – Nia Sokolović / Andromache – Maya Udovcic / Dolon , Onomaos, Helenos – Sven Thor

„Ich habe Angst vor dem Schicksal... Sein großes weißes Auge blickt überall hinein...“

Trojas Untergang ist für Kassandra kein ferner Schatten, sondern bittere Gewissheit. Sie sieht den Verrat und das Blut der Ihren, doch ihre Warnungen verhallen ungehört. Wer Wahrheiten spricht, die das Gefüge aus Selbstbetrug und politischem Kalkül stören, erntet Hass statt Dank. So wird sie zur Ausgestoßenen in einer Welt, die sich starrsinnig an den Glauben an den Sieg klammert. Eine Geschichte über die schmerzhafte Isolation der Sehenden und eine Gesellschaft, die lieber blind in den Abgrund steuert.

Content Warnung: Szenen mit psychischem Druck und Grenzüberschreitungen.

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Herakles Tod
nach “Die Trachinierinnen” von Sophokles
mit Texten von Enis Maci

16. Januar 2026, 15:00 Uhr 
17. Januar 2026, 14:45 Uhr           

Theatrum – Thomas Bernhard Institut
Paris-Lodron-Str.
9
Lichtlabor, 2. OG

Regie: Rahel Hofbauer
Bühne: Johanna Sojer
Musikalische Leitung: Veit Vergara
Mit: Tara Ewers, Fatima Shehata, Lisbet Hampe

„Deianeira wartet – sie ist geduldig – sie hat Verständnis – sie liebt.“

Doch hinter diesem Narrativ verbirgt sich ein tödliches Muster, das geschürt, reproduziert und als natürlich verkauft wird. Ein System, das sich über Generationen fortschreibt – von der Antike bis heute. Was wird hier weitervererbt? Und welchen Preis fordert es?

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Rodogune
von Pierre Corneille
in der Übersetzung von Albert Lang und Christian Ruzicska

16. Januar 2026, 16:00 Uhr 
17. Januar 2026, 13:30 Uhr 

Theatrum – Thomas Bernhard Institut
Paris-Lodron-Str.
9
Probebühne 3, 1. UG

Regie: Nina Vedova
Bühne & Kostüm: Ruth Grau
Sounddesign: Bo Gordon Leitner, Anatol Wetzer
Mit: Rodogune – Nora Carla Pichler / Cleopatra – Tanja Radovanović / Antiochus – Emma Rebmann / Seleucus – Amadeus König 

Ein Stück über Macht. Die Macht der Mächtigen. Die Macht der Liebe. Die Macht des Hasses. Zwischen Herrschaft und Hingabe, Liebe und Hass entfaltet sich ein Kampf ohne Ausweg. Zwei Frauen stehen einander als ebenbürtige Gegnerinnen gegenüber: Triumph oder Tod. Zwischen ihnen zwei Prinzen. Söhne und Liebende, Brüder und Werkzeuge ihres Hasses, im Glauben, selbst die Fäden zu ziehen. Intrigen, Überlebensstrategien und Manipulation durchziehen das angeblich beherrschte System, bis es gnadenlos zurückschlägt. 

Content Warnung: Flackerndes Licht (kein Stroboskop-Licht).

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Phädras Liebe
nach Sarah Kane

16. Januar 2026, 19:30 Uhr 
17. Januar 2026, 10:00 Uhr 

OFF Theater
Eichstraße 5

Regie: Rahel Johanna Ambrozic
Ausstattung: Lisa Behensky
Technische Assistenz: Oscar Gmelin
Mit: Linda Bokshi, Lennart Lube, Nika Fabich

Ich geh in Kreisen
Wie auf dem Jahrmarkt ein Tier,
Weiß nicht, wo ich hin soll,
So fremd bin ich mir.
Meine Sprache gehämmert
In einen einzigen Namen;
Ich liebe wen
Und trage drum Scham.
Was mir die Seele verletzt,
Danach muss sie gieren.
Nicht besser als ein Tier
Auf allen vieren.
(William Butler Yeats)

Reservierung für das Projekt: