Ludwig Holscher

Prof.
* 1907     † 1996
Ludwig Hoelscher (* 23. August 1907 in Solingen; ? 8. Mai 1996 in Tutzing) war ein deutscher Cellist.

Hoelscher studierte das Cellospiel in Koln, Munchen, Leipzig und Berlin, unter anderem bei Hugo Becker, Julius Klengel und Wilhelm Lamping. 1930 erhielt er (zusammen mit Ibolyka Zilzer) den Mendelssohn-Preis fur ausubende Tonkunstler. Seine musikalische Karriere begann mit der Bekanntschaft der Pianistin Elly Ney, die 1932 zusammen mit ihm und dem Geiger Wilhelm Stross das Elly-Ney-Klaviertrio grundete.

1936 debutierte Hoelscher mit den Berliner Philharmonikern und Wilhelm Furtwangler, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband.

Ab 1938 wirkte Hoelscher auch als Professor am Mozarteum in Salzburg.

Ludwig Hoelscher trat zeitlebens solistisch und als Kammermusiker auf (u.a. mit Elly Ney, Walter Gieseking, Hans Richter-Haaser, Wilhelm Kempff, Wilhelm Keilmann, Carl Seemann, Adrian Aeschbacher, Kurt Rapf).

Er hat uber 50 Werke uraufgefuhrt (u. a. von Wolfgang Fortner, Karl Hasse, Joseph Rheinberger, Ermanno Wolf-Ferrari, Hans Pfitzner, Walter Gieseking, Karl Holler, Harald Genzmer, Hans Werner Henze, Ernst Krenek, Heinrich Sutermeister, Peter Jona Korn, Gunter Bialas, Wilhelm Keilmann, Casimir von Paszthory). Er brachte auch Werke von Paul Hindemith zur deutschen Erstauffuhrung.

(2012)