Regiearbeiten zum Schwerpunkt Antike
Die Regiestudierenden des Thomas Bernhard Institutes erarbeiteten in diesem Wintersemester Werkstattinszenierungen basierend auf der Auseinandersetzung mit Theatertexten aus der Antike. Öffentlich gezeigt werden die Produktionen „Nie wieder Frieden – Trilogie über das Mitmachen“ in der Regie von Victor Osterloh und „Medeamaschine“ in der Regie von Jakob Schulte.
Nie wieder Frieden
16.1. um 10:30 Uhr (Premiere)
17.1. um 19:30 Uhr
Medeamaschine
16.1. um 17:30 Uhr (Premiere)
17.1. um 12:00 Uhr
Paris-Lodron-Straße 2a, 5020 Salzburg
Paris-Lodron-Straße 9, 5020 Salzburg
OFF Theater
Eichstraße 5, 5020 Salzburg
Öffentliche Veranstaltungen
Universitätsinterne Zeigen
Philoktet
nach Heiner Müller
16. Januar 2026, 12:00 Uhr
17. Januar 2026, 17:45 Uhr
Theatrum – Thomas Bernhard Institut
Paris-Lodron-Str. 9
Studio 2, 1. OG
Regie: Kevin Hummel
Bühne & Ausstattung: Amelia Riedel
Mit: Neoptolemos – Theo Thun / Philoktet – Ghaith Alsaid / Odysseus – Julian Plattner
Wir sterben für den Staat, töten für den Frieden! Das Wir wird zur Disziplin, ein Feind zur Notwendigkeit, Mensch zum Mittel. Wer kämpft hier für was? Und wer wird verwertet, damit Staat überlebt? Philoktet ist Modell, nicht Historie. Gegenwart, nicht Vergangenheit.
Content Warnung: Mord, Tod, Suizid, Darstellung von Gewalt.
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Kassandra
nach Lesja Ukrajinka
übersetzt von Irena Katchaniuk-Spiech
16. Januar 2026, 13:00 Uhr
17. Januar 2026, 16:30 Uhr
Theatrum – Thomas Bernhard Institut
Paris-Lodron-Str. 9
Probebühne 2, 3. OG
Regie: Sophia Nimak
Kostüm- & Bühnenbild: Maxie Franz
Assistenz: Lotta Fleig
Mit: Kassandra – Ruit Habart / Polyxena – Nia Sokolović / Andromache – Maya Udovcic / Dolon , Onomaos, Helenos – Sven Thor
„Ich habe Angst vor dem Schicksal... Sein großes weißes Auge blickt überall hinein...“
Trojas Untergang ist für Kassandra kein ferner Schatten, sondern bittere Gewissheit. Sie sieht den Verrat und das Blut der Ihren, doch ihre Warnungen verhallen ungehört. Wer Wahrheiten spricht, die das Gefüge aus Selbstbetrug und politischem Kalkül stören, erntet Hass statt Dank. So wird sie zur Ausgestoßenen in einer Welt, die sich starrsinnig an den Glauben an den Sieg klammert. Eine Geschichte über die schmerzhafte Isolation der Sehenden und eine Gesellschaft, die lieber blind in den Abgrund steuert.
Content Warnung: Szenen mit psychischem Druck und Grenzüberschreitungen.
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Herakles Tod
nach “Die Trachinierinnen” von Sophokles
mit Texten von Enis Maci
16. Januar 2026, 15:00 Uhr
17. Januar 2026, 14:45 Uhr
Theatrum – Thomas Bernhard Institut
Paris-Lodron-Str. 9
Lichtlabor, 2. OG
Regie: Rahel Hofbauer
Bühne: Johanna Sojer
Musikalische Leitung: Veit Vergara
Mit: Tara Ewers, Fatima Shehata, Lisbet Hampe
„Deianeira wartet – sie ist geduldig – sie hat Verständnis – sie liebt.“
Doch hinter diesem Narrativ verbirgt sich ein tödliches Muster, das geschürt, reproduziert und als natürlich verkauft wird. Ein System, das sich über Generationen fortschreibt – von der Antike bis heute. Was wird hier weitervererbt? Und welchen Preis fordert es?
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Rodogune
von Pierre Corneille
in der Übersetzung von Albert Lang und Christian Ruzicska
16. Januar 2026, 16:00 Uhr
17. Januar 2026, 13:30 Uhr
Theatrum – Thomas Bernhard Institut
Paris-Lodron-Str. 9
Probebühne 3, 1. UG
Regie: Nina Vedova
Bühne & Kostüm: Ruth Grau
Sounddesign: Bo Gordon Leitner, Anatol Wetzer
Mit: Rodogune – Nora Carla Pichler / Cleopatra – Tanja Radovanović / Antiochus – Emma Rebmann / Seleucus – Amadeus König
Ein Stück über Macht. Die Macht der Mächtigen. Die Macht der Liebe. Die Macht des Hasses. Zwischen Herrschaft und Hingabe, Liebe und Hass entfaltet sich ein Kampf ohne Ausweg. Zwei Frauen stehen einander als ebenbürtige Gegnerinnen gegenüber: Triumph oder Tod. Zwischen ihnen zwei Prinzen. Söhne und Liebende, Brüder und Werkzeuge ihres Hasses, im Glauben, selbst die Fäden zu ziehen. Intrigen, Überlebensstrategien und Manipulation durchziehen das angeblich beherrschte System, bis es gnadenlos zurückschlägt.
Content Warnung: Flackerndes Licht (kein Stroboskop-Licht).
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Phädras Liebe
nach Sarah Kane
16. Januar 2026, 19:30 Uhr
17. Januar 2026, 10:00 Uhr
OFF Theater
Eichstraße 5
Regie: Rahel Johanna Ambrozic
Ausstattung: Lisa Behensky
Technische Assistenz: Oscar Gmelin
Mit: Linda Bokshi, Lennart Lube, Nika Fabich
Ich geh in Kreisen
Wie auf dem Jahrmarkt ein Tier,
Weiß nicht, wo ich hin soll,
So fremd bin ich mir.
Meine Sprache gehämmert
In einen einzigen Namen;
Ich liebe wen
Und trage drum Scham.
Was mir die Seele verletzt,
Danach muss sie gieren.
Nicht besser als ein Tier
Auf allen vieren.
(William Butler Yeats)
Reservierung für das Projekt: