Daniel Chorzempa

em.Univ.Prof.
Von 1994 bis 2013 Univ.Prof. für Orgel an der Universität Mozarteum Salzburg.


Die internationale Karriere von Daniel Chorzempa begann 1972 mit einem Beethoven-Klavierabend in London. Der Kritiker der Sunday Times, Felix Aprahamian schrieb dazu: "Man ist vorsichtig, das Adjektiv "great" zu verwenden oder zu Unrecht zu gebrauchen. Seit mehr als zwanzig Jahren habe ich es unter meinen Superlativen in dieser Kolumne nicht benutzt, doch heute tue ich es bewußt, um die Musikalität von Daniel Chorzempa zu beschreiben." Ähnlich reagierte die deutsche Presse nach Konzerten von Daniel Chorzempa in Köln, Berlin oder Hamburg.



Nicht nur als Pianist, sondern auch als Organist, Cembalist und Dirigent hat Chorzempa Erfolge an den großen Theatern und bei den bedeutenden Festspielen in Europa, Amerika, Afrika, Japan und Südostasien feiern können. Sein Repertoire umfasst Musik von der Renaissance bis zum 20. Jahrhundert. Charakteristisch für Chorzempas Aufführungen ist eine stilistisch und philologisch fundierte Interpretation. Als hervorragendes Beispiel dafür gilt seine Schallplatteneinspielung von Bachs "Wohltemperiertem Klavier" mit Clavichord, Cembalo und Orgel. Für seine Bach-Aufnahmen erhielt Daniel Chorzempa den Deutschen Schallplattenpreis, für Händel den Edison-Preis, für Liszt den ersten "Grand Prix du Disque Franz Liszt", Budapest.



Mit einer Arbeit über den Liszt-Schüler Julius Reubke wurde Daniel Chorzempa zum Dr.phil. promoviert. Ferner hat er Meisterkurse für Orgel, Klavier und Cembalo in England, Finnland, Deutschland, Italien und in der Schweiz gegeben. Seine Komposition "Sonett" wurde im Studio für Elektronische Musik Köln realisiert.



Als Dirigent hat er, neben den großen symphonischen Werken des 19. und 20. Jahrhunderts, auch Opern des ausgehenden 18. Jahrhunderts erfolgreich zur Aufführung gebracht. Darüber hinaus ist er Vorstandsmitglied der Internationalen Bach-Gesellschaft Leipzig.