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11. Internationaler Mozartwettbewerb
Gesang: Jury

  • Elisabeth Wilke, Vorsitz
    fotoNach ihrem Studium in ihrer Heimatstadt wurde die gebürtige Dresdnerin Mitglied der Semperoper Dresden, wo sie als Hänsel in "Hänsel und Gretel" debütierte und deren Solistenensemble sie bis heute angehört.
    Darüber hinaus gastierte die Kammersängerin und Trägerin des Händel- Preises der Stadt Halle auf zahlreichen international renommierten Konzertpodien und Musikfestivals, u.a. in Schleswig-Holstein, Ansbach, Dresden, Berlin, Jerusalem, Edinburgh, Moskau, Petersburg, Rom, Seoul und Tokyo, wo sie u.a. mit Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Sir Collin Davis, Peter Gülke, Fabio Luisi, Alessandro de Marchi, Peter Schreier und Ludwig Güttler musizierte.
    Zu ihrem breitgefächerten Opern-Repertoire von der Barockmusik bis zu zeitgenössischen Werken zählen u.a. Partien wie Dorabella ("Cosi fan tutte"), Cherubino ("Le nozze di Figaro"), Zweite und Dritte Dame ("Die Zauberflöte"), Rosina ("Il Barbiere di Sevilla"), Octavian ("Der Rosenkavalier"), Timagene ("Cleofide"), Olga ("Eugen Onegin"), Xerxes und Amastris ("Xerxes"), Magdalena ("Die Meistersinger von Nürnberg"), Margret ("Wozzeck"), Emilia ("Othello) und Carmen ("Carmen"). Namhafte Regisseure wie Harry Kupfer, Joachim Herz, Peter Konwitschny, Christine Mielitz, Caroline Gruber, Heinz Hollmann, Sebastian Baumgarten u.a. prägten entscheidend ihr szenisches Arbeiten.
    Mit großem Erfolg sang sie Poulencs "La voix humaine" und war in der Uraufführung von Adriana Hölszkys Oper "Der gute Gott von Manhatten" als Zigeunerin und in der Titelpartie von Siegfried Matthus` "Cornet" ebenfalls bei der UA zu erleben.
    Die Beschäftigung mit dem Liedgesang bildet einen wesentlichen Schwerpunkt ihrer Konzerttätigkeit. Dabei stehen besonders Lieder von Mozart, Schumann, Brahms, Mendelssohn, Wolf und Strauss auf ihren Programmen.
    Zahlreiche Konzertverpflichtungen im In- und Ausland - vorwiegend mit den Passionen, Oratorien, Kantaten und Messen J. S. Bachs, W. A. Mozarts, F. M. Bartholdys und L. v. Beethovens "Missa solemnis" sowie Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen - machten Elisabeth Wilke international bekannt.
    Seit dem Jahr 2000 ist sie Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg, deren Abteilung für Gesang sie seit 2011 leitet.
  • Christoph Berner
    fotoChristoph Berner gilt als einer der führenden österreichischen Pianisten seiner Generation.
    Mit dem "Mozartpreis" und dem "Schumannpreis" beim Géza Anda Concours 2003 in Zürich konnte Christoph Berner seinen Ruf als einer der führenden österreichischen Pianisten seiner Generation etablieren. Zuvor hatte er sich nicht zuletzt mit dem 2. Preis beim Internationalen Beethoven Wettbewerb in Wien 1997 sowie dem Sieg beim "Bösendorferwettbewerb" 1995 in der breiten Öffentlichkeit einen Namen gemacht.
    Christoph Berner wurde in Wien geboren und studierte an der Universität für Musik und Darstellende Kunst seiner Heimatstadt bei Imola Joo, Hans Graf und Hans Petermandl. Von 1993 bis 1995 besuchte er die Meisterschule von Maria Tipo in Fiesole (Italien). 1997 schloss er seine Studien mit Auszeichnung ab.
    Der junge Pianist ist regelmäßig Gast im Wiener Musikverein und im Wiener Konzerthaus und erhielt Einladungen zu renommierten Festivals wie dem Klangbogen Wien, den Wiener Festwochen, der Schubertiade Schwarzenberg, dem Menuhin Festival Gstaad, dem Gubbio Festival (Umbrien), dem Helsinki Festival, dem Kammermusikfestival Lockenhaus u.a.
