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Neue CD der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg
Hansjörg Angerer, Gründer und Chefdirigent der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg zeigt sich begeistert über die Programm-zusammenstellung: „Ernst Ludwig Leitner, Hermann Regner, Helmut Eder und Gerhard Wimberger sind Komponisten, die in den Jahrzehnten ihrer Arbeit an der Universität Mozarteum wesentliche Beiträge zum künstlerisch-pädagogischen Ruf geleistet haben und weit über Salzburg hinaus Beachtung und Anerkennung finden. Drei der Werke unserer neuen CD sind „Konzerte", bei denen Kontrabass, Klavier und Viola als Soloinstrumente den Bläsern gegenübergestellt werden. Die Solisten sind von internationalem Rang und Lehrende an der Universität Mozarteum Salzburg: Christine Hoock, Kontrabass, Rolf Plagge, Klavier und Thomas Riebl, Viola."
Das Kontrabasskonzert Ernst Ludwig Leitners entstand auf Anregung Peter Keuschnigs, der das Werk 1997 mit Josef Pitzek als Solist und dem Ensemble „Kontrapunkte" im Wiener Musikverein uraufführte. Leitners ursprüngliche Idee war, die Besetzung von Mozarts „Gran Partita" sozusagen auf den Kopf zu stellen und dem Kontrabass die wichtigste Rolle zuzuweisen (die Folge wäre sicher eine Bezugnahme auf Mozarts Werk gewesen). Die Grundidee, den Kontrabass den Bläsern als Solist gegenüber zu stellen, blieb. Leitner nimmt auf Astor Piazzolla Bezug, dessen Tango „Adios Nonino" zwar niemals wörtlich, aber doch immer wieder verfremdet anklingt.
Das Konzert für Klavier und Blasorchester von Hermann Regner entstand 2004. Drei Sätze stellen das Klavier als primus inter pares dem Orchester gegenüber. In der Toccata führt das Klavier, aber auch alle Register des Blasorchesters entfalten ihre Klangfarben. Als Mittelsatz erklingt eine ruhige Romanza und als Schluss wird „getanzt". In einer Ballata wetteifern Soloinstrumente und die Instrumentengruppen des Orchesters um die Führung, spielen gegen- und miteinander. Melodiespuren bleiben dem Zuhörer im Gedächtnis.
Das Concertino für Viola, Bläser und Schlagzeug (op.124) komponierte Helmut Eder, angeregt von Peter Langgartner, im Jahre 2002 für das Blasorchester der Voest in Linz. „Meine Art zu komponieren möchte ich pluralistisch nennen. Ich bejahe eine Entwicklung, die es dem Komponisten in die Hand gibt, alles – von der Modalität bis zum Seriellen und zur Klangfarbenmusik – in seine persönliche Sprache einzubeziehen." Helmut Eder, 1989
Die „Stories" für Bläser, Schlagzeug und Kontrabass von Gerhard Wimberger entstanden 1962 und wurden am 21. Oktober 1962 bei den Donaueschinger Musiktagen vom Südwestfunkorchester unter Hans Rosbaud uraufgeführt. „Die Geschichten, die in meinen „Stories" von Bläsern, vom Schlagzeug und Kontrabass erzählt werden, wollen trotz der etwas preziössnobistischen Titel, welche ihnen zu geben mir Spaß machte, nicht von einem literarischen „Programm" her verstanden sein. Ihr Inhalt ist durchaus musikalischer Natur, und da ich mich bemüht habe, den fünf Sätzen jeweils eine charakteristische Physiognomie zu geben, könnte man sie wohl als Charakterstücke bezeichnen." Gerhard Wimberger
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14. Jan. 2008
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