Heinz Scholz

Prof.
* 1897     † 1988
Das Gebrüderpaar Heinz und Robert Scholz zählt zu den bedeutendsten Musikern des 20. Jahrhunderts. Das Talent wurde ihnen bereits in die Wiege gelegt. Aufgewachsen in einer musikbegeisterten Kaufmannsfamilie - ihre Mutter Johanna wurde von Anton Bruckner als "meine Primadonna" benannt - studierte der 1902 in Steyr geborene Robert Scholz am Mozarteum Salzburg. Mit seinem fünf Jahre älteren Bruder Heinz veranstaltete er gemeinsame Klavierabende, worüber die Kritiker "im Superlativ schwärmten" und von "einem Wunder einig gesegneter Hände und von einer Vollendung des Zusammenspiels" sprachen. Aber auch als Komponist erlangte Robert Scholz bereits in jungen Jahren einen großen Bekanntheitsgrad.

Sein Erstlingswerk "Preludo - Chorale Fughetta Toccato für zwei Klaviere" war ein großer Erfolg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte er in den USA, ehe es ihn nach Taiwan, wo er es als Komponist, Dirigent, Musikwissenschaftler und Pädagoge an der Universität Taipeh zu einem großen Bekanntheitsgrad brachte, "verschlug". Dort lernte er auch die Pianistin Emane Wu kennen und lieben. 1986 verstarb Robert Scholz in der Hauptstadt Taiwans.

Sein Bruder Heinz stand ihm künstlerisch nicht nach. Nach einer kaufmännischen Ausbildung begann er seine Karriere als Konzertpianist, war in der Folge Klavierpädagoge, Hochschulprofessor und zuletzt Rektor am Mozarteum Salzburg.

Wie sein Bruder Robert arbeitete er unter keinen geringeren Dirigenten als Herbert von Karajan, Clemens Krauss, Bruno Walter und Arturo Toscanini. 1988 verstarb er in der Hauptstadt Salzburg, die ihn zu Lebzeiten zum Ehrenbürger ernannt hatte.

(2012)