    Konzertauftritte führten ihn in alle Länder Europas, nach Japan, Mexiko und die USA, wo er 1995 u.a. mit großem Erfolg in der Carnegie Hall, New York, debütierte.
    Zu den namhaften Orchestern, mit denen Christoph Berner bereits als Solist aufgetreten ist, zählen das Moskauer Tschaikowski Orchester, das Orchestre National du Capitole de Toulouse, das Royal Scottish Philharmonic Orchestra, das Göteborg Symphony Orchestra, das Bergen Philharmonic Orchestra, die Dresdner Philharmonie, die Stuttgarter Philharmoniker, das RSO Wien, die Wiener Kammerphilharmonie, die Neue Philharmonie Westfalen, das Orquestra de Valencia, das Radiosinfonieorchester Madrid und das Mahler Chamber Orchestra unter Dirigenten wie Neeme Järvi, Michel Plasson, Rafael Frühbeck de Burgos, Vladimir Fedosejev, Walter Weller, Andrew Litton, Johannes Wildner, Dennis Russel-Davies und Thomas Zehetmair.
    Neben seiner solistischen Tätigkeit liegt Christoph Berner die Kammermusik sehr am Herzen. Zu seinen regelmäßigen Duo-Partnern zählen die finnische Geigerin Réka Szilvay, mit welcher er 2001 im Rahmen der Konzertreihe "Rising Stars" u.a. in der Citè de la Musique, Paris, dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall, London, der Kölner Philharmonie, dem Wiener Konzerthaus und der Carnegie Hall, New York zu hören war.
    Mit dem Tenor Werner Güra verbindet Christoph Berner eine langjährige intensive Zusammenarbeit mit Auftritten u.a. beim Bad Kissinger Sommer, der Schubertiade Schwarzenberg, im Stephaniensaal Graz und der Wigmore Hall London.
    Eine erste Solo-CD (1999) von Christoph Berner ist ausschließlich Werken von Robert Schumann gewidmet, eine zweite (2005) den späten Klavierwerken von W.A. Mozart.
    Darüber hinaus erschienen bei Alba Records eine CD mit Violinsonaten der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts mit Réka Szilvay, bei EMI gemeinsam mit dem britischen Cellisten Richard Harwood eine CD mit Sonaten von Beethoven und Chopin, sowie bei harmonia mundi und mit Werner Güra eine CD mit Liedern von Clara und Robert Schumann, eine Aufnahme des "Schwanengesangs" von F. Schubert, eine CD mit Liedern und Klavierstücken von Mozart sowie eine Aufnahme der "Liebesliederwalzer" von J. Brahms. Die drei letztgenannten Aufnahmen wurden mit dem "Diapason d´or" ausgezeichnet.
  • Barbara Bonney
    fotoBarbara Bonney ist eine der führenden lyrischen Sopranistinnen ihrer Generation. Das liegt an ihrem klaren, strahlende Ton, ihrem Interpretationsvermögen und der stilistische Vielfalt innerhalb eines Repertoires, das vom Barock bis zum 20. Jahrhundert reicht. Ihre warmherzige Persönlichkeit, die wohl überlegte Gestaltung ihrer Konzertprogramme und die seltene Gabe, Nuancen eines poetischen Texts über die eigene Persönlichkeit und den individuellen Ausdruck vermitteln zu können, kommen am besten bei den Liederabenden zum Ausdruck, die einen wichtigen Bestandteil ihrer künstlerischen Laufbahn darstellen. Zudem hat Bonney es sich zur Aufgabe gemacht, die Gesangsliteratur und das Präsentationsform des Recitals künftigen Generationen zu vermitteln und beschäftigt sich daher intensiv mit pädagogischer Arbeit etwa in Form von Meisterklassen für junge Sänger.
