Abweichung der theoretischen Tönhöhe beim Niederdrücken der Saite von der Saitenlage und anderen Parametern

In der Schwingungsgleichung für eine Saite gehen neben Materialdichte und Querschnitt auch Länge und Spannung ein. Vernachlässigen wir die Änderungen im Querschnitt (der wird bei Dehnung zwar geringer, aber unbedeutend). Materialdichte sollte gleich bleiben. Die Länge wird größer (also niedrigere Frequenz) die Spannung (Kraft) aber größer. Und bei letzterer liegt das Problem. Wie wir aus Erfahrung wissen bringt die Verlängerung einer schwach spannenden Saite (z. B. tiefe Darmsaite) einen geringeren Faktor in der Erhöhung der Frequenz, als die Verlängerung einer stark spannenden Saite (z. B. Stahlsaite) um denselben Längenfaktor. Der Frequenzfaktor ist bei letztere ein viel größerer. Derartige Unterschiede sind aber bereits bei Nylonsaiten unterschiedlicher Zugspannung eines Herstellers vorhanden und können nicht allgemein kompensiert werden.

Übrigens ist auch die Relation Zugstärke/Frequenz einer einzelnen Saite eine nicht-lineare Funktion die Frequenz der gerade erst klingenden Saite erhöht sich bei einer Umdrehung des Wirbel um viel weniger, als wenn sie knapp vor dem Zerreißen ist! (§Diagramme von Herstellerfirmen anfordern).