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Klaus Fessmann, O.Univ.Prof.

Univ.Prof. für Studium Generale Musik

  • Mirabellplatz 1
  • 5020 Salzburg

Prof. Klaus Fessmann ist Pianist, Komponist, Musikalischer Graphiker. Er ist Autor, Architekt, Erfindern und Querdenker zwischen verschiedenen Disziplinen. Im Jahr 1997 wurde er an die Universität Mozarteum Salzburg berufen und lehrt dort seitdem als o.Univ.Prof.Mag. das Fach Komposition.

Prof. Klaus Fessmann ist Träger von verschiedenen Kompositionspreisen. Für sein Projekt "Resonanz & Akzeptanz" wurde er mit dem Echo-Klassik-Preis ausgezeichnet, für seine Arbeit mit den Klangsteinen mit dem renommierten Geologenpreis „Stein im Brett“.
Für seine musikalischen Leistungen bekam er den Künstlerpreis für Musik der Sudetendeutschen Akademie für Wissenschaft und Kunst, in die er 2012 berufen und inzwischen Präsidiumsmitglied ist. Seit 2014 ist er o.Mitglied der Académie Européenne des Sciences des Lettres et des Arts in Paris.

Klaus Fessmann wuchs im schwäbischen Nürtingen auf, nach dem Abitur studierte er Schulmusik und Germanistik (Staatsexamen 1977) an der Hochschule in Stuttgart, anschließend daselbst Komposition bei Erhard Karkoschka (Künstlerische Reifeprüfung 1981) und ab 1983 Musik-wissenschaft an der Albrecht-Ludwigs-Universität Freiburg bei Hans-Heinrich Eggebrecht.

Nach dem Abitur (1971) begann Klaus Fessmann Klavier an der Nürtinger Musikschule zu unterrichten. Ab 1979 wechselte er an die Musikschule Stuttgart, leitete dort den Fachbereich Klavier und entwickelte die sehr erfolgreichen Vorbereitungskurse für das Musikstudium. Im Jahre 1983 erhielt er parallel dazu einen Lehrauftrag für Musiktheorie an der Musikhochschule Stuttgart. Schließlich, im Jahre 1996 wurde er als ordentlicher Universitäts-Professor an die Universität Mozarteum Salzburg berufen. Seit 1997 lehrt er dort Komposition, Musiktheorie und Kontrapunkt. Eine ganze Reihe seiner ehemaligen Studierenden sind inzwischen promovierten erfolgreiche  ProfessorInnen an diversen bedeutenden Musikuniversitäten Europas und Amerikas.

Seit dem 4. Lebensjahr spielt Klaus Fessmann Klavier. Als Pianist stand bei ihm über Jahre hinweg die pädagogische Ausbildung von Kindern, Jugendlichen im Vordergrund des Tuns. Ab Mitte der 1970er Jahre entwickelte er eine spezielle Form der ErwachsenenPädagogik, die er sehr erfolgreich umsetzte.
Im Studium begann er sich die Literatur des Duo-Spielens an zwei Klavieren und spielte dieselbe über einige Jahre erfolgreich. Daneben spezialisierte er sich in der Neuen Musik auf das von  J.Cage entwickelte präparierte Klavier und die Umsetzung seiner Musikalischen Graphiken. Seit einigen Jahren spielt er den Generalbass-Part bei den Aufführungen barocker Werke, bevorzugt was Weihnachtsoratorium und die Matthäuspassion. Daneben hat er sich auf den Klavierpart der Carmina Burana von C. Orff spezialisiert.
Vor einigen Jahren kam er mit den Mandalas von Pater Johannes Pausch vom Kloster Gut Aich in Kontakt und war von diesen Zeichen unmittelbar berührt. Von Anfang an hörte er die Musik die aus diesen Zeichen sprechende und tönende Musik. Sie sprachen unmittelbar zu ihm und die Vielfalt der klanglichen Ereignisse entwickelte sich in den letzten anderthalb Jahren zu einem fast fünf-stündigen Oeuvre. Diese Kompositionen sind in seinem Werk einmalig und weisen eine unmittelbare, intensiv berührende Tiefe auf. Er spielt alle Werke auswendig und am liebsten an seinem wunderbaren Flügel, dessen Klang einmalig ist.

Durch seine aus der schwäbischen Tradition erwachsene lebenslange Beschäftigung mit Lyrik entdeckte Klaus Fessmann 1987 die Sprachwelt des berühmten Lyriker Werner Dürrson. Fasziniert von den Sprachklängen des Zyklusses „Höhlensprache“ entdeckte er die Welt der Klänge der Steine. Er begann, diese Welt zu erforschen und stellte fest, dass sich neben den Bildhauern kein Komponist und Musiker wirklich ernsthaft mit diesen Klängen beschäftigt hatte. Steine als Klang- oder Klingsteine kommen aus Asien, besonders aus China. Dort war vor über vier Jahrtausenden eine große Kultur des Klangs der Steine entstanden, die aber nach und nach in Vergessenheit geriet. Fessmann war begeistert und fasziniert von dieser Klangwelt. Er begann, Steine zu sammeln, sie sägen zu lassen und gleichzeitig neue und uralte Musikwelten zu erschaffen. Dies wurde ab 1989 für ihn zum Mittelpunkt seines künstlerischen musikalischen Schaffens.
„Für mich ist der Klang der Steine eine bislang ungehörte Musik. Sie ist eine Musik der Erde, das in Klang geformte Gedächtnis dieser Materie, jenseits aller Spekulation oder Verklärung. Sie wird oft als Musik voller Geheimnisse bezeichnet.“ – Prof. Klaus Fessmann

Klaus Fessmann hat sich Zeit seines Lebens damit beschäftigt, wie der Klang der Musik aussehen könnte. Sehen und Hören war uns ist für ihn untrennbar. Aus dieser Sicht heraus entstanden Kunst-werke, Skulpturen, Bilder, Blätter, die  - genau wie die Musik - aus mehreren Schichten bestehen. Dazu kommen Materialien wie Spiegel, Papiere, Steine die beschriftet und neu kombiniert werden. Er schuf Werke, die zwar die Parameter Melodie, Rhythmus, Klangfarbe oder Harmonie enthalten, die man aber in den bekannten Notenschreibweisen von Musik bisher nicht kannte. Schon im Studium entwickelte er solche graphischen Kompositionen und inzwischen umfasst sein Werk mehr als 800 Objekte.

„Ich bin davon überzeugt, dass Musik, die pure reine Musik, mit den Künstlern die sie erfunden haben und sie spielen, mit ihnen daraus das eine gestaltet, welches sie mit sich selbst sind. Eins mit dem Tönen…“ „Ich liebe diese hohe Schule des Geistes der Musik, des Tönens, dort zu leben, zu denken und zu tun ist das was ich für lebenswert erachte. Es ist die Reinheit des Klang-Schönen, welches die Sphäre an sich ist. Und es ist die Vermeidung jeglicher Form von Gewalt, 2
Übergriffigkeit und Macht von irgend-jemandem über irgend-jemanden. Dort zu leben wird ganz andere Qualitäten eröffnen und ermöglichen.“