    Barbara Bonney wurde am 14. April 1956 in Montclair, New Jersey, geboren. Sie erhielt ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren, wechselte dann mit acht zum Cello. 1969 zog ihre Familie nach Maine und die Teenagerin wurde Mitglied im Portland Symphony Youth Orchestra. Ein Austauschaufenthalt in Salzburg, der eigentlich dazu gedacht war, die Deutschkennnisse der jungen Studentin zu verbessern, führte dazu, dass ihr Talent als Sopranistin entdeckt wurde, sie am Mozarteum ihre Gesangsausbildung begann und nach Auftritten mit verschiedenen Chören 1979 ein Engagement vom Stadttheater Darmstadt angeboten bekam. Dort blieb sie für die kommenden vier Jahre, debütierte dort als Anna in Nicolais "Die lustigen Weiber von Winsor" und war in fast jeder Produktion dabei, wodurch sie in kurzer Zeit rund 40 verschiedenen Rollen lernte. 1983 wechselte sie für ein Jahr an die Frankfurter Oper, bevor sie 1984 mit ihrem Rollendebüt als Sophie ("Rosenkavalier") unter der Leitung von Carlos Kleiber während der Münchner Opernfestspiele für Furore sorgte. Im selben Jahr sang sie diese Rolle außerdem an der Londoner Covent Garden Opera unter der Leitung von Sir Georg Solti.
    Von da an ging es in großen Schritten voran. Bonney wurden von den wichtigen Opernhäusern eingeladen und gastierte der Reihe nach an der Scala als Pamina ("Die Zauberflöte", 1985) unter der Leitung von Wolfgang Sawallisch, an der Wiener Staatsoper als Sophie im "Rosenkavalier" (1987), der Metropolitan Opera als Najade in "Ariadne auf Naxos" (1988) unter der Ägide von James Levine und der Chicago Lyric Opera als Adele ("Die Fledermaus", 1989). 1996 wurde Barbara Bonney von der Decca exklusiv zunächst für fünf Recitals unter Vertrag genommen. Die erste CD dieser Reihe - Lieder von Robert und Clara Schumann mit Vladimir Ashkenazy - wurde von der internationalen Kritik begeistert aufgenommen. Die Zeitschrift Diapason zum Beispiel verlieh der Aufnahme den Diapason d'Or und schrieb über Bonneys Stimme: "Es ist das Licht, die exzeptionelle Spiritualität ihres Timbres und ihrer Vision, die Qualität des reinen Klangs, was sie ausstrahlt".
    1998 wurde als zweites Programm eine Sammlung amerikanischer Songs aus dem 20. Jahrhundert mit André Previn am Klavier veröffentlicht. Im Februar 1999 erschien eine Auswahl von Strauss-Liedern mit Malcolm Martineau am Klvier, darunter die selten gehörte Klavierversion der "Vier Letzten Lieder", und im selben Jahr zeichnete sie mit Andreas Scholl Pergolesis "Stabat Mater" in einer beeindruckend emotionalen Interpretation auf und kehrte als Alphise in Rameaus "Les Boréades" nach Salzburg zurück. Anno 2000 widmete sich Barbara Bonney vor allem dem Lied, ging auf eine Europa-Tournee mit dem Oslo Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Mariss Jansons und dem Concertgebouw Orchester mit Riccardo Chailly. Sie war bei der Salzburger Mozartwoche, in Tanglewood und der New Yorker Carnegie Hall zu Gast und bekam im Mai des Jahres die Ehrendoktorwürde der University of New Hampshire verliehen.
    Die Zusammenarbeit mit Andreas Scholl erwies sich als ausgesprochen harmonisch und so gingen die beiden 2001 gemeinsam auf Tournee. Konzertengagements führten Bonney außerdem zu den Londoner "Proms", zum Boston Symphony Orchestra, dem Cleveland Orchestra unter der Leitung von Franz Welser-Möst und vor allem zu einer hochgelobten Aufführung von Beethovens neunter Sinfonie unter der Ägide von Simon Rattle in Tokio. Ihren Salzburger Anfängen blieb sie weiterhin treu durch Gastspiele als Pamina ("Die Zauberflöte", 2002) bei den Salzburger Festspielen und einen Auftritt 2004 in "King Arthur" von Henry Purcell unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt.
  • Janice Harper-Smith
    fotoJanice Harper Smith, in Kentucky/USA geboren studierte an den Universitäten von Illinois und Murray, Kentucky Gesang und Musikpädagogik. Nach Abschluss ihrer Ausbildung erhielt sie ein Stipendium für ein Aufbaustudium in Europa und begann dort eine erfolgreiche Karriere als Koloratursopranistin. Sie sang ein umfangreiches Opernrepertoire, das Rollen von Mozart, Strauss, Donizettii, Rossini, Verdi u.a. umfasste. Daneben war sie eine gefragte Konzertsängerin sowohl klassischer wie zeitgenössischer Musik u. a. bei den Berliner Festwochen, den Salzburger Mozartwochen und der Schubertiade Wien. Sie hat bei zahlreichen Rundfunkaufnahmen für den Österreichischen und den Bayerischen Rundfunk sowie Radio France als Solistin mitgewirkt und bei Harmonie Mundi aufgenommen.
