Andor Losonczy

em.o.HProf.
* 1932     
Andor Losonczy wurde am 2. Juni 1932 in Budapest geboren. Sein Vater, Dezsö Lonsonczy, war Komponist, Dirigent und Pianist.

1952 begann er sein Studium an der Franz Liszt-Hochschule für Musik in Budapest, das er 1955 mit dem Diplom abschloss.

Als Pianist war er Solist der Filharmonie (staatliche Konzertagentur). 1960 erhielt er den Kranichsteiner Musikpreis.

An der Universität Mozarteum lehrte Losonczy zuletzt als Leiter einer Klasse für Klavier mit besonderer Berücksichtung zeitgenössischer Musik.

1970 wurde die Aufführung seiner Komposition "Black Box" in Salzburg durch einen Skandal unterbrochen; 1979 wurde dasselbe Stück von Bundesministerium für Unterricht und Kunst mit einem Förderungspreis prämiert.

1977 erhielt er den Preis des ORF für sein Werk "Satzfragmente" (Uraufführung beim Steirischen Herbst).

1978 und 1986 Aufenthalte an der Colgate University in Hamilton, N.Y., USA und 1980 bei IRCAM in Paris.

1986 erhielt er den "Premio delle Muse", Firenze.

Von 1997 bis jetzt ist seine Komposition "Zwei Bilder" für Orchester das einzige Werk, das in Ungarn aufgeführt wurde.

1998 emeritierte Losonczy als O.Univ. Professor der Universität Mozarteum.
1999 erhielt er das Goldene Verdienstzeichen der Salzburger Landesregierung.

Kompositionen: Instrumental- und Vokalwerke; eigene Lautgedichte für "Black Box", "Events für vier Sänger". Ein Kompendium der Musik des 20. Jahrhunderts ist in Vorbereitung.

Mitwirkung und Aufführungen bei Festivals.

(2012)