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Konzert | KlangReisen im Solitär 2014/15

KlangReisen im Solitär
Internationaler Kammermusikzyklus 2014/15

Ein Flötenfest

21.05.2015 | 19:30

Solitär | Mirabellplatz 1 | 5020 Salzburg

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Veranstalter: Universität Mozarteum Salzburg

Dorothee Oberlinger, Maurice Steger, Blockflöte
Marco Testori, Barockcello
Florian Birsak, Cembalo

Programm:
D. Castello: Sonata quarta à 2 Soprani
G.B. Spadi: Ancor che co’l partire
S. Rossi: Sinfonia 11 „in Eco“
F. Turini: Sonate per due canti e basso „Il Corisino“
J.A. Hasse: Cantata per flauto e basso B-Dur
J.S. Bach: Sonate G-Dur, BWV 1039
W.F. Bach: Duo für 2 Flöten G-Dur, F. 59
J.S. Bach: Adagio G-Dur, BWV 968 nach dem 1. Satz der Violinsonate, BWV 1005
G.P. Telemann: Sonate D-Dur, TWV 41:D6
A. Vivaldi: Sonata XII g-Moll „La Follia“, RV 63

SPEZIALISTEN DER BAROCKMUSIK laden im Mai zum siebten Konzert des Internationalen Kammermusikzyklus „KlangReisen im Solitär“. Dabei sind die Grenzen zwischen Renaissance und Barock – wie alle Grenzen in der Geschichte der Künste – fließend. Das gilt für den venezianischen Komponisten Dario Castello ebenso wie für den aus der Keramik-Stadt Faenza stammenden Giovanni Battista Spadi, den Mantovaner Salomone Rossi und den in Prag zur Welt gekommenen Francesco Turini, die an der Schwelle zu einer neuen Zeit standen. Alle vier waren phantasievolle Musiker und liebten
wirkungsvolle Kontraste, Virtuosität und südliche Melodik. Eine Blütezeit erlebte in diesem Umfeld die Blockflöte („Flauto dolce“).

EIN JAHRHUNDERT SPÄTER im hohen, ja späten Barock wirkte Johann Adolph Hasse bzw. Giovanni Adolfo Hasse, wie der „divino Sassone“ („göttliche Sachse“) in Italien, dem Land seiner größten Erfolge, genannt wurde. Hasse war für Voltaire ein „Held des Jahrhunderts“, für Johann Sebastian Bach jedoch ein Komponist von „hübschen Liederchen“, die Bach sich freilich bei Besuchen in Dresden mit Vergnügen anhörte. Der Name Bach scheint übrigens gleich zweimal in diesem Konzertprogramm auf: Johann Sebastians ältester Sohn Wilhelm Friedemann Bach galt zwar als sprunghafter, labiler Charakter, war aber ebenso hochbegabt wie seine bekannteren Brüder Carl Philipp Emanuel und Johann Christian.

EINER DER INNOVATIVSTEN und fruchtbarsten Komponisten des Barock war bis ins hohe Alter der Magdeburger Georg Philipp Telemann. Seine einzige, überaus facettenreiche Cellosonate war eines der ersten Beispiele der Gattung außerhalb Italiens. Den Schlusspunkt des Abends setzt Antonio Vivaldis „La Follia“ – die Variation eines ursprünglich portugiesischen Tanzes, der wegen seines wilden Charakters immer wieder verboten wurde. Komponisten von Marais bis Stockhausen variierten in späteren Jahren die „Follia“.

Karten:
Euro 20,– / erm. Euro 10,–
Polzer Travel und Ticketcenter
Tel: +43 662 8969
E-Mail: office@polzer.com
und an der Abendkasse

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