    Seit 1988 unterrichtet sie, anfangs an der Konservatorium in Wiesbaden. 1991 erhielt sie eine Professur an der Musikhochschule von Mannheim/Heidelberg. Seit 2001 widmet sich Janice Harper Smith der musikalischen Betreuung ihres Mannes, des Tenors Robert Dean Smith, unterrichtet privat und hat beim "Daniel Ferro Vocal Program" in Greve/Italien seit der Gründung 1994 eine Meisterklasse. Daneben fungiert sie als Jurorin bei Internationalen Gesangswettbewerben. 2005 ist ihr viel beachtetes Buch "Atemtechnik als Roter Faden" im Florian Noetzel Verlag/Heinrichshofen Bücher erschienen.
    Janice Harper Smith ist heute Schweizerin und lebt in Lugano und in Berlin.
  • Robert Holl
    fotoRobert Holl wurde in Rotterdam geboren und absolvierte hier auch seine Studien bei Jan Veth und David Hollestelle. 1971 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Gesangwettbewerb in ´s-Hertogenbosch. Danach studierte er bei Hans Hotter in München. 1972 gewann Robert Holl den 1. Preis beim ARDWettbewerb in München. Von 1973 bis 1975 war er Mitglied der Bayerischen Staatsoper München, danach längere Zeit vorwiegend als Konzertsänger tätig und arbeitete regelmäßig mit Dirigenten wie Eugen Jochum, Karl Richter und Wolfgang Sawallisch.
    Seit einiger Zeit ist er wieder mehr in Opernproduktionen zu hören und zu sehen: Er war Gast an der Wiener Staatsoper, der Brüsseler Oper und seit 1991 am Zürcher Opernhaus mit Partien wie Sprecher und Sarastro in "Die Zauberflöte" oder Basilio im "Barbier von Sevilla" unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt und Franz Welser-Möst.
    An der Deutschen Staatsoper Berlin trat Robert Holl unter Daniel Barenboim als Landgraf Hermann in "Tannhäuser", als Hans Sachs in "Die Meistersinger von Nürnberg", als Daland in "Der Fliegende Holländer" und als Komtur in "Don Giovanni"auf. Auch in den folgenden Spielzeiten gastierte Robert Holl an der Deutschen Staatsoper Berlin, an der Wiener Staatsoper und an der Hamburgischen Staatsoper mit großen Partien des Wagnerfaches wie Landgraf Hermann, Hans Sachs oder König Marke. An der Wiener Staatsoper war Robert Holl in den Spielzeiten 2006/07 und 2007/08 als Pimen / BORIS GODUNOW (Neuproduktion unter Daniele Gatti im Mai 2007) zu hören.
    Bei den Bayreuther Festspielen war Robert Holl seit 1996 als Hans Sachs in "Die Meistersinger von Nürnberg" zu hören und wurde für seine Leistung hoch gelobt. Im Sommer 2004 verkörperte er in Bayreuth erstmals die Partie des Gurnemanz in einer Neuproduktion von Wagners "Parsifal" unter der künstlerischen Leitung von Pierre Boulez. Seit 2008 singt Robert Holl bei den Bayreuther Festspielen die Partie König Marke unter der Leitung von Peter Schneider.
    Neben seinem Engagement an diversen Opernhäusern hat sich Robert Holl einen Namen als erfolgreicher Konzertsänger gemacht. Er hat unter den renommiertesten Dirigenten Europas und den USA in Europa, Amerika und Japan gesungen. Robert Holl gilt als einer der großen Liedsänger unserer Zeit. Seine besondere Vorliebe gilt dem deutschen und dem russischen Lied. Mit der Plattenfirma Preiser Records verbindet ihn eine lange Zusammenarbeit mit zahlreichen Liedaufnahmen. Liederabende führen den Künstler regelmäßig in die internationalen Musikzentren.
