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Geburtstage
Horst-Peter Hesse, Professor für Theorie der Musik, feierte im Juni seinen 65. Geburtstag. In Hamburg geboren, studierte Hesse am Hamburger Konservatorium u.a. Klavier und Chorleitung, an der Universität Hamburg Musikwissenschaft, Psychologie, Philosophie und Phonetik. 1970 promovierte er mit der Dissertation 'Die Wahrnehmung von Tonhöhe und Klangfarbe als Problem der Hörtheorie' und habilitierte sich 1978 an der Universität Hamburg im Fach Systematische Musikwissen-schaft. Nach Gastprofessuren in Hamburg, Hildesheim und Salzburg wurde er 1988 ordentlicher Professor für Theorie der Musik am Mozarteum. Ein Jahr später übernahm er die Leitung des Richter Herf-Instituts für musikalische Grundlagenforschung. Seit neuestem ist er Studiendekan für die Studienrichtungen Dirigieren, Komposition und Musiktheorie, katholische und evangelische Kirchenmusik sowie Instrumentalstudium. Neben seiner Tätigkeit am Mozarteum war Prof. Hesse von 1989 bis 1998 Lehrbeauftragter für Vergleichende Musikwissenschaft an der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Er arbeitet in einer ganzen Reihe von akademischen Gremien mit. Zum 65. Geburtstag von Horst-Peter Hesse haben seine Mitarbeiter Kai Bachmann und Wolfgang Thies eine Festschrift herausgegeben. Sie spiegelt Hesses Bemühen wider, Musik aus dem Blickwinkel ganz verschiedenartiger Disziplinen zu betrachten und Querverbindungen zu knüpfen. 20 Autoren behandeln Themen der Hörpsychologie, Hirnforschung, Akustik, Instrumentenkunde, Musikgeschichte, Musiktheorie und weiterer Fachgebiete. Auch die Praxis des Komponierens und Musizierens kommt zur Sprache. Musikwissenschaft – Musikpraxis: Festschrift für Horst-Peter Hesse zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Kai Bachmann und Wolfgang Thies. Anif: Mueller-Speiser, 2000 (Wort und Musik, Bd. 43). 251 S., öS 423.-
Nach dem Musik- und Philosophiestudium in Salzburg (Mozarteum), Leipzig und Münster unterrichtete er ab Oktober 1945 Tonsatz am Mozarteum in Salzburg und wechselte dann ab 1950 an die Nordwestdeutsche Musikakademie Detmold/Deutschland. Seit 1952 beschäftigte er sich mit den musikpädagogischen Ideen Carl Orffs und kehrte auf dessen Einladung 1962 nach Salzburg zurück, um am Aufbau des Orff-Instituts am Mozarteum mitzuwirken. 1964 begann seine Zusammenarbeit mit dem Salzburger Adventsingen, für das er zahlreiche Kantaten und andere Kompositionen zu szenischen Oratorien beisteuerte. Von 1973 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1981 leitete er das von ihm initiierte Forschungsinstitut für Musikalische Sozial- und Heilpädagogik an der Abteilung Orff-Institut. Sein reiches kompositorisches Schaffen umfasst vor allem Lieder und Chorwerke über zeitgenössische und eigene Texte, weitere Veröffentlichungen sind ein zweibändiges Handbuch der Tonsatzlehre, die fünf Bände “Ludi musici” für das musikpädagogische Arbeitsfeld von der “Früh- bis Spätpädagogik” und zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften und Sammelwerken über musikpädagogische, musiktheoretische, volksmusikalische und erziehungspolitische Themen. Besonders hervorzuheben sind zwei Veröffentlichungen der letzten Jahre: Eine CD mit Liedern, Motetten, Psalmen und liturgischen Gesängen “Carmina Humana” unter der Leitung von Konrad Ruhland (Sony 1995) und seine ausgewählten Berichte über sozial- und heilpädagogische Versuche mit dem Orff-Schulwerk unter dem Titel “Musikalische Lebenshilfe” (Schott 1996). ![]() |
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18. Mar. 2002
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