Peter Härtling





Der 1933 in Chamnitz (Sachsen) geborene Dichter verlor im Kindesalter seine Eltern. Er wächst in Sachsen, Mähren, Österreich und Württembeg auf. Ab 9152 verschiedene publizistische Tätigkeiten, zB als Redakteur bei der Deutschen Zeitung, später Mitherausgeber der in Berling erscheinenden Zeitschrift "Der Monat". 1967 bis 1968 Chefloktor und danach bis Ende 1973 Geschäftsführer des S. Fischer Verlages, Frankfurt. Seit 1973 freier Schriftsteller. "Dozentur für Poetik" an der Universität Frankfurt im WS 1983/84.

Durch seine Freundschaft mit dem Lied-Dou Mitsuko Shirai/Hartmut Höll Beschäftigung mit der Beziehung Musik-Dichtung. Zusammen mit Shirai, Höll, Zimmermann het er Schuberts Winterreise aufgenommen (Capriccio, 1991), die als bahnbrechende Neueinspielung eingestuft wird. 1990, 1992, 1993 und 1994 war Peter Härtling "poet in residence" der Internationalen Sommerakademie "Mozarteum" Salzburg und gestaltete im Sinne des interdisziplinären Anspruches der Internationalen Sommerakademie gemeinsam mit Mitsuko Shirai und Hartmut Höll die Klasse "Das deutsche Lied für Sänger und Pianisten" mit.

Mitglied des PEN-Zentrums der BRD, der Akademie der Künste in Berlin, der Mianzer Akademie der Wissenschaften & Literatur und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Er erhielt viele Auszeichnungen und literarische Preise, u.a. den Prix du meilleur Livre Etranger (1966), Gerhard-Hauptmann-Preis der Freien Volksbühne Berling (1971), Deutscher Jugendbuchpreis (1976), Züricher Kinderbuchpreis (1980), Hölderlin-Preis der Stadt Homburg (1987), Andreas-Gryphius-Preis der Künstlergilde Esslingen (1990).

Härtling ist Verfasser und auch Herausgeber eines umfangreichen literarischen Oeuvres, mehrere Werke wurden verfilmt (ARD, NDR, ZDF) bzw. Lesungen auf Schallplatte und Tonbandkassette aufgenommen.

Härtlings Roman "Franz Schubert, Zwölf Moments musicaux und ein Roman" zeichnet mit sicherem Blick für das Wesentliche die Stationen des lebens von Franz Schubert nach, der, umgeben von Freunden und Bewundrern, in eine immer tiefere Einsamkeit gerät. Als seine unheilbare Krankheit ausbricht, schweigt er, zieht sich noch mehr zurück, läßt Trauer und Tod zur Musik werden.



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