    Robert Holl komponiert selbst Lieder und Klavierstücke, die zum Teil vom renommierten Musikverlag Doblinger herausgegeben und auf CD erschienen sind. Neben seiner Tätigkeit als Sänger hält er regelmäßig Meisterkurse. Weiters ist Robert Holl künstlerischer Leiter von "Schubertiaden" in Holland und Österreich. Im Oktober 1990 wurde Robert Holl der Kammersänger Titel verliehen, im März 1997 wurde er Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, im Juli 1997 Ehrenmitglied des Festivals "Carinthischer Sommer". 1998 wurde er zum ordentlichen Professor für Lied und Oratorium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien ernannt.
    2003 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen. Im März 2007 erhielt er das Große Goldene Ehrenzeichen der Niederösterreichischen Landesregierung. Im Oktober 2007 wurde Robert Holl in seiner Heimatstadt Rotterdam der höchste niederländische zivile Verdienstorden "Ridder in de Orde van de Nederlandse Leeuw" (Ritter des Orden vom Niederländischen Löwen) verliehen.
    Bei den Bayreuther Festspielen 2011 und 2012 wird Robert Holl wieder als König Marke zu hören sein. Im März 2011 wird er in Prag in einer Neuinszenierung des "Parsifal" den Gurnemanz singen.
  • Axel Köhler
    fotoAxel Köhler, geboren 1960, studierte an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden Violinpädagogik und Gesang. Seit 1984 gehört er dem Ensemble in Halle an – zunächst als Spielbariton, später als Altus. 1987 debütierte er als Eustazio in der legendären Halleschen Rinaldo-Inszenierung von Peter Konwitschny. Anspruchsvolle Countertenor-Partien folgten, vor allem in Händel-Opern wie Arsamene in "Serse", David in "Saul", Ottone in "Agrippina", Daniel in "Belsazar", Titelpartien in "Guistino", "Julius Caesar", "Tolome", "Tamerlano". An der Semperoper Dresden sang Axel Köhler Dresden Poro in Hasses Oper "Cleofide". Die Bayerische Staatsoper und die Hamburgische Staatsoper engagierten den Altus für Monteverdis "L'incoronazione di Poppea". Axel Köhler gastierte bei zahlreichen internationalen Festivals und erhielt weltweit Angebote für Konzerte und Opernaufführungen.
    1995 sang Axel Köhler am Royal Opera House London in der Uraufführung von "Arianna" von Alexander Göhr, übernahm 1998 die Titelpartie in der Uraufführung "Farinelli" von Siegfried Matthus und gab 2001 den Teufel in Detlev Granerts komischer Oper "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung" in Halle. In Hans Werner Henzes "L'upupa" sang Axel Köhler 2003 die Partie des Adschib 2003 bei den Salzburger Festspielen und gestaltete 2006 die Titelpartie in "Cantor – Die Vermessung des Unendlichen" von Ingomar Grünauer, einer Uraufführung am Opernhaus Halle, in der er auch als Bariton und Violinspieler gefordert war. Ab 2007 sang er außerordentlich erfolgreich die Partie der Artemis in Hans Werner Henzes "Phaedra" – in Berlin, Brüssel, Wien, Frankfurt, Köln und London.
    Als Konzertsänger arbeitete der Countertenor mit renommierten Ensembles der Alten Musik zusammen wie Concerto Köln, Musica Antiqua Köln, der Berliner Lautten Compagney und mit Chören wie der Gächinger Kontorei und dem RIAS-Kammerchor Berlin sowie mit Dirigenten wie René Jacobs, Marcus Creed und Howard Arman.
    Seine Programme "Falsetto grazioso" und "Falsetto amoroso" weisen ihn als ausdrucksvollen und unterhaltsamen Liedinterpreten aus. Die CD "An die ferne Geliebte" erntete vielfaches Kritiker-Lob. Seit 2005 singt und spielt er in dem launigen Cabaret-Programm "Greife wacker nach der Sünde".
    Die Stadt Halle ehrte Axel Köhler 1994 für seine hochwertigen Interpretationen mit dem Preis der Händel-Festspiele. 1998 wurde er zum Kammersänger ernannt. 1999 erhielt den Kritikerpreis der Berliner Zeitung.
