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Univ.Prof. Midori Seiler

  • Mirabellplatz 1
  • 5020 Salzburg

„Geigerin mit Freiheitsdrang- Midori Seiler avancierte zu einer er profiliertesten und vielseitigsten Geigerinnen der Barockszene“ (Fono Forum)

„Eine große Geigerin im kleinen Kreis der Barockgeiger“ (Süddeutsche Zeitung)

 

Midori Seiler, bayerisch-japanische Tochter zweier Pianisten, wuchs in Salzburg auf. Ihre musikalische Ausbildung führte sie weiter nach Basel, London und Berlin. Sie ging bei Musikerpersönlichkeiten mit unterschiedlichsten Profilen in die Lehre: Die „modernen“ Geiger Helmut Zehetmair, Sandòr Végh, Adelina Oprean , David Takeno, und Eberhard Feltz sowie zwei Spezialisten für Alte Musik: Stephan Mai und Thomas  Hengelbrock.

Als Mitglied der Akademie für Alte Musik Berlin erlebte Midori den internationalen Durchbruch des Ensembles, ab 2005 am Konzertmeisterpult. Zahlreiche CD-Einspielungen, auf denen Midori Seiler als Solistin mitgewirkt hat, sind das Ergebnis dieser fruchtbaren Zeit. Unter diesen sticht ihre Aufnahme von Vivaldis Vier Jahreszeiten besonders hervor, eine choreographische Aufführung mit dem Tänzer und Choreographen Juan Cruz de Garaio Esnaola. Der Mitschnitt dieses europaweit gefeierten Projekts ist auf DVD und CD erschienen.

Beim Orchester Anima Eterna Brügge, spezialisiert auf die Historische Aufführungspraxis im Orchesterrepertoire der Klassik, Romantik und des frühen 20. Jahrhunderts, war Midori Seiler 2001 – 2014 als Konzertmeisterin beschäftigt.

Sie ist ab 2016 die künstlerische Leiterin des BachCollektivs der Köthener Bachfesttage.

 

Zu ihren vielfach mit Preisen ausgezeichneten CDs zählen Violinkonzerte von Mozart, Rimskij-Korsakoffs „Sheherezade“ sowie ihre eigene Rekonstruktion des verschollenen Violinkonzertes von Bach BWV 1052. Zuletzt erschienen Bachs Partiten für Violine Solo, Sämtliche Sonaten für Violine und Klavier von Beethoven mit Jos van Immerseel und die Violinkonzerte von Haydn. Eine CD mit kammermusikalischen Werken Schuberts mit Jos van Immerseel wird 2015 veröffentlicht.

Midori Seiler zählt zu den wenigen Spezialisten der historischen Aufführungspraxis, die sich in verschiedenen Epochen heimisch fühlen: Als langjähriges Mitglied des Instrumentalconsorts „Concerto Vocale“ von Réné Jacobs war sie an zahlreichen Produktionen frühbarocker Opern beteiligt. Ihre Interpretationen der Werke Bachs sind so manchem Besucher von internationalen Festivals auf unerhörte Weise nahegebracht worden. Als Duopartnerin von Jos van Immerseel ist sie ein gerngesehener Gast auf den internationalen Kammermusikbühnen für das klassische Sonatenrepertoire.

Barocke Violinkonzerte – wie zuletzt als Solistin mit dem Tafelmusik Baroque Orchestra  Toronto beim Bachfest Leipzig- gehören ebenso zu ihrem Repertoire wie die großen Violinkonzerte von Mendelssohn und Beethoven in Zusammenarbeit mit Originalklangkörpern wie Anima Eterna.

Gefragt ist Midori Seiler auch als Leiterin moderner Orchester für das Repertoire der Alten Musik, wie dem Budapest Festival Orchester oder der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

 

Die Künstlerin ist eine passionierte Pädagogin: Seit 2013 leitet sie zusammen mit Jaap ter Linden die Hofmusikakademie der Schwetzinger SWR Festspiele, die sich an junge Musiker richtet und das Repertoire der Mannheimer Höfe umfasst.

Sie gab Meisterkurse ua. in Brügge, Antwerpen, Weimar, Stuttgart, Zürich und Verona.

Von  2010 bis 2013 war sie Professorin für Barockvioline und –viola an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, seit Oktober 2014 ist Midori Seiler Professorin für Barockvioline und –viola an der Universität Mozarteum Salzburg.

2015 erhielt Midori Seiler den Sächsischen Mozartpreis, mit welchem „ihr verantwortungsvoll wahrgenommenes künstlerisches und pädagogisches Wirken um das Werk Wolfgang Amadé Mozarts“ gewürdigt wurde.