Alois Heine

o.HProf.Dr.phil.
* 1919     † 2005
1927 bis 1938 Musikstudium am Mozarteum: Geige, Klavier, Klarinette, Theorie (Professoren: Stummvoll, Müller, Sauer, Paumgartner, Maultasch, Wildgans, Jäckl, Waldstätter, Frischenschlager, Dr. Posch)

1937/38 Mitglied des Salzburger Streichquartetts unter der Leitung von Prof. Müller (2. Geige), Mitglied der Salzburger Bläservereinigung (Klarinette), Mitglied des Mozart-Orchesters als geiger und Klarinettist bei den Salzburger Festspielen und Auslandsreisen (Leitung: Dr. Bernhard Paumgartner)

1938 Reifeprüfung im Hauptfach Klarinette mit Auszeichnung
1938 bis 1945 Militärdienst und Gefangenschaft, Studium der französischen Sprache und des Böhmsystems der Klarinette in Paris
1946 bis 1950 Mitglied des Mozarteumorchesters als Soloklarinettist
1947 Eintritt als Vertragslehrer am Mozarteum für das Hauptfach Klarinette (Saxofon)
1950 bis 1973 Mitglied der Camerata Academica Mozarteum
1950 Schulmusikstudium am Mozarteum
18.10.1951 Berufsreifeprüfung an der Univ. Wien: Berechtigung zum Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie
1952 Ergänzungsprüfung aus Latein an der Theologischen Fakultät Salzburg
1950 bis 1957 Hochschulstudium in Wien, Salzburg und Innsbruck: Musikwissenschaft und Philosophie. Promoviert mit der Dissertation „Die philosophisch psychologischen Grundlagen der Musiktheorie von P. P. Singer“, 1955. Nostrifiziert von der Univ. Innsbruck am 11.11.1957

1960 Verleihung des Titels „Professor“ durch den Bundespräsidenten am 4.11.1960
10.12.1963 Ernennung zum definitiven Professor der Verwendungsgruppe L 1.
Ab 1963 Dozent an der Sommerakademie Mozarteum für das Fach Klarinette
1972 Ernennung zum ao. Hochschulprofessor
1974 Ernennung zum o. Professor
1971 bis 1979 Leitung der Abteilung IV Mozarteum
1979 Mitglied des Abt. Kollegiums der Abt. IV, Mitglied des Gesamtkollegiums

Solistische Tätigkeiten:
Wiederholt bei den Salzburger Festspielen (Mozart Klarinettenkonzert), bei den Mozartfesten in Bremen und Augsburg und anderen Orten in Deutschland und der Schweiz
Konzertreisen als Solist und Orchestermitglied (Camerata Academica) in Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien, Ungarn, Rumänien.
Als Kammermusiker im ORF in verschiedenen Ländern (u.a. mit Calvet-Quartett Paris, Mozarteum Quartett Salzburg, Kellerquartett München, den Mozartspielern u.a. Salzburger Ensembles.

Schallplatten:
W. A. Mozart : Klarinettenkonzert KV 622, Kegelstatt-Trio KV 498, Klarinetten Quintett KV581,
C. M. Weber: Klarinettenkonzerte in Es und f

Erfindungen:
2 Verbindungshebel für die Klarinette, patentiert und zum Bau übernommen von der Fa. Klingson-Hammerschmidt Österreich und Deutschland (1967), b1 Verbindungshebel, fis-gis-Verbindungshebel mit Anweisung)

Herausgaben:
Bei N. Simrock: Schumann Fantasiestücke für Klarinette und Klavier op. 73, Sigismund Neukomm Quintett für Klarinette und Streicher op. 8, J. F. Hummel Trio für 3 Klarinetten,
D. Rather Hamburg, London: 3 Solobücher für Klarinette

Sonderdruck: „Das Dur-Moll-Problem und dessen Lösungen“, Abhandlung aus der Gedenkschrift für Ildefons Betschard, München, 1963.

Institutsarbeiten im Institut für musikalische Grundlagenforschung Mozarteum, Experimente zur Verbesserung der Klarinette und Untersuchungen akustischer Phänomene der Klarinette, Veröffentlichungen in Schriften der Hochschule „Mozarteum Salzbu“, Heft 5, Musikverlag Emil Katzbichler, München-Salzburg 1978.

Referate über Untersuchungsergebnisse und über „neue Techniken des Klarinettespiels“ in Graz-Eggenberg bei der österr. deutsch schweiz. Studientagung 1973, an der Musikhochschule Wien und am Konservatorium Innsbruck 1979.

(2012)