    Seit 2000 ist Axel Köhler auch als Regisseur erfolgreich. Sein Debüt gab er mit Monteverdis "L'incoronazione di Poppea" und erregte 2001 mit Händels "Rodrigo" internationale Aufmerksamkeit. Große Resonanz hatte 2003 Köhlers Inszenierung der Händels Oper "Teseo", die in Deutschland, der Schweiz und England aufgeführt wurde. 2005 folgte dort "A Midsummernight's Dream" von Benjamin Britten. Einem unterhaltsamen open-air-Spektakel und einem vergnüglichen Foyerprogramm anlässlich 350 Jahre Oper in Halle folgten 2006 seine Händel-Inszenierungen "Amadigi" in Dresden und "Admeto" in Halle. 2007 brachte Axel Köhler Tom Johnsons "Riemannoper" auf die Bühne des Kellertheaters der Oper Leipzig. In Schwerin inszenierte er Mozarts "Don Giovanni" und an der Dresdner Staatsoperette Mozarts "Die Zauberflöte". Für die Kammeroper Schloss Rheinsberg studierte er 2008 "Die weiße Dame" von François Adrien Boieldieu ein und inszenierte in Dresden Monteverdis "L'incoronazione di Poppea". "Argenore", eine Oper von Wilhelmine von Bayreuth, inszenierte Axel Köhler 2009 am Markgräflichen Opernhaus sowie Lehárs "Das Land des Lächelns" für die Freilichtbühne Augsburg. Es folgten Mozarts "Die Zauberflöte" am Tiroler Landestheater Innsbruck und 2010 Kálmáns "Gräfin Mariza" an der Staatsoperette Dresden, Abrahams "Die Blume von Hawaii" und Verdis "Macbeth" an der Oper Halle. Telemanns "Der geduldige Socrates" brachte Axel Köhler 2011 auf die Bühne des Gärtnerplatztheaters in München. An der Oper Halle inszenierte er Kálmáns "Gräfin Mariza", gefolgt dort von Jacques Offenbachs "Salon Pitzelberger" für das Goethe-Theater Bad Lauchstädt, Tom Johnsons "Riemannoper" sowie Johann Strauß' "Die Fledermaus".
    Internationale Resonanz rief Axel Köhlers "Schwanda, der Dudelsackpfeifer" von Jaromír Weinberger an der Dresdner Staatsoper hervor. Die Zeitschrift Opernwelt wählte die Inszenierung zur Wiederentdeckung des Jahres 2011/2012. Beifall von Publikum und Presse erntete auch seine Inszenierung "Dorina e Nibbio" in der Intermezzo-Reihe der Semperoper. 2013/14 wird Axel Köhler an der Semperoper Bizets "Carmen" sowie ein weiteres Intermezzo, "L'impresario delle Canarie", inszenieren.
    Seit 2009 ist Axel Köhler Künstlerischer Direktor, seit 2011 Intendant der Oper Halle innerhalb der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle.
  • Tobias Richter
    fotoDirecteur Général am Grand Théâtre de Genève
    geboren am 2.4.1953,
    Sohn des Dirigenten und Organisten Karl Richter;
    aufgewachsen in München, Zürich und Genf;
    verheiratet, drei Kinder;Nationalität: Schweiz.
    Seit Beginn seines ersten Engagements am Grand Théâtre de Genève im Jahre 1972 hat Tobias Richter das Regiehandwerk parallel zum Philosophiestudium in Genf und Zürich von der Pike auf gelernt. Nach der "Gesellenzeit" als persönlicher Assistent von Götz Friedrich, waren im Folgenden Jean-Pierre Ponnelle und August Everding, dem er 1977 an die Bayerische Staatsoper folgte, seine Lehrmeister.
    1980 brachte Richter am Marstalltheater zu München für die Bayerische Staatsoper seine erste Inszenierung heraus. Im gleichen Jahr ging er als Oberspielleiter des Musiktheaters nach Kassel und übernahm dort auch 1982/83 für das gesamte Dreispartentheater in der künstlerischen Verantwortung für Konzertprogramme, Schauspiel, Ballett und Oper, kommissarisch die Intendanz.
    1985 wurde Richter, Generalintendant des Dreispartenbetriebs BREMER THEATER (Schauspiel, Tanztheater und Oper). Dort konnte er auch immer wieder renommierte bildende Künstler für die Zusammenarbeit gewinnen. Dort wurde eine Reihe fast vergessener Werke wiederentdeckt und es entstanden u.a. Inszenierungen von Strauss' Elektra (in der ersten Bühnenausstattung von Jörg Immendorff), Wagners Tannhäuser (Bühne: Albert Oehlen), Frank Martins Sturm (Markus Lüpertz) in Bremen.
