Josef Maria Horvath

em.o.HProf.
Josef Maria Horvath wurde am 20. 12.1931 in Pécs (Ungarn) geboren. Nachdem er in Pécs Unterricht am Musikkonservatorium hatte, studierte er von 1948 - 56 an der Hochschule in Budapest bei P. Solymos, Komposition bei F. Szabo, Dirigieren bei L. Somogyi.

Von 1957 – 61 setzte er sein Studium am Mozarteum bei K. Leimer im Fach Klavier und bei C. Bresgen in Komposition fort.

Nach erfolgreichen Anfängen einer Konzertpianistenkarriere gab er diese zugunsten der Komposition auf. Horvaths Kompositionen werden vielerorts aufgeführt, u.a. bei IGNM-Festen (Graz, Hamburg, Boston), bei den Salzburger Festspielen. Einige seiner Werke sind Auftragskompositionen des ORF, des Süddeutschen Rundfunks, der Salzburger Festspiele und der Salzburger Landesregierung. Radio Budapest nahm Horvaths Trio für Horn, Violine und Klavier (1961) auf, Radio Canada, Montreal sein Streichquartett aus dem Zyklus ”Redundanz 1 – 3”, SDR Baden-Baden ”Tombeau de Gigue” für Orchester (1971), Radio Warschau ”Origines” für Kammerensemble (1975), das, so wie die meisten Werke Horvaths, auch vom ORF aufgenommen wurde. 1978 entstand als Gemeinschaftsproduktion von I. Radauer (Computermusik), G. Wimberger (Sinthesizermusik) und Horvath (Bläser) die ”Musik für die Salzburger Felsenreitschule”. – Seine Kompositionen wurden zum Teil im Peters-Verlag und im Doblinger-Verlag gedruckt.

Horvath ist Mitglied der CMRS, ”Cooperative für Computermusik c/o Universität Salzburg EDV-Zentrum”.

Horvath wurde mit der Lilly-Lehmann-Medaille und mit dem Körner Preis ausgezeichnet. Beim internationalen Kompositionswettbewerb der Jeunesses Musicales in Montréal gewann er den 1. Preis. Kurze Zeit später erhielt er den Staatlichen Förderungspreis.

1962 wurde er ans Mozarteum für moderne Kammermusik berufen; seit 1970/71 unterrichtet er das Fach “Theorie und Praxis der neuen Musik”. 1979 wurde er zum AO.Hochschulprofessor ernannt, 1985 zum Ordentlichen Hochschulprofessor. Emeritierung 2000.


(2012)