Albert Anglberger

em.o.Univ.Prof.
Albert Anglberger wurde 1942 in Lochen/OÖ geboren.
Nach der Matura am humanistischen Gymnasium "Kollegium Petrinum" in Linz Studium an der Hochschule für Musik und Darstellenden Kunst in Wien (1962-1966). Diplome in Orchesterleitung der Dirigentenklasse von Hans Swarowsky, in Chorleitung bei Reinhold Schmid und Kirchenmusik (Orgel: Hans Haselböck).

1966 Berufung zum Kapellmeister der Wiener Sängerknaben (entscheidende Impulse und Anregungen zu professioneller Chorarbeit auf höchstem Niveau durch die künstlerischen Leiter Ferdinand Grossman und Hans Gillesberger). Neben den vielfältigen Aufgaben in Wien (Staatsoper, Hofburg...) konzertierte Anglberger mit seinem Chor erfolgreich auf Tourneen durch Europa, USA und Kanada, Südafrika, Asien und Japan.

1972 Bestellung zum Domkapellmeister nach Graz. Der traditionsreiche Grazer Domchor (Ersteinspielung von Franz Schmidt "Sieben Siegeln" unter dem seinerzeitigen legendären Domkapellmeister Anton Lippe) entwickelte unter Albert Anglbergers Leitung über die liturgische Aufgabe am Dom hinaus eine reiche Konzerttätigkeit mit einer künstlerischen Bandbreite von J.S. Bachs "Matthäus-Passion" bis hin zu Fr. Martins "Golgotha" und machte sich mit einer Reihe von Uraufführungen prominenter Vertreter der zeitgenössischen Kirchenmusik (u.a. A. Heillers "Vesper") international einen Namen.

Seit 1984 ist Anglberger Professor für "Chor- und Ensembleleitung" an der Universität Mozarteum.

1984 gründete Anglberger den Universitätschor Salzburg, der sich vor allem der großbesetzten Chor-Orchesterliteratur annimmt. Der Kammerchor Collegium Musicum Salzburg, 1990 gegründet, widmet sich vor allem der alten, zeitgenössischen und kleinbesetzten Chorliteratur und bietet den Studierenden der Universität Mozarteum die Möglichkeit professioneller Chorarbeit. Durch das Zusammenwirken beider Chorformationen - vor allem bei romantisch großbesetzten Chor- Orchesterwerken - hat sich im Laufe der Jahre zwischen der Paris Lodron Universität (Universitäts-Chor) und dem Collegium Musicum eine sinnvolle interuniversitäre Zusammenarbeit entwickelt, die bereits auf eine gewisse Tradition zurückblicken kann.

(2012)