Karl Christian Kohn

o.HProf.
* 1928     † 2006
Karl-Christian Kohn (* 21. Mai 1928 in Losheim am See, Saarland; † 20. Januar 2006) war ein deutscher Opernsänger (Bass).

Kohn debütierte 1952 am Stadttheater Saarbrücken (heute Saarländisches Staatstheater) und hatte danach Engagements an der Oper Düsseldorf und in Berlin. 1958 wurde er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper in München. Er galt als eine Säule des Ensembles und trat in über 2.500 Vorstellungen auf. Von der Bayerischen Staatsoper wurde er mit dem Titel eines Kammersängers geehrt.

Nach dem Ende seiner Bühnenlaufbahn 1991 war er bis 1998 als Professor für Gesang am Mozarteum in Salzburg tätig.

Als seine Paraderolle galt der Figaro in Mozarts Hochzeit des Figaro, den er über 400 Mal in ganz Europa sang, u. a. 1958 zur festlichen Wiedereröffnung des Cuvilliés-Theaters in München. Als Gast sang er unter anderem an der Wiener Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin.

In vielen großen Bass-Rollen war er in München erfolgreich; unter anderem sang er dort Sarastro in Mozarts Zauberflöte, Leporello und Komtur in Mozarts Don Giovanni, Rocco in Beethovens Fidelio, Philip II. in Verdis Don Carlos, Hunding in Wagners Walküre, Escamillo in Bizets Carmen, Ochs in Richard Strauss' Rosenkavalier und Graf Waldner in Strauss' Arabella.

Kohn sang auch in zeitgenössischen Opern, u. a. in der Uraufführung von Werner Egks Die Verlobung von San Domingo. Kohn war auch als Konzertsänger tätig. Unter anderem war er ständiger Gast bei den Konzerten des Münchener Bach-Chors unter der Leitung von Karl Richter, der zu seiner Zeit als führender Bach-Interpret in der Bundesrepublik Deutschland galt.

(2012)