    Von 1996 bis 2009 ist Tobias Richter Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg und inszeniert hier regelmäßig (u.a. Le Nozze di Figaro, Don Pasquale, Cosí fan tutte, Orpheus in der Unterwelt , La Dame Blanche und Capriccio.)
    Er arbeitete als Regisseur außerdem an zahlreichen internationalen Bühnen und Festivals (Strasbourg, Aix-en-Provence, Verona)
    Realisation eines Dokumentarfilms für UNITEL :"Karl Richters Vermächtnis"
    (Erstausstrahlung: 14.10.1986 im ZDF, als DVD bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft veröffentlicht).
    Richter ist Träger des französischen Ordens "Officier des Arts et des Lettres" und Träger des « Verdienstorden 1.Klasse der Bundesrepublik Deutschland ». Lehrtätigkeit als Professor an der staatlichen Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf (bis 2009) und weiter an der Universität Zürich (Executive Master in Arts Administration) .
    Im Herbst 2003 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der "Deutschsprachigen Opernkonferenz" gewählt (bis 2009) und ist Mitglied des Vorstands der Internationalen Organisation OperaEuropa.
    Seit November 2004 ist Tobias Richter auch Direktor des renommierten Musikfestivals SEPTEMBRE MUSICAL in Montreux-Vevey, Schweiz.
    Bei der Biennale di Venezia 2006 übernahm er den Vorsitz der Jury des "Leone d'Oro" für zeitgenössische Musik.
    Jury-Präsident beim Concours International de Violon Tibor Varga
    in Martigny (Schweiz) 2007 und 2008.
    Jury-Mitglied in diversen Gesangswettbewerben (Francisco Vinas etc.)
    Stiftungsrat bei der Géza Anda Stiftung.
    Seit Mai 2007 ordentliches Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste.
    Ab Juli 2009 Directeur Général des Grand Théâtre de Genève.
  • Matthias Schulz
    fotoMatthias Schulz studierte Konzertfach Klavier an der Universität Mozarteum Salzburg (Christoph Lieske, Peter Lang) und Volkswirtschaft an der Ludwig-Maximilian-Universität München, das er 2003 mit einer kulturökonomischen Arbeit als Diplom-Volkswirt absolvierte.
    Zwischen 1999 und 2001 war Schulz bereits in den Sommermonaten für die Konzertabteilung der Salzburger Festspiele tätig. Im Konzerthaus Dortmund hat er in dessen Eröffnungssaison den Aufbau des Künstlerischen Betriebs mitgestaltet, bevor er 2004 anlässlich des Mozart-Jahres 2006 als Projektleiter für "Mozart 22" ganzjährig zu den Salzburger Festspielen gekommen ist; dabei gelangten sämtliche Bühnenwerke Mozarts zur Aufführung.
    Als Konzertreferent der Salzburger Festspiele war er seit Jänner 2005 für die Planung, Budgetierung und Organisation der Konzertprojekte zuständig. Darüber hinaus war er als Medienreferent für die strategische Planung der Medienproduktionen tätig und insbesondere für die TV-, DVD- und CD-Agenden der Festspiele verantwortlich.
    Seit 2009 gestaltete er zudem als Leiter der Konzertplanung mit dem neuen Intendanten der Salzburger Festspiele Alexander Pereira das Konzertprogramm 2012.
    Seit März 2012 ist Matthias Schulz als Künstlerischer Leiter für die für die Konzert- und Festivalprogramme (Mozartwoche – gemeinsam mit Marc Minkowski, Dialoge, Saisonkonzerte) der Stiftung Mozarteum Salzburg verantwortlich. Zugleich übernimmt er die Kaufmännische Geschäftsführung und ist damit Finanz- und Personalchef der Stiftung Mozarteum Salzburg.
    Matthias Schulz ist Vorstand beim Kammermusikfestival Lockenhaus und dem Festival für Zeitgenössische Musik, der Biennale Salzburg lebt mit seiner Frau und fünf Kindern in Bad Reichenhall.
  • Bo Skovhus
    fotoBo Skovhus, in Ikast (Dänemark) geboren, studierte am Musikinstitut Aarhus, an der Königlichen Opernakademie in Kopenhagen und in New York. Wien, wo seine Karriere 1988 an der Volksoper begonnen hat, ist nach wie vor sein künstlerisches Zentrum.1997 wurde dem Künstler der Titel eines österreichischen Kammersängers verliehen.
    Das Opernrepertoire umfasst Partien wie Don Giovanni, Graf Almaviva in Le Nozze di Figaro, Alfonso in Così fan tutte, Graf in Capriccio, der Barbier in Die schweigsame Frau, Mandryka in Arabella sowie Storch in Intermezzo, Wozzeck und Eugen Onegin, Jelezki in Pique Dame, Danilo in Die Lustige Witwe, Eisenstein in Die Fledermaus, Wolfram in Tannhäuser, Kurwenal in Tristan und Isolde, Amfortas in Parsifal, Beckmesser in Meistersinger, Rodrigue in der franz. Fassung von Don Carlos, Frank & Fritz/Pierrot in Die tote Stadt, die Titelpartien in Oberst Chabert (H.W. von Waltershausen).
    2011/12 debütierte Bo Skovhus mit Reimanns King Lear an der Hamburgischen Staatsoper und mit Nick Shadow in THE RAKE'S PROGRESS an der Deutschen Oper am Rhein.
    Künftige Engagements beinhalten u.a. Beckmesser / DIE MEISTERSINGER in Hamburg, am Budapest Festival sowie an der Opéra de Paris / Bastille, Kurwenal in TRISTAN UND ISOLDE in Hamburg, die Titelpartie in einer Gala von EUGEN ONEGIN in Mannheim und in Hannover, Graf in CAPRICCIO in Wien, London und Chicago, Nick Shadow THE RAKE'S PROGRESS in Wien, Düsseldorf und Torino, "SIEGFRIED, NOCTURE", ein Monodrama von Michael Jarrell nach einem Text von Olivier Py (Uraufführung), in Genf und Paris, Eisenstein DIE FLEDERMAUS in Chicago und Köln, Conte Almaviva / NOZZE DI FIGARO in Düsseldorf, Amfortas PARSIFAL in Berlin, King Lear in Hamburg, Dr. Schön an der Staatsoper München sowie Liederabende mit Schuberts WINTERREISE in Louisiana (DK), Randers (DK), Kopenhagen, Friederichshafen, auf Schloss Elmau und an der Opéra de Paris / Bastille.
    Neben Auftritten an großen Opernhäusern und mit führenden Orchestern in Europa, Amerika und Japan widmet Bo Skovhus einen großen Teil seiner Zeit dem Liedgesang. Er zählt zu den Spitzeninterpreten seiner Generation und wird von allen bedeutenden Festspielen und Musikzentren der Welt immer wieder eingeladen. Seine Partner sind am Klavier: Helmut Deutsch, Stefan Vladar, Andreas Haefliger, Yefim Bronfman, Leif Ove Andsnes, Christoph Eschenbach, Daniel Barenboim und an der Harfe: Xavier de Maistre.
    Schwerpunkte seines Konzertrepertoires liegen bei den Werken von Gustav Mahler, den skandinavischen Kompositionen sowie z.B. bei Frank Martins Jedermann Monologen und Zemlinskys Lyrischer Sinfonie, die er zuletzt im Dezember 2011 mit der Staatskapelle Berlin unter Kyrill Petrenko gesungen hat.
    Zu den Dirigenten, mit denen Bo Skovhus bisher zusammengearbeitet hat, zählen u.a. Gerd Albrecht, Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Jiri Belohlavek, Michael Boder, James Conlon, Andrew Davis, Bertrand de Billy, Charles Dutoit, Claus Peter Flor, Armin und Philippe Jordan, Christoph von Dohnanyi, Christoph Eschenbach, John Eliot Gardiner, Nikolaus Harnoncourt, Marek Janowski, Mariss Jansons, Sir Charles Mackerras, Zubin Mehta, Ingo Metzmacher, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Kirill Petrenko, Georges Prêtre, Donald Runnicles, Esa-Pekka Salonen, Wolfgang Sawallisch, Ulf Schirmer, Horst Stein, Jeffrey Tate, Christian Thielemann, Edo de Waart und Simone Young.
    Viele der zentralen Partien seines Opern- und Konzertrepertoires sowie verschiedene Liederrezitals sind als CD-Einspielungen vorhanden.

ONLINE-ANMELDUNG
20.02. - 15.08.2017


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