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Konzert
El Tiple
Musica con aroma a café
25.10.2017|16:00
Kleines Studio | Universität Mozarteum | Mirabellplatz 1 | 5020 Salzburg
Veranstalter: Department Streich- und Zupfinstrumente
Musik aus den kolumbianischen Anden

Jose Luis Martinez Vesga, Tiple
Juan Manuel Araque Rueda, Tiple und Requinto
Die Tiple (spanisch: Diskant) ist der Name verschiedener Zupfinstrumente aus Lateinamerika und der Karibik. Sie entwickelten sich während der Kolonialzeit aus der spanischen Gitarre oder verwandten kleineren Zupfinstrumenten.
Die kolumbianische Tiple ist gebaut wie eine etwas verkleinerte Gitarre mit einer Länge von etwa 90 cm. Sie besitzt vier Chöre mit je drei Stahlsaiten. In den drei tieferen Chören ist die mittlere Saite umsponnen und wird eine Oktavetiefer gestimmt. Die gängigste Stimmung entspricht den vier oberen Saiten der Gitarre (DGHE). Sie kann geschlagen oder gezupft werden. Der Klang ist hoch und brillant.

In der traditionellen Musik Kolumbiens wird die Tiple in verschieden Formationen mit anderen Zupfinstrumenten wie Gitarre und Mandoline kombiniert. Sie wird meistens durchgeschlagen und unterstützt den jeweils typischen Rhythmus.

Die Tiple entstand als eines von zahlreichen Instrumenten der Gitarrenfamilie in Lateinamerika nach spanischen Vorbildern. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist sie vor allem in Kolumbien weit verbreitet und hat seit 1915 ihre heutige Gestalt.
Dieses Instrument ist für die Musik der kolumbianischen Andenregion von großer Bedeutung. Es gibt wichtige “Tiplistas" in der Geschichte Kolumbiens, unter allem: Francisco “Pacho” Benavides, José Luis Martinez Vesga, Mario Martinez Jimenez, Luis Carlos Saboya und andere mehr.
Eintritt frei