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Sheri Avraham, Mag.art.

Senior Artist für Assistenz ?Applied Theatre"
Büro: Schauspiel/Regie - Thomas Bernhard Institut

  • Mirabellplatz 1
  • 5020 Salzburg
Sheri Avraham ist Künstlerin und Theatermacherin. Ihre Arbeit sieht sie als Übersetzungsprozess zwischen Klassen und Geographien. Seit 2013 schreibt sie Theaterstücke und führt Regie, u. a. „Ein-undhalb bis 2G“, „Bollywood stories“ oder „Endlich wird die Arbeit knapp“. Mit den Stücken versucht sie, in die hochdeutsche Bühnensprache zu intervenieren. Seit 2018 ist sie Vorsitzende der IG BILDENDE KUNST.
 
Migration, Mobilität und Identität sind prägende Elemente der künstlerischen und kulturellen Arbeit von Sheri Avraham. Stets versucht sie, das Familiäre und Gewohnte in Frage zu stellen und das scheinbar Natürliche oder Unvermeidliche in einem entfremdeten Setting darzustellen, um alte Begriffe und Strukturen neu zu denken oder zu besetzen. Strukturen, die so frei wie möglich von Diskriminierungen aufgrund von Klasse, Sprache, Religion, Ability, Herkunft oder Gender sind.
 
Im Rahmen ihrer Arbeit bei „diverCITYLAB“, mit „Trafo-K“und in der „Brunnenpassage“ experimentierte Avraham mit verschiedenen Konzepten, Modellen, Methoden und Zielsetzungen aus Theater, Kunst und Aktivismus und stellte kritische didaktische und pädagogische Herangehensweisen immer wieder auf die Probe. Im Sommersemester 2018 hielt sie am Institut für Bildende Kunst eine Lehrveranstaltung zum Text „Die Universität und die Undercommons“ von Stefano Harney und Fred Moten, in der sie sich mit Fragen der Kritik an Kunstinstitutionen auseinandersetzte. Was ist kritische Kunst und/oder institutionalisierte Kritik? Wie beeinflusst die Kunstpraxis die Institutionen? Und weil Institutionskritik und Identitätspolitik zu einem Faktor von (Self-)Marketing und individuellem Mehrwert geworden sind, wie können wir mit der ambivalenten Rolle der Kritik an und innerhalb der Institutionen umgehen?
 
Mit ihrem Projekt „Strategien für Zwischenräume. Archiv für emanzipatorische Praxen“, das Sheri Avraham gemeinsam mit „Trafo-K“ entwickelt und durchgeführt hat, sollten vermittlerische und künstlerische Räume eröffnet werden. In einer Serie von Workshops, einer Ringvorlesung und Aktionstagen wurde ein Archiv aufgebaut, in dem Handlungsanregungen und Materialien wie Videos, Audiobeiträge, Texte und Links zu Projekten und ausgewählten Initiativen einladen, neue Formate des „Ver_Lernens“rund um die Schwerpunkte Geschichte, Kunst, Stadt und Sprache kennenzulernen, auszuprobieren und zu